Die Masken gegenüber Griechenland fallen

3. Juli 2015 / Aufrufe: 8.852

Der Präsident des EU-Parlaments will eine Technokraten-Regierung, eine Vereinbarung mit den Gläubigern und dann Neuwahlen in Griechenland.

Seine Einmischungen in die inländische politische Szene in Griechenland fortsetzend posaunte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, „es muss eine Technokraten-Regierung eingesetzt werden„.

Nachdem Herr Schulz Griechenland erst mit dem Ausschluss aus der Europäischen Union drohte, führt er nun an, im Fall des Überwiegens des „Ja“ bei dem Referendum am 05 Juli 2015 müsse der „SYRIZA-Epoche“ ein Ende gesetzt werden.

Tsipras ist unberechenbar und manipuliert das Volk

Im Gespräch mit der deutschen Zeitung „Handelsblatt“ führte der Präsident des Europäischen Parlaments an, dass „die Notwendigkeit der Durchführung vorgezogener Neuwahlen zwingend wird, wenn das griechische Volk für das Reformprogramm und folglich für den Verbleib in der Eurozone stimmt und Tsipras in logischer Konsequenz zurücktritt„.

Damit die Kontinuität des Staates in der Periode bis zu den Wahlen sichergestellt wird, „muss eine Technokraten-Regierung eingesetzt werden, damit wir fortfahren können, zu verhandeln„, fügte er an und vertrat: „Wenn diese Übergangsregierung zu einer logischen Vereinbarung mit den Gläubigern gelangt, wird dies das Ende der SYRIZA-Epoche sein. Danach wird Griechenland wieder eine Chance haben.

Der Präsident des Europäischen Parlaments bezichtigte die SYRIZA-Regierung der Verantwortungslosigkeit und vertrat, der griechische Premierminister Alexis Tsipras „ist unberechenbar und manipuliert das Volk in Griechenland„, zeigt einen „fast demagogischen Charakter„. „Was mein Vertrauen bezüglich des Willens der griechischen Regierung betrifft, zu verhandeln, ist es inzwischen an dem absoluten Nullpunkt angelangt„, führ Martin Schulz fort.

(Quelle: efsyn.gr)

  1. Omnipraesent
    3. Juli 2015, 08:44 | #1

    Es ist sicherlich nicht das erste Mal, dass dieser Martin Schulz seine wahren Faehigkeiten im Versagen sozialer Gerechtigkeit, ein Volk zu fuehren, genau so wie er es schon als Buergermeister in Wuerselen bewiesen hat. Nun aber, dieser augenscheinlich offene Hass auf das politische System SYRIZA, uebertrifft den Ausdruck haessliche Fratze der EU bei weitem. Man sollte dem griechischen Volk seine oeffentich gemachten Worte noch heute, Zeile fuer Zeile vorlesen bzw. zugaenglich machen.
    Ich moechte mir gar nicht vorstellen wie dieser Mensch sich um 180 Grad mit seiner Gesinnung dreht, wenn die Griechen tatsaechlich mit Nein die Mehrheit erziehlen.

  2. windjob
    3. Juli 2015, 09:30 | #2

    Dies muss ausgerechnet diese linke Bazille sagen. Die EU hat keine aber auch gar keine Möglichkeit Griechenland aus der EU oder dem Euro zu werfen. Dies sehen die Verträge nicht vor. Hier wird gelogen, betrogen und Stimmung gemacht. Schulz ist dadurch schon mehrfach aufgefallen. Vor laufenden Kameras heuchelt er Freundschaft und Verständnis, kaum sind die aus kommt der Dolchstoss in den Rücken. Es geht doch nur um eins, man will Tsipras und Varoufakis weghaben. Sie sind unangenehm.

  3. Stavros SCHWEIZ
    3. Juli 2015, 09:39 | #3

    Der Herr Schulz leidet an der „Profillierungs-Neurose“ und einem grossen „Minderwertigkeits-Komplex“, darum sind seine Äusserungen nicht ernst zu nehmen! Überall und bei jeder Hundsverlochete tritt der kranke Herr Schulz auf und glaubt, dass alle auf ihn warten würden. Es wird von Tag zu Tag schlimmer mit ihm und seine Aufgabe als Sprachrohr der Mutti Merkel macht ihm grosse Mühe denn: ernst nimmt ihn NIEMAND.
    Es zeigen noch mehrere EU-Politiker solche Symtone auf und man muss sich schon fragen wie lange kann das mit der EU noch gutgehen?
    Liebe Griechen ihr müsst frei abstimmen und von niemandem dreinreden lassen; schliesslich ist es Eure Heimat! Ich wünsche Euch VIEL GLÜCK! Stavros und Familie.

