Banken in Griechenland öffnen ab Montag

17. Juli 2015 / Aktualisiert: 20. März 2016 / Aufrufe: 1.968

In Griechenland sollen ab dem 20 Juli 2015 alle Banken wieder geöffnet sein, die Kapitalverkehrskontrollen werden jedoch weiterhin bestehen bleiben.

Der stellvertretende Finanzminister Dimitris Madras bestätigte am Donnerstagabend (16 Juli 2015), dass ab dem kommenden Montag alle Banken in Griechenland wieder öffnen werden.

Zu dem staatlichen Sender ERT sprechend führte Herr Madras an, ab Montag (20 Juli 2015) können die Bürger bei den Filialen der Banken wieder diverse Schaltergeschäfte abwickeln, betonte allerding, das derzeitige Tageslimit von 60 Euro für Barabhebungen bleibe bestehen (was im übrigen entsprechend auch für die verhängten Kapitalverkehrskontrollen gilt).

Freier Zugang auch zu dem Inhalt von Schließfächern

Der Minister erklärte jedoch, dass im Gegensatz zu den bisherigen Regelungen ein Bürger, der am Montag nicht zur Abhebung von 60 Euro an einem Geldautomaten schreitet, am Dienstag 120 Euro abheben können soll, wobei er unterstrich, dass auch die Anhebung des wöchentlichen Limits untersucht wird. (Anmerkung: Einer anderen Quelle zufolge handelt es sich dabei bisher um Erwägungen des Finanzministeriums, die laut den Banken in dem Sinn realisierbar wären, dass die Bürger nicht jeden Tag, sondern nur einmal in der Woche an den Bankautomaten anstehen müssen, um den „kumulierten“ Gesamtbetrag – sprich 7 x 60 = 420 Euro auf einmal abheben zu können.)

Was die (nicht über Debit- / Kontokarten verfügenden) Rentner betrifft, sagte er, sie können an den Bankschaltern wieder (den Betrag von wöchentlich) 120 Euro von ihren Konten abheben, und merkte an, dies sei nun weniger strapaziös, da alle Banken geöffnet sein werden. Weiter versicherte Dimitris Madras, „es besteht kein Problem mit dem Betrieb der Schließfächer. Jeder kann mit seinem Schließfach tun und lassen, was er will„, und sagte auch, dass am 22 Juli 2015 mit der Ratifizierung einer Direktive bezüglich der Einlagensicherung gerechnet wird, die auch zu „Gesetz des Staates“ werden wird.

In letzterem Zusammenhang sei angemerkt, dass es etlichen Wirbel gegeben hatte, nachdem am 05 Juli 2015 die damalige (und inzwischen zurückgetretene) stellvertretende Finanzministerin Nantia Valavani erklärte, solange die Kapitalverkehrskontrollen bestehen, habe der Zugriff auf den Inhalt der Schließfächer unter Beaufsichtigung eines Bankangestellten zu erfolgen und es dürfen nur Schriftstücke, jedoch kein Bargeld oder Schmuck entnommen werden. Dabei berief sie sich auf Unterhaltungen mit Bankiers und eigene Überlegungen, die noch am Abend des selben Tags Gestalt annehmen sollten … . Bezeichnenderweise erklärte damals Herr Madras ebenfalls, die Kapitalverkehrskontrollen gelten auch für Schließfächer, ohne jedoch klarzustellen, bis zu welchem Limit die Bürger Bargeld entnehmen dürfen.

Bezüglich der Nutzung der Karten griechischer Banken im Ausland meinte Herr Madras, die Griechen können ihre Karten auch im Ausland benutzen, jedoch keine Barabhebungen tätigen.

(Quelle: sknews.gr)

  1. Omnipraesent
    17. Juli 2015, 09:14 | #1

    Gleich verhungern werden die Griechen nicht, dafuer sorgen diese beiden Diplom-Kerkermeister:
    Verhungern lassen wir ihn jedenfalls nicht ….

  2. kritiker
    18. Juli 2015, 09:05 | #2

    Dass die deutschen Banken mitcrashen, wenn die griech. crashen, dürfte jedem klar sein.

Kommentare sind geschlossen