Gläubiger Griechenlands wollen Rente ab 72!

31. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.483

Weil Griechen zu lange leben, fordern die Gläubiger eine Anhebung des Rentenalters auf 72 Jahre, während Delia Velculescu alias Draculescu rumänische Verhältnisse will.

Die Gläubiger Griechenlands beharren auf dem Thema des Renteneintrittsalters und bringen Informationen zufolge das Thema im Rahmen der von der griechischen Regierung geforderten vorab zu erfüllenden Voraussetzungen wieder mit Nachdruck auf den Tisch, wobei sie sogar eine Festsetzung der Altersgrenze auf 72 Jahre vorgeschlagen haben sollen.

Ein weiterer heißer Punkt sind die besonders von dem Internationalen Währungsfond (IWF) beharrlich geforderten radikalen „Liberalisierungen“ des Arbeitsmarktes, die praktisch auf die völlige Aufhebung der Arbeitsgesetzgebung und unter anderem die Festschreibung der Lohndiskriminierung junger Leute und weit unterhalb der offiziellen Armutsgrenze liegender Mindestlöhne und die Forcierung „flexibler“ Beschäftigungsformen abzielen.

Die Griechen leben einfach zu lange …

Konkret verlangen die Vertreter der „Institutionen“, dass das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt wird und ab 2021 jedes Jahr um ein halbes Jahr steigen soll, bis es bei 70 Jahren angelangt. Wie in einer Reportage der Zeitung „Agora“ berichtet wird, ist ihr langfristiges Ziel sogar eine Anhebung der Altersgrenze auf 72 Jahre.

Es sei angemerkt, dass in dem ersten Memorandum vorgesehen war, dass die Grenzen für das Renteneintrittsalter auch auf Basis der Lebenserwartung der Einwohner eines Landes festzusetzen sind. Auf diesen Parameter berufen die Gläubiger sich auch jetzt für Griechenland und vertreten, die Lebenserwartung der Griechen sei reichlich hoch …

Wer mehr als in Rumänien verdient, gehört abgestraft

Was die geforderten „Reformen“ im Beschäftigungswesen betrifft, wird die griechische Regierung sich fortan speziell mit der von dem IWF nach Athen geschickten Rumänin Delia Velculescu konfrontiert sehen, der in Griechenland nicht ohne Grund der Spitzname „Draculescu“ verpasst wurde. Die (selbst natürlich erkleckliche Apanagen beziehende) Technokratin scheint es zu ihrem persönlichen Anliegen erkoren zu haben, die in ihrem Heimatland herrschenden Verhältnisse auch in Griechenland durchzusetzen, das – wie sie unter anderem borniert behauptet – zu den Ländern mit den höchsten Mindestlöhnen zähle.

Auf die Frage eines Journalisten, ob ihr das Bild gefalle, dass in Griechenland in praktisch allen „Bars“ rumänische Mädchen und Frauen anzutreffen sind, die sich aus wirtschaftlicher Not prostituieren, enthielt Frau „Draculescu“ sich allerdings einer Antwort und rauschte brüskiert davon. Man hätte ihr auch noch nachrufen können, in Griechenland doch auch einmal ihre scharenweise wegen brutaler Kapitalverbrechen inhaftierten und dem griechischen Staat auf der Tasche liegenden Landsleute zu besuchen oder wenigstens mit einem generösen Scheck zu den Kosten beizutragen, aber das würde sie wahrscheinlich so wie so nicht tun …

(Quellen: Imerisia, Medienberichte)

  1. Felix Klinkenberg
    31. Juli 2015, 14:04 | #1

    Sie sind auf ihrem Weg, doch schon ein Stück vorangekommen, durch die Verarmung, der Griechischen Rentner, erleben doch nicht mehr viele, das Alter von 72 Jahren, viele Erleben nicht einmal, den morgigen Tag. Ein Schicksal, das den meisten Menschen, im Machtbereich, der City of London und der Wall Street ereilt und ereilen wird, wenn sich die Menschen, nicht von der Gehirnwäsche lösen und IHRE RECHTE einfordern.

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