  4. Ronald
    3. Juli 2015, 11:29 | #4

    Die Entscheidung über die griechische Regierung sollte man getrost den griechischen Bürgern überlassen. Das Problem Griechenlands ist auch nicht die Person Tsipras, sondern die Tatsache, dass der Ministerpräsident das, was die Geldgeber erwarten – selbst wenn er es wollte – weder im eigenen Volk noch in der eigenen Partei (bzw. im eigenen Wahlbündnis) durchsetzen kann. Daran würde auch der Austausch von Gesichtern nichts ändern. Wen sollen die Griechen denn wählen? Diejenigen, die Griechenland in die jetzige Situation geführt haben? Wäre ich Grieche, ich hätte auch die Syriza und Tsipras gewählt, nach dem Motto „bloß nicht diese alten Cliquen“

  5. Werner
    3. Juli 2015, 14:05 | #5

    Diese Arroganz, nicht nur des Herrn Schulz, ist nicht mehr zu überbieten und kaum noch zu ertragen.

  6. Hannah
    3. Juli 2015, 16:52 | #6

    In Griechenland gibt es unzweifelhaft einen Putschversuch und das hat auch nichts mehr mit Verschwörungswahn oder ähnlicher verkürzter Kritik zu tun:
    Der gekaufte Putsch

  7. Jörg
    3. Juli 2015, 17:11 | #7

    Und das allerschlimmste ist das die schlammschlacht aus Hetze von unseren Politikern und Medien längst fest in den Köpfen unserer Menschen angekommen ist! Mir wird übel dabei was ich mir täglich für Mist anhören muss! Griechenland und seine Menschen werden immer zu meinem Leben gehören!

  8. Affe mit Waffe
    3. Juli 2015, 17:17 | #8

    In der »Griechenlandkrise« geht es nicht um Schulden. Schulden sind lediglich das Propagandainstrument, mit deren Hilfe das Empire versucht, das Prinzip der Souveränität in der gesamten westlichen Welt auszuhebeln. Das Empire lehnt das griechische Referendum am kommenden Sonntag ab, weil es nichts von Demokratie hält. Wie alle Empire glaubt es ausschließlich an Unterordnung. Griechenland verweigert die Unterwerfung – daher muss Griechenland bestraft werden. Die persischen Könige Darius und Xerxes vertraten die gleiche Auffassung wie heute Washington und die Europäische Union. Die griechische Regierung soll sich an das halten, was die vorangegangenen griechischen Regierung alle getan haben: Sie soll die Bedingungen der Schuldenrückzahlung und die Ausplünderung Griechenlands akzeptieren. Ausplünderung ist die einzige Möglichkeit, mit der das westliche Finanzsystem noch Geld verdienen kann.
    Die griechische Bevölkerung hält nicht nur das Schicksal der Demokratie im Westen, sondern auch unser aller Schicksal und das Schicksal allen Lebens auf der Erde in ihren Händen. Washington arbeitet auf ein Armageddon hin. Aber Griechenland kann uns davor bewahren. Dazu muss die griechische Bevölkerung nichts anderes tun, als ihre Regierung zu unterstützen und diese – und in dieser Hinsicht ist sie seit langer Zeit die Erste dieser Art– darin bestärken, die Interessen des griechischen Volkes zu vertreten, der korrupten EU eine Abfuhr zu erteilen, sich hinsichtlich ihrer Schulden für zahlungsunfähig zu erklären und sich dann Russland zuzuwenden. Dies wäre der Beginn des Auseinanderbrechens der EU und der NATO. Aller Wahrscheinlichkeit nach würden sich Italien und Spanien Griechenland anschließen und die EU und die NATO verlassen, da auch diese Länder seit Langem rücksichtslos ausgeplündert werden.
    Der Versuch Washingtons, die EU und die NATO für einen Konflikt mit Russland einzuspannen, wäre gescheitert. Die Welt wäre vorerst gerettet und verdankte diese Rettung der Fähigkeit und dem Mut der Griechen, zu erkennen, was gegenwärtig tatsächlich auf dem Spiel steht – so wie es Griechenland schon einmal in Marathon, bei den Thermopylen, Plataiai und Mykale getan hat.

