45 Mrd Euro „Matratzengeld“ in Griechenland

25. Juni 2015 / Aufrufe: 2.602
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Laut der Griechischen Bank sind in Griechenland rund 45 Milliarden Euro Bargeld in Umlauf beziehungsweise versteckt.

Wie aus den Daten der Griechischen Bank hervorgeht, bezieht der größte Teil der von den Banken in Griechenland abgezogener Gelder sich auf Bargeld, das nun bei den (ehemaligen) Sparern mit den sich daraus ergebenden Gefahren für ihre Sicherheit „gebunkert“ ist.

Gemäß den von der Griechischen Bank für den Monat Mai 2015 veröffentlichten Angaben erreichte der Wert der auf dem Markt in Umlauf befindlichen Banknoten 45,20 Mrd. Euro, also ungefähr so viel wie auch im Juni 2012 (43,3 Mrd. Euro), als die berüchtigten Bargeld-Lufttransporte aus Frankfurt eintrafen.

Liquiditätsnothilfe erreichte inzwischen 89 Mrd. Euro

Laut den selben Angaben, die jedoch nach den heftigen Entwicklungen der letzten Monate überholt sind, stieg die Abhängigkeit der griechischen Banken von der Finanzierung der Europäischen Zentralbank und der ELA bis Ende Mai auf 116,4 Mrd. Euro, gegenüber 112,8 Mrd. Euro gegen Ende April 2015.

Konkret betrug die Finanzierung der Kreditinstitute durch den Liquiditäts-Nothilfemechanismus 77,6 Mrd. Euro, während die Finanzierung durch die EZB sich für den selben Zeitraum auf 38,8 Mrd. Euro gestaltete. Nach den wiederholten „Liquiditätsspritzen“ mittels der ELA ab Anfang Juni 2015 bis heute hat die Finanzierung der Banken durch den Mechanismus inzwischen jedoch rund 89 Mrd. Euro erreicht.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. louisa luges
    25. Juni 2015, 17:28 | #1

    Warum eruiert man diese Daten ueber das sogenannte Matratzengeld, etwa um einen Trick zu finden es den Sparern abzuluchsen? So wie es aussieht haben die, die das Matratzengeld bunkern zu recht gehandelt, denn der Herr Tsipras entwickelt sich zum groessten Umfaller der letzten Jahre, und damit hat er die Griechen aufs Schlimmste geopfert, da tut ein wenig Geld in der Hinterhand richtig Gut, vielleich ist es sogar die Rettung fuer diese Menschen. Ganz ehrlich, auch ich war die ganze Zeit guter Hoffnung was Herrn Tsipras betrifft, nun, man sollte halt bei Politikern aller Laender nichts Positives erwarten.

  2. Ingrid
    25. Juni 2015, 21:33 | #2

    Was passiert denn da gerade? Mir scheint, dass alles, was jemals einen reellen Wert gehabt hatte, an die Wand gefahren wird. Jeder, der bisher sparsam und verantwortungsvoll fuer seine Zukunft, fuer seine Familie vorgesorgt und gespart hat, wird betrogen und bestraft. Bei diesem Milliarden-Pokerspiel spielt nur die Elite mit und die Buerger Europas bezahlen die Zeche.

  3. LiFe
    25. Juni 2015, 23:09 | #3

    Kann man es den Bürgern verübeln? Herr Schäuble hatte viele Drohungen ausgesprochen. Kein Geld wird nach Griechenland geschickt. Von Grexit, Reformen und Schuldenschnitt war ständig die Rede. In der Zitterpartie glaubte Herr Schäuble an keine Einigung. Die Sitzung der Eurogruppe endete nach wenige Stunden, weil sich Finanzminister und Gläubigern nicht einigen konnten. In Brüssel gibt sich der IWF mit seinen Forderungen unnachgiebig und in Griechenland sieht sich Ein Großteil der Bevölkerung in eine Armutsfalle laufen.

  4. Dagobert Duck
    25. Juni 2015, 23:51 | #4

    Nur Bares ist Wahres. Zuhause verwahrt und vor dem Zugriff der Banken (Stichwort Bail-In) und des Staates sicher. Clever die Griechen.

  5. xenya
    26. Juni 2015, 01:19 | #5

    Es gibt Menschen, die ihre gesparten 500 EUR abheben … aus Angst, auch noch diese Peanuts zu verlieren. Fuer einige Peanuts, fuer andere ein Vermögen! Denn die Oberschicht hat ihr Geld schon längst ausser Landes. Traurig, diese Ironie … wenn es den Deutschen an die letzten Peanuts gehen würde, wären die dann auch CLEVER? Oder würde man sie auch als Kartoffelpflücker bezeichnen? Die gesamte Mittelschicht in fünf Jahren einfach ausgelöscht!

  6. Habnix
    26. Juni 2015, 20:50 | #6

    Da suggeriert man, dass der normale Grieche Unmengen an Geld unter dem Kopfkissen versteckt. Was für ein Schwachsinn. Das Geld hat der normale Grieche doch gar nicht.

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