Primärüberschuss 2014 in Griechenland geringer als erwartet

17. April 2015 / Aufrufe: 1.036

Griechenlands Primärüberschuss für 2014 fiel erheblich niedriger als erwartet aus, während die Verschuldung leicht sank, als Prozentsatz des BIP jedoch weiter anstieg.

Gemäß den Daten, welche die nationale Statistikbehörde Griechenlands (ELSTAT) im Rahmen eines übermäßig hohen Defizits bekannt gab und an Eurostat übermittelte, verzeichnete der Haushalt 2014 einen primären Überschuss in Höhe von 0,4% des BIP bzw. 630 Millionen Euro.

Wie sich aus den Daten ergibt, beliefen sich die Aufwendungen der allgemeinen Regierung 2014 auf 88,3 Mrd. Euro und die Einnahmen auf 82 Mrd. Euro, womit die Gesamtbilanz ein Defizit von 6,3 Mrd. Euro bzw. 3,5% des BIP aufweist.

Bruttoinlandsprodukt Griechenlands ging 2014 erneut zurück

Das Inlandsbruttoprodukt gestaltete sich 2014 auf 179 Mrd. Euro (gegenüber 182.4 Mrd. Euro 2013), während die öffentliche Verschuldung von 319,1 Mrd. Euro im Jahr 2013 auf 317 Mrd. Euro für das Jahr 2014 sank. Als Prozentsatz des BIP ausgedrückt stieg die Verschuldung jedoch von 171,3% im Jahr 2011 und 175% im Jahr 2013 auf 177,1% des BIP gegen Ende des Jahres 2014 an.

Es sei angemerkt, dass der Primärüberschuss 2014 mit 0,4% praktisch dreimal niedriger als die Zielvorgabe von 1,5% des BIP. Diese Tatsache bedeutet, dass es reichlich schwer wird, in diesem Jahr einen Primärüberschuss der Größenordnung von 1,5% des BIP ohne zusätzliche Maßnahmen zu erreichen.

Ebenfalls ist zu betonen wert, dass der primäre Überschuss der allgemeinen Regierung sich 2014 nicht zuletzt wegen der positiven Auswirkung des Finanzsektors mit 0,1% des BIP auf den Haushalt auf insgesamt 0,4% des BIP gestaltete. Der reine Primärüberschuss erreichte somit praktisch 0,3% des BIP.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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  1. GR-Block
    17. April 2015, 19:14 | #1

    „Griechenlands Primärüberschuss für 2014 fiel erheblich niedriger als erwartet aus…“ – Irgendeiner lügt hier. Außer den Troikanern wollte keiner in GR dem „Primatenüberschuss“ eines Herrn Samaras Glauben schenken. Schon gar nicht die griechischen Steuerzahler. Denn denen schuldete er inzwischen 6 Mrd €, damit der „Überschuss“ gelingt. Dieser fake (griech. μαϊμού = „Affe“), wurde in der Öffentlichkeit ausgiebigst angeprangert, aber von der Regierung schließlich trotzdem offiziell als Überschuss präsentiert.

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