    Ein anderes Szenario, das uns vor einem Dritten Weltkrieg retten könnte, erscheint kaum vorstellbar. Beten wir also, dass die Griechen die auf ihren Schultern ruhende Verantwortung nicht in Bezug auf Freiheit und Demokratie, sondern für alles Leben auf der Erde erkennen und entsprechend handeln.

  9. Al-Harakiri
    3. Juli 2015, 17:48 | #9

    Bleiben die Griechen bei der Ablehnung des Status quo am Sonntag hart, brauchen sie sich mit der Drachme nicht einsam zu fühlen. Sie werden in kürzester Zeit Gesellschaft bekommen: die italienische Lira, die Peseta, den portugiesischen Escudo, den französischen Franken und unzählige mehr.
    Man stelle sich vor: Der IWF aus dem Geschäft. Merkel und Brüssel verschwunden. Die Bundesbank und D-Mark wieder hergestellt. Das Schuldgeldsystem und die Schuldenwirtschaft diskreditiert. Die Hedge Fonds und Spekulanten im Finanzkasino auf ihren Schilden hinausgetragen… . Das ist ein Referendum, welches die Welt dringend braucht!

  10. Leo
    3. Juli 2015, 18:26 | #10

    Was Schulz laut sagt dürften etliche der Finanzminister und Premiers auch denken. Insofern sollte man seine Aussage ernst nehmen. Egal, ob man ihm mag oder nicht.

  11. Stephan Achner
    3. Juli 2015, 18:52 | #11

    Der IWF hat in einem aktuellen Gutachten (Greece Preliminary Draft Debt Sustainability Analysis) die zentralen Positionen von Tsipras & Co. gegenüber der Brüsseler EU und der EZB voll unterstützt. Danach seien Griechenlands Schulden „untragbar“ und deshalb brauche Griechenland einen erneuten Schuldenschnitt oder die Gläubiger müssten mindestens 20 Jahre auf Rückzahlungen verzichten. Gleichzeitig werden die Brüsseler EU und die EZB massiv kritisiert. Wie gesagt, das stammt vom IWF.

  12. Michael
    3. Juli 2015, 19:16 | #12

    Der Euro in seiner jetzigen Form macht aus den Völkern Feinde. Griechenland ist nicht das einzige Land mit permanenten Handelsbilanzdefiziten seit 2002. ALSO SEID MUTIG! Der Euro und die EZB müssen reformiert werden. Dann funktioniert das demokratische Europa auch nicht nur im Sinne großer Export- und Finanzkonzerne und hirnloser Eurokraten.

  13. Dorothea
    3. Juli 2015, 19:50 | #13

    Soso, der Herr Tsipras manipuliert also die Griechen … und die EU manipuliert niemanden?
    Es wird immer offensichtlicher, dass die EU-Bonzen diese griechische Regierung, die sich vehement für ihr Land einsetzt, weghaben wollen. Die „Technokraten“ lassen sich dann von Brüssel leichter manipulieren.

  14. Bella
    3. Juli 2015, 19:51 | #14

    Die EU Oligarchen unter General Schäuble führen einen Finanzkrieg gegen Griechenland, mit den Zielen, die demokratisch gewählte Regierung zu stürzen. Ihre Waffen sind die Credit Default Swaps, CDS und ein bail-in, der auch deutsche Sparer bedroht. Warren Buffet nannte die cds übrigens finanzielle Massenvernichtungswaffen. Gleichzeitig demonstrieren in den anderen Krisenländern Tausende gegen die Austerität, für ein NEIN. Griechenland ist zum Brennpunkt dieses Krieges geworden. Die Welt schaut auf das griechische Volk und fordert es auf, stimmt mit NEIN … sie dürfen NICHT durchkommen … Venceromos Syriza, Podemos …

  15. totty
    3. Juli 2015, 20:26 | #15

    Wenn die Väter Europas jetzt sehen würden was aus ihrer Idee geworden ist, sie würden sich im Grabe umdrehen.

