Kirche in Griechenland will zur Tilgung der Schulden beitragen

14. April 2015 / Aufrufe: 1.251

Die orthodoxe Kirche Griechenlands will den Staat Kirchenvermögen nutzen und die Erträge für die Bedienung der öffentlichen Verschuldung verwenden lassen.

Im Gespräch mit dem TV-Sender Skai und dem Journalisten Giorgos Aftias zeigte das Oberhaupt der orthodoxen Kirche Griechenlands, Erzbischof Hieronymos, sich zum ersten Mal bereit, zusammen mit dem Staat zur Verwertung des Kirchenvermögens zu schreiten, damit die Einnahmen zur Bedienung der öffentlichen Verschuldung verwendet werden. Der Erzbischof stellte jedoch klar, nicht von einem Verkauf kirchlichen Vermögens, sondern von dessen Nutzung zu sprechen, damit es in griechischen Händen bleibt, und unter der Voraussetzung, dass die sich ergebenden Einnahmen für die Tilgung der öffentlichen Verschuldung bereitgestellt werden.

Parallel betonte Erzbischof Ieronymos, das Thema werde zu gegebener Zeit mit dem Premierminister erörtert werden, und schickte eine Botschaft an die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, wobei er unterstrich, „ich habe keine Differenzen mit ihr, jedoch wäre alles, was zu Gunsten des griechischen Volkes geschehen könnte, willkommen„.  Er überging sogar auch nicht anzumerken, dass Angela Merkel den Beauftragten der Bundeskanzlerin für Griechenland, Joachim Fuchtel, in das Erzbistum entsandt habe um mit ihm zu diskutieren.

(Quelle: skai.gr)

  1. LiFe
    14. April 2015, 19:21 | #1

    Was zu Gunsten des griechischen Volkes geschehen könnte, kann man wirklich willkommen heißen. Ich fände es großartig, wenn reiche und arme Griechen gemeinsam anpacken würden und ihr Land mit eigenen Kräften aus der Krise heben würden.

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