Griechenland schuldet Pharma-Unternehmen über 1 Mrd Euro

30. Mai 2015 / Aktualisiert: 11. März 2017 / Aufrufe: 1.337

Laut einem Sprecher der EFPIA schuldet Griechenland den Pharma-Unternehmen über 1,1 Milliarden Euro.

Wie gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ein Vertreter der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) enthüllte, belaufen sich die Schulden Griechenlands an die Pharma-Unternehmen auf über 1,1 Milliarden Euro.

Laut dem Telegramm der Agentur sehen die Pharma-Unternehmen sich wegen der Krise in Griechenland hinsichtlich der Fortsetzung des Zugangs des Landes zu medizinischem Material sogar mit einem großen moralischen Dilemma konfrontiert.

EFPIA will Griechenland auf jeden Fall unterstützen

Laut dem Generaldirektor der EFPIA, Richard Bergström, datieren sich die griechischen Schulden an den Verband (bzw. dessen Mitglieder) auf Dezember 2014 und betreffen – wie er betont – sowohl die (öffentlichen) Krankenhäuser als auch den Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY).

Richard Bergström verbirgt auch nicht, dass die Branche sich in Kontakt zu Brüssel befindet und alle Eventualitäten für den Fall eines griechischen Bankrotts oder Grexit erörtert. Ziel ist – wie er hervorhebt – jedenfalls, der Kommission mitzuteilen, dass die EFPIA sich verpflichtet, Griechenland auf jeden Fall zu unterstützen.

Reuters führt sogar den historischen vorherigen Fall Argentiniens an, als Firmen der Branche nach dem Bankrott im Jahr 2002 ungehindert die Deckung der Bedürfnisse des Landes an medizinischem Material fortsetzen. Im Vorliegenden liegt das Problem erneut in dem labyrinthischen gesetzlichen Rahmen Europas, der bei der Bewältigung einer solchen Situation die „Hände“ der Pharma-Unternehmen eher bindet als löst.

(Quelle: fpress.gr)

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