  16. Fünfnachzwölf
    3. Juli 2015, 21:06 | #16

    Die Griechen können als erstes Volk wählen zwischen scheinbarer Sicherheit ( NWO ) und wieder neu zu erlernender Freiheit.

  17. Stephanie
    3. Juli 2015, 21:12 | #17

    Liebe Griechen, euer sympathisches Volk sollte mit der Drachme wieder das Schicksal in die eigenen Hände nehmen! Helft mit, dass dieses auf Unrecht und Unfähigkeit der Politiker basierende Konstrukt der EURO-Zwangsgemeinschaft endlich auseinander fliegt! Der EURO ist weder eine starke Währung, noch schafft er Frieden, sondern er dient der Destruktion der Europäischen Union zugunsten des US-Dollars und der Ausplünderung der BRD, ohne dass das Geld bei der europäischen Bevölkerung ankommt.

  18. Werner Runkel
    3. Juli 2015, 21:21 | #18

    Ja genau – weg mit diesen Burschen, die nur unseren integren Finanzminister und seine vertrocknete Chefkuh verhöhnen! Und dann endlich Neuwahlen und zwar so lange und so oft, bis das Ergebnis passt! Und dann endlich Technokraten rein, das sind ja meist Beamte und ähnliche „Experten“, komplett unabhängig und mit einer endlosen Erfolgsstory versehen … .
    Griechenland – halte bitte durch! Alles Gute!

  19. Peter
    3. Juli 2015, 21:56 | #19

    Alle haben vorausgesagt, dass Griechenland nicht verarmen würde, sollte es die Währungsunion verlassen. Dirk Müller und Gerald Celente haben es schon vor längerer Zeit vorhergesehen. Der EURO und die Europäischen Versklavungseliten sind ein Witz. Sicher wird es Griechenland mit der Drachme und ohne EU-Diktatur besser gehen. Das sieht man doch auch an den Ländern, die nicht im EURO sind. Und nur dies ist der einzige Grund, warum die EU-Diktatoren so verbissen sind: Nach Austritt aus der Union wird Griechenland wieder an Stabilität zunehmen. Und dann wird es jede Menge Nachahmer geben. Spanien, Italien, Österreich usw. würden dieser Versklavung dann auch den Rücken kehren und die neue Freiheit, befreit von der Europäischen-Versklvungsunion, würde in höchstem Maße alle EU-Eliten zu Lügnern machen, weil es ohne WU wohl doch besser funktioniert. Ja, die EU-Diktatoren bekommen Herzklabaster und peitschen mit feuchtem Gelulle auf die versklavte Bevölkerung ein. Es ging doch vor 15 Jahren auch ohne EURO, was ist das Problem? Vielleicht ist man ja auch absichtlich Richtung Crash, um die NWO zu installieren? Was sagte ein Etagen-Officer am Tag des 9/11, nach dem 1. Jet-Einschlag zu den in Panik geratenen Menschen eines Zwillingturmes? „Gehen Sie in Ihre Büros, dort sind Sie sicher!“

  20. hubi stendahl
    3. Juli 2015, 22:00 | #20

    Ich zittere mit, denn das Votum wird Europa verändern, so oder so. Die Tragweite eines „OXI “ ist kaum abzusehen und nicht nur für unsere griechischen Mitmenschen wünschenswert. Sonst wird die rasante Fahrt in Richtung zentralisierter Hochfinanzdiktatur weitergehen und die Angelsachsen, die diese Katastrophe verursacht haben werden mit Freifahrtschein beschenkt. Dann ist uns nicht mehr zu helfen.

  21. guguk
    3. Juli 2015, 22:27 | #21

    Bitte bitte, liebe Griechen, tut, was Eure Regierung sagt und schmeisst die verfluchte Troika endgültig aus Eurem Land hinaus, indem Ihr am Sonntag richtig anstimmt! Wir alle hassen diese verdammte EU, die nur noch aus Banditen und notorischen Falschspielern besteht. Weg damit! Und keine Sorge, Euer Präsident hat die ELA Gelddruckmaschine und kann Euros drucken, wie er lustig ist, und keine EU kann das verhindern. Auch nicht die EZB, die kann es verbieten, ja, aber nicht verhindern. Zeigt diesen EU-Verbrechern die Arschkarte!

