Task-Force verlässt Griechenland

15. April 2015 / Aufrufe: 2.145

Die Task-Force unter Horst Reichenbach wird wegen der von Seite der SYRIZA-Regierung verweigerten Zusammenarbeit aufgelöst und Griechenland verlassen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Amtsträger mit Kenntnis der Sache berichtet, wird die Task-Force nach der Weigerung der Regierung unter Alexis Tsipras, mit ihr zu kooperieren, aufgelöst und Griechenland verlassen werden.

Die Task-Force, ein Experten-Team der Europäischen Union, hatte zum Ziel, Griechenland zu helfen, die öffentliche Verwaltung zu verbessern und mehr EU-Gelder zu schöpfen. Laut Reuters wird der Rückzug der Task-Force gewisse Mitgliedstaaten der EU auf den Plan rufen, die bereits über die Absicht Athens verärgert sind, von diversen Reformen Abstand zu nehmen.

Verweigerung der Kooperation ist ein politisches Thema

Es wird erwartet, dass die Task-Force umgestaltet und ihren Namen verlieren werden wird. Ihr Personal – ungefähr 50 Bedienstete – wird einem anderen Bereich der Kommission mit der Mission zugeführt werden, jedem diese benötigenden Land – und nicht nur Griechenland – Hilfe zu leisten. Wie geplant ist, wird der deutsche Leiter der Task-Force, Horst Reichenbach, in den nächsten Wochen Athen verlassen und eine neue Rolle übernehmen.

Müssen wir sie unbedingt Task-Force nennen?„, fragte sich ein Amtsträger mit Kenntnis der Dinge und fügte an, „die Logik ist, dass das Modell der Task-Force auch auf andere Länder mit entsprechenden Schwierigkeiten ausgedehnt werden kann„.

Ein griechischer Amtsträger erklärte gegenüber Reuters, „Juncker sagte Tsipras bei ihrer letzten Begegnung, die Mission der Task-Force endet und wird durch eine neue Institution mit der selben Rolle, jedoch für alle Mitgliedstaaten ersetzt werden„. Ein anderer griechischer Regierungsfunktionär erklärte: „Die griechische Regierung wird mit der Task-Force in Kontakt bleiben, jedoch werden wir nicht mit ihnen kooperieren. Es ist ein politisches Thema.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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  1. GR-Block
    15. April 2015, 12:53 | #1

    „…Horst Reichenbach wird… Griechenland verlassen.“ – Na endlich – ein troikanisches Pferd weniger. Seine Arbeit war sowieso nur, die Interessen dEUtscher „Investoren“ zu sichern. Das ist Reichenbach ja hinlänglich gelungen. Schreiben sie doch trotz tiefster Krise schwarze Zahlen. Die roten sind nun bei den Völkern. Tja, seinen „Schuldendienst“ hat er getan. Jetzt kann er geh’n, der Mohr.

  2. Gregor
    16. April 2015, 01:13 | #2

    Reichenbach war ein Lobbyist des Neoliberalismus, der ist nicht demokratisch legitimiert und hat in GR nichts verloren und auch in keiner „Task Force“ der EU, denn die sollten eigentlich politisch und wirtschaftlich unabhängig agieren. Gut das er GR verlassen muss!

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