Warum Varoufakis in Griechenland unter Beschuss genommen wird

30. Juli 2015 / Aufrufe: 5.695

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis antwortet auf die gegen ihn erstatteten Strafanzeigen in Zusammenhang mit seinem Plan B.

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis kommentiert mittels einer von seinem Büro ausgegebenen Bekanntmachung die Strafanzeigen und Gerichtsakten, die wegen der Ausarbeitung eines Plans B bezüglich einer parallelen Währung an das Parlament übermittelt wurden.

Die Bekanntmachung des Büros des Herrn Varoufakis lautet im Detail:

Erfolg der Links-Regierung soll aus Rache kriminalisiert werden

In der Person des Herrn Yanis Varoufakis wird die fünfmonatige harte Verhandlung der Regierung verfolgt, die dem griechischen Volk wieder Würde gab. Ziel ist, dass die Periode Januar – Juli als ein „Riesenfehler“ verzeichnet oder – noch „besser“ – die fünfmonatige harte Verhandlung der Regierung der Linken kriminalisiert wird.

Das „Verbrechen“ des Yanis Varoufakis war, dass er, kollektiv die Entscheidungen der Regierung der Linken zum Ausdruck bringend:

  • Der Führung der Eurogruppe als Gleicher unter Gleichen entgegen trat und der katastrophalen Absurdität der Memoranden logische Argumente gegenüber stellte.
  • Belegte, dass jemand fanatischer Europäer sein kann, sich um den Verbleib im Euro bemüht, sich jedoch parallel nicht europäischen Anweisungen und Politiken unterwirft, die Europa schaden, langfristig den Euro demontieren und letztendlich das Land als Schuldsklavenkolonie fesseln.
  • Aufzeigte, dass das Memorandums-Regime der PASOK und der ND entscheidende Behörden des Staates wie die GGDE und die ELSTAT zu Festungen der Troika machten.

Es ist klar, dass die Regierung die nationale und demokratische Souveränität über die Behörden der Exekutivmacht und hauptsächlich des Finanzministeriums haben muss, und zwar zum Zweck der effizienteren Bewältigung der Liquiditätsprobleme innerhalb der Eurozone. Yanis Varoufakis zeigte innovative Wege in diese Richtung auf, die ohne weiteres auch in anderen Mitgliedstaaten der EU umgesetzt werden können.

Anstatt dass diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die immer noch innerhalb des öffentlichen Sektors als Bollwerk und Unteroffiziere der Troika agieren und mit dem bezahlt werden, was das Volk sich vom Mund abspart, Politiker und Parteien, die das Volk wegen ihres Versuchs schmähte, das Land zu einem Protektorat zu machen, nehmen sie unter der Anleitung der „Informationsmedien“ der Verflechtung Yanis Varoufakis ins Visier.

Die von der SYRIZA-Regierung ab dem Tag ihrer Wahl geführte Verhandlung hat Europa bereits verändert. Die Inlands-Troika vermag diesen historischen Erfolg jedoch nicht hinzunehmen. Die Versuche, sich mittels einer Kriminalisierung zu rächen, werden auf den an den selben Felsen zerschellen, an denen ihre skrupellose Propaganda gegen das NEIN zerschellte, welches das griechische mit 62% bekräftigte.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Felix Klinkenberg
    30. Juli 2015, 21:22 | #1

    DIE ALTEN SEILSCHAFTEN, VON GLADIO!

  2. Paul
    30. Juli 2015, 23:31 | #2

    Die Finanzoligarchie und ihre Helfer in der Politik scheint das Entsetzen und die Angst gepackt zu haben vor Hr. Varoufakis‘ Vorschlägen und Ideen, die auch andere Ökonomen unterstützen.
    Wer kriminell gehandelt, gegen Recht und Gesetz verstoßen hat: Troika, Eurogurppe, IWF, Deutschland, USA – systematisch wurde die Übernahme des griechischen Staates geplant, seine Handlungsmöglichkeiten einzuschränken, Gesetze musste Griechenland bereits zurücknehmen, demokratischer Volksentscheid wurde missachtet, die Souveränität (international durch Gesetz und Konventionen geschützt) Griechenlands wurde und wird verletzt.

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