  22. Gerasimos
    3. Juli 2015, 22:40 | #22

    Ich hoffe, dass am sontag alle griechen und griechienen mit nein stimmen, meine wenigkeit auch, damit endlich die Berufspolitiker von ihrem hohen ross runterkommen – allen voran Schäuble und Merkel. Ich habe so wie viele andere auch die schnauze voll von ihrem aroganten getue. Versteht mich nicht falsch, aber es reicht langsam mit maßnahmen, die nichts bringen … . Schãuble könnte sich gerade hier in griechenland nichtmal seinen rollstuhl leisten.
    Griechenland wird es auch nach dem sonntag geben und daran kann niemand was ändern, keine Merkel, kein Schãuble und kein Schulz.

  23. Bürger
    3. Juli 2015, 23:00 | #23

    Nichts neues unter der Sonne. Eine Regierung wegputschen und eine für Banken und Kapital genehme Regime hinputschen kennen wir aus der westlichen Geschichte zu Genüge. Es geht hier um viel Geld. Da zählen Menschenleben nichts; das westliche Schuldgeldsystem allerdings alles. Die Griechen müssen aufpassen, dass sich nicht ein paar von Banken bezahlte Generäle finden, die putschen. Alliende in Chile lässt grüssen. Oder der Schah von Persien. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Dass es zu einem direkten Einmarsch von EU-Truppen kommt, glaube ich nicht. Da wäre der Beschiss zu offensichtlich. Schließlich kann man Griechenland keine Massenvernichtungsmittel andichten.

  24. Jens
    4. Juli 2015, 00:19 | #24

    Liebe Griechen, stimmt mit „Nein“, auch wenn es zunächst Unsicherheit bedeutet. Ein „Ja“ würde letzlich zu keiner tragfähigen Lösung führen. Ihr habt mit SYRIZA eine Regierungspartei gewählt, die den Wählerwillen ernst nimmt, während fast alle größeren Parteien in Deutschland ihre Bürger verraten und belügen. Leider ist die Mehrheit der Deutschen so dumm, dass sie es nicht merkt. Es ist erbärmlich, wie die europäische Politik, allen voran die deutsche Regierung, sich gegenüber Griechenland verhält. Vertraut SYRIZA und unterstützt sie, stimmt am Sonntag mit „Nein“!

  25. LiFe
    4. Juli 2015, 00:19 | #25

    Diese Malaise haben wir rückblickend Ackermann und Schäuble zu verdanken. Es hätte nach Prof. Otte Finanzwissenschaftler der Uni Graz längst einen Schuldenschnitt geben müssen, aber man hatte privaten Anlegern nicht schaden wollen. Und weiter wurden Rettungsschirme gespannt. „Wenn ein Haus brennt,“ sagte Herr Ackermann „dann muss man nicht auf das Konstrukt des Hauses gucken, es muss sofort gelöscht werden!“ Die Herren haben, wie man heute sieht, mit Benzin gelöscht!

  26. 4. Juli 2015, 00:25 | #26

    Ich habe Schulz auch gewählt, weil er mir eine Alternative zu Juncker zu sein schien. Doch wieder einmal auf die Nase gefallen. Du kannst ankreuzen, wenn du willst, du wählst immer die Selben. Die SPD sind, wie schon Tucholsky sagte, „aussen rot und innen weiß, unsere sauberen Radieschen!“ Ich hoffe für meinen Seelenfrieden, dass ich nie mehr auf sie hereinfalle. Übrigens – kennt jemand den Text des Vertrages, den Tsirpas nicht unterschreiben wollte, ohne das Volk zu fragen? Stimmt es, dass da so Dinge drinn stehen, wie etwa, dass griechische Flughäfen an die Lufthansa verkauft werden sollen? Ist das nur ein Gerücht oder will die Troika Griechenland wirklich ausbluten und verscherbeln?

