Dijsselbloom provoziert Griechenland

29. April 2015 / Aufrufe: 2.475

Dijsselbloems Andeutungen, die angebliche Kaltstellung Griechenlands Finanzminister bewirkt zu haben, hat bei der griechischen Regierung heftiges Missfallen hervorgerufen.

Die Erklärungen des Vorsitzenden der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, der sich in einem Interview an den holländischen TV-Sender RTLZ gleichermaßen indirekt wie unmissverständlich damit brüstete, er habe die Beschneidung der Zuständigkeiten des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis (gegen den er unbestritten eine tiefe persönliche Abneigung hegt)  initiiert, hat die Mitglieder der Regierung in Griechenland auf die … Barrikaden gebracht.

Im Rahmen des in Rede stehenden Interviews betonte Dijsselbloem unter anderem, er sei es gewesen, der Varoufakis‘ Substituierung vorschlug, und merkte an, sich am vergangenen Wochenende (telefonisch) mit Premierminister Alexis Tsipras geeinigt zu haben.

Dijsselbloem ist Varoufakis keinesfalls „los“

Im Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) herrscht heftige Verärgerung über den holländischen Minister, und Funktionäre der griechischen Regierung merkten an, „es ist geraume Zeit her, dass Griechenland eine Kolonie war und Amtsträger anderer Länder ‚Empfehlungen‘ erteilten„. Regierungskreise kommentierten charakteristisch, „Erste Ungenauigkeit: Dijsselbloem hat Varoufakis nicht vertrieben und wird sich damit konfrontiert sehen, weil letzterer bei der nächsten Eurogruppe dabei sein wird. Zweitens, hätte Dijsselbloem dies gesagt, das Thema so gestellt, hätte der Premierminister ihm gebührend geantwortet„.

Im übrigen stehen die vor laufender Kamera abgegebenen Erklärungen Dijsselbloems in völligem Widerspruch zu den Ausführungen des griechischen Premierministers Alexis Tsipras, der am 27 April 2015 in einem Interview vertrat, die Optimierung des griechischen Verhandlungsteams sei bereits vor der Konferenz der Eurogruppe in Riga beschlossen worden: „Wir strebten eine bereits vor Riga beschlossene Bemühung an, fanden uns jedoch jetzt, wo wir in die Zielgrade gehen, in der Notwendigkeit, unsere Teams neu zu gestalten, weil wir die völlige Kontrolle und bestmögliche Effizienz brauchen.

Jedenfalls heizt diese neue Entwicklung das Klima zwischen der griechischen Regierung und den sogenannten Partnern erneut auf und erschwert sehr die Möglichkeit, dass der Vorsitzende der Eurogruppe einen direkten Kommunikationskanal zu der griechischen Regierung haben wird.

(Quelle: iefimerida.gr)

  1. windjob
    29. April 2015, 11:01 | #1

    Um Herrn Varoufakis kalt zu stellen bedarf es einer gewissen Intelligenz. Daran wird Dijselbloom scheitern.

  2. Protagoras
    29. April 2015, 12:31 | #2

    Merkel und Sarkozy haben seinerzeit ein Referendum verhindert. Tsipras holt es wieder aus der Kiste. Was vormals ein demokratisch vollkommen legitimer Vorgang gewesen wäre, ist heute nicht weniger demokratisch nur weil ein sozialistischer Regierungschef ihn wieder ins Spiel bringt. Die „Rettungspolitik“ ist gescheitert, das merken nicht nur die griechischen Bürger, sondern auch Ökonomen ziehen die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen in Zweifel. Nur an der Austerität festzuhalten, ist angesichts der verheerenden Ergebnisse, keine Lösung. Man wird sich fragen müssen, was die Eurozone anderes zu bieten hätte als Steuererhöhungen und Rentenkürzungen. Tsipras nimmt seinen Wählerauftrag wahr, was kann man mehr verlangen. Die Frage bleibt: Was wäre wirkungsvoller – ein Austritt Griechenlands aus dem Euro oder eine Änderung der Politik der „Institutionen“? Gegen „Friss oder stirb“ hat sich Varoufakis bereits gewandt, also wohl doch nur eine Scheinfrage. Wenn sich die Strategen des Euros darüber klar sind, dass die Spekulanten nur auf den nächsten „failed state“ warten und die Parteiführer der „Volksparteien“ auf den nächsten Regierungswechsel (Spanien, Frankreich …), dann sollte man ein Mitglied der EU vielleicht nicht länger wie einen Aussätzigen behandeln.

  3. guang dong
    29. April 2015, 12:43 | #3

    schisselbloem dieser unfähige Wurm sollte sich wirklich zurückhalten. Wenn der mir mal über den Weg läuft kann ich echt für nix garantieren*grins*

  4. GR-Block
    29. April 2015, 14:04 | #4

    Wie unprofessionell von Herrn Dijsselbloed. Jetzt zieht er die Aufmerksamkeit der Hetzer auf sich. Wenn sein Erzfeind Varoufuckis die Situation richtig nutzt, dann ist demnächst die EUROGROUP kopflos.

  5. fabian sagt
    29. April 2015, 15:46 | #5

    dijsselduck ist eine nervöse dumpfbacke, wenn man es ganz primitiv ausdrücken will. und ich will! dijsselducks indelligentz ist superpeinlich, er entblösst sich ständig und merkt es nicht einmal. man sehe auch seinen ständigen dummen, verzweifelten gesichtsausdruck! tja, der körper lügt nicht und das gesicht dieser menschen spricht eh bände, wemma genau beobachten kann. dijsselduck go home!

  6. Realist
    29. April 2015, 17:54 | #6

    Ich würde vorschlagen, solch einem Quartalsirren wie diesem Herrn Dödelbloom ab sofort die Einreise in Griechenland zu verweigern und ihn zur persona non grata zu erklären. Es ist ja wohl offensichtlich, dass es sich bei ihm und dem Rest dieser Euro-Halunken nicht um legitime Vertreter der EU-Staaten und ihrer Völker sondern lediglich um Erfüllungsgehilfen internationaler Finanzspekulanten und -Investoren handelt.
    Ihr größter Feind sind unabhängige, selbstbewußte Staaten, die sich dem globalen Spekulantenzirkus entziehen und somit für potentielle Ausverkäufer und Absahner nicht oder nur schwer zugänglich sind! Der erarbeitete bzw. gewonnene Wohlstand eines Landes soll nicht dem Volk selbst zugute kommen, sondern nur einer kleinen, global agierenden Finanzelite, die dadurch Kontrolle über die Länder bekommt und demokratische Regierungen ad absurdum führt, weil sie sie erpressbar machen und vor sich hertreiben. Wer das Geld kontrolliert, bestimmt die Musