Griechenlands Verpflichtungen bis 2030

5. April 2015 / Aktualisiert: 06. November 2017 / Aufrufe: 2.058

Griechenland hat bis 2030 über 200 Milliarden Euro für den Schuldendienst aufzubringen, wovon 150 Milliarden allein auf Zinsen entfallen.

Gemäß den 2014 dem Parlament vorgelegten Daten des Trägers für die Verwaltung der öffentlichen Verschuldung Griechenlands (Public Dept Management Agency) erreichen die Verpflichtungen des griechischen Fiskus für das Jahrzehnt 2021 – 2030 den Betrag von 201,05 Mrd. Euro der Gesamtverpflichtungen von ungefähr 291 Mrd. Euro für die Periode 2015 – 2030.

Allein die in dem Jahrzehnt 2021 – 2030 zu begleichenden Zinsen betragen 114,45 Mrd. Euro.

Fakten widerlegen den Mythos der billigen Kredite

Detaillierter hat Griechenland in der Periode 2015 – 2020, also innerhalb von sechs Jahren, 52,246 Mrd. Euro für Tilgungen und 37,93 Mrd. Euro für Zinsen, also insgesamt ungefähr 90,17 Mrd. Euro zu entrichten. Ebenfalls hat Griechenland in dem Jahrzehnt 2021 – 2030 insgesamt 86,6 Mrd. Euro für Tilgungen und 114,4 Mrd. Euro für Zinsen zu zahlen.

Für 2015 werden die Zinszahlungen auf 5,8 Mrd. Euro und die Tilgungen auf 16,08 Mrd. Euro veranschlagt. In der Periode 2021 – 2024 belaufen sich die Gesamtverpflichtungen auf 104,7 Mrd. Euro und die Zinsen stellen den größten Teil dar, der 66,6 Mrd. Euro tangiert. Allein 2022 hat Griechenland für Zinsen 24,4 Mrd. Euro zu entrichten.

[Quelle: sofokleous10.gr (Auszug)]

  1. cashca
    5. April 2015, 10:23 | #1

    Bis 2030 200 Milliarden Schuldendienst. Es wäre ein Wunder, wenn sie das leisten könnten. Also wird es mit neune schulden plus Zinsen beglichen, sie kommen aus dem Schuldenkessel nicht mehr heraus. Genauso ist es doch gewollt. Der eine verleiht, der andere zahlt, bis er ohnmächtig ist. Wann begreift Griechenland, in welcher Aussichtslosigkeit sie stecken? Sie füttern die Geldverleiher, dabei treiben sie sich in unvorstellbare Armut. Die Zinsen fressen sie auf. Das haben sie immer noch nicht begriffen … Sind sie so dumm oder so raffiniert, dass sie glauben, das Spiel weiter treiben zu können, bis zum seligen Ende?

  2. Kleoni
    6. April 2015, 09:12 | #2

    solange es in der Eurozone Länder gibt, die Wachstum = schwarze Null über hohe Exportüberschüsse erzielen, ist die Folge davon, dass sich die Importländer immer höher verschulden. Einfach mal den Import von militärischen Rüstungsgüter stoppen, hier alte Verträge nicht mehr erfüllen, das wäre dann echte Einsparung. Warum wurde in den letzten Jahren, da nie ein Schnitt gemacht?

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