  27. Paul
    4. Juli 2015, 00:31 | #27

    Hoffen wir, dass die Menschen in Griechenland sich nicht von Leuten wie Herrn Schulz beeinflussen lassen. Diese Hetze gegen Griechenland ist kaum auszuhalten, und das mitten in Europa, haben diese Leute nichts aus unserer Geschichte gelernt, und dafür bekommen sie auch noch Steuergelder- und das nicht zu knapp, der Herr Schulz „verdient“ so 25.000,00 Euro im Monat …
    Liebe Griechen, wählt für eure Zukunft. Ich hoffe, Syriza erhält eine große Unterstützung von den Menschen in Griechenland. Die erste Regierung in Europa, die sich gemeinsam für die Menschen im Land einsetzt und eben nicht – wie bei uns – für Bankenrettung oder noch mehr Steuererleichterungen / Steuerschlupflöcher für Großkonzerne. Wenn ich mitwählen könnte, hätten Herr Tzipras und Herr Varoufakis meine Stimme. Ein Ultimatum zu stellen, das ist das letzte Angebot, das Spiel ist aus – all das ist eine Schande für Europa und sollte ein großes, dickes NEIN erhalten.
    Liebe Grüße nach Griechenland

  28. Paul
    4. Juli 2015, 00:39 | #28

    Ihr wählt für uns alle, wählt diese Leute ab, so darf in Europa nicht miteinander umgegangen werden, Ultimatum, letztes Angebot, Kürzungen wo nichts mehr zu kürzen geht, Menschen sterben, Rentner können sich ihre Medikamente nicht mehr leisten – sind unsere EU-Politiker geisteskrank? Ich kann diese Hetze in unseren Medien nicht mehr ertragen.
    Und verhandeln heißt, so lange zu verhandeln, bis es eine für beide Seiten gemeinsam akzeptable Lösung gibt, ein Ultimatum, das Spiel ist aus – das ist vom Niveau nicht mehr zu unterbieten, diese Politiker sollten zurücktreten. Auch der IWF hat inzwischen erkannt, dass ein Schuldenschnitt notwendig ist, na dann auf in die nächste Runde mit einem klaren Nein zu dem letzten Angebot / Ultimatum/ Spiel ist aus.

  29. Anna
    4. Juli 2015, 02:36 | #29

    Diese EU in Brüssel zeigt ihr wahres Gesicht, diese Menschen haben nichts Gutes im Sinn und die rechte ND plant den Putsch in GR

  30. Ursula Katharina Papajoannou
    4. Juli 2015, 08:07 | #30

    Die EU kann mit Griechenland machen, was sie will, es nämlich notfalls per „Panik-Paragraph“ zum Gehorsam zwingen. Ich fürchte, sie sind willens, alles zu tun, d.h. auch diesen Paragraphen zu bemühen, nur um die allzu unbequeme linke Regierung auszuhebeln:
    EU könnte Griechenland mit „Panik-Paragraph“ zu Gehorsam zwingen

  31. Martin
    4. Juli 2015, 12:59 | #31

    Alle, v.a. die Deutschen haben kalte Füße bekommen, denn GR kann sich weder mit noch ohne Umschuldung nicht erholen. Erst pumpt man das Geld von privatbanken in dieses Land, das die Griechen dann einsetzen um deutsche Exportware zu kaufen (gut für DE, schlecht für GR). Die Schulden steigen, die griech. Wirtschaft wurde tot gefahren durch die deutsche Exportstrategie (wie in Portual / Spanien / Italien) und jetzt, wo GR seine Kredite bedienen soll ist nur Leere in den Kassen. Klar, war ja garnicht anders möglich. Deutsche Unternehmen und auch der dt. sog. Staat haben davon profitiert (NUR die Arbeitnehmer/innen in DE ganz ganz kurz gehalten wurden mit Lohnerhöhungen – man mußte ja die übrigen Euroländer ausstechen mit biller Ware!), und nachdem die griechische Wirtschaft an die Wand gefahren worden ist, konnten auch keine Kredite zurückgezahlt werden. Dann wurde umgeschuldet = neue Kredite, damit die PRIVATBanken in Deutschland und sonstwo ihre Kredite zurückerhielten. So oder so, es kommen auf die Griechen sehr unwirtliche Zeiten zu. GR hätte Transferleistungen erhalten müssen, denn es konnte ja seine €-Währung nicht abwerten. Es muß also raus und sein Glück suchen mit den sog. BRICS-Staaten, und zwar schnell. Bleibt GR im Euro, zahlen alle Europäer den Schuldenschnitt: was heißt denn das: bei einem Schnitt von 30% z.B. verbleiben immer noch 70%. Dafür bekäme GR neues Geld = neue Schulden = kein Wachstum = keine Erholung. So ist die Lage und nicht anders. Wir haben GR ruiniert, und die deutsche Presse hat sich kaputt geschimpft und sich lustig gemacht über die dämlichen Griechen. Welch eine Kultur herrscht hier eigentlich?! Ich sag es Ihnen: die Todeskultur, wer nicht zahlt stirbt. Eine Tragödie epischen Ausmasses für die griechische Bevölkerung. Die „Schhuldigen“ hocken derweil in New York, London, Berlin, Paris oder sonstwo. Nochmals: jede Umschuldunghat zum Ziel, die Gläubiger zu befriedigen. Es sind Privatbanken + IWF. Die Ausfälle bei einem Schuldenschnitt zahlen dann die Europäer. WIR!

  32. Hannes70
    4. Juli 2015, 13:36 | #32

    Ihr Griechen: Stimmt mit ja, damit diese Regierung wegkommt, oder wir machen Euch fertig! Das ist die Botschaft des Buchhändlers! Ich schäme mich für diesen Landsmann!
    Das letzte mal schickte man einen EZB-Vizepräsidenten als Statthalter, bis eine neue, genehme Regierung gebildet war. Das Personal der nächsten „technischen“ Regierung ist sicher schon ausgesucht. Das Vorsprechen der Kandidaten fand ja zum Teil öffentlich in Brüssel statt, während die Regierung noch verhandelte.
    Diese EU ist am Ende. Ein EU-Kommissionschef, der offen Lügen verbreitet, ein EU-Parlamentspräsident der offen bekennt, dass er nicht bereit ist, ein Volk frei seine Regierung wählen zu lassen, eine europäische Notenbank, die mit Euro-Entzug droht, wenn ihr ein Wahlergebnis nicht passt. Wer soll ein solches Monster noch wollen.

  33. N. Ritter
    4. Juli 2015, 14:49 | #33

    Die Privatisierung von Staatsbetrieben und -Eigentum ist tatsächlich eine der wichtigsten Forderungen. Angesichts der verheerenden Wirtschaftslage würden die Preise natürlich in den Keller gehen und Griechenland würde lebenswichtige Infrastruktur für ein Taschengeld verramschen. Und da die Bieter wohl aus dem Ausland kämen, ist auch klar, dass künftige Einnahmen sicher nicht in GR versteuert würden. In jeder Hinsicht ein Raub in legalem Gewand.

  34. Rita
    4. Juli 2015, 18:34 | #34

    Die griechische Seele wandert in den Orkus. Man liest, man hört es überall: Der Grieche ist zu faul, zu unorganisiert, korrupt und zu rückständig für die ach so flotte EU, besonders für die Herren Schäuble und Kauder. Haben all die, die so schreiben und reden, je Griechenland und die Griechen wirklich erlebt? Ihre unglaubliche Gastfreundschaft, ihr Interesse an dem Xenon, ihre elementare Lebensweise ohne Schnickschnack? Was haben sie nur verbrochen, die zehn Millionen Griechen, von denen 50 Prozent fern der Städte, in den Bergen oder verloren in der Inselwelt leben? Haben die Götter ihnen ein zu schönes Land geschenkt, das die verschiedensten Begehrlichkeiten weckt?
    Wer die Lieder von Giorgos Dalaras oder Xaris Alexiou hört, empfindet vielleicht, dass es da noch etwas ganz anderes gibt, jenseits unserer rein kommerzialisierten (Event-)Kultur: die griechische Seele, die sich nicht kaufen lässt, deren geschichtlicher Atem uns aber von den Dramen aus der Antike bis hin zu Hölderlin umfängt. Sie hat keinen Marktwert mehr und wird im Orkus verschwinden. Und übrig bleiben wird die verordnete, neue Weltordnung, so schön, so strahlend – für wen ?
    OXI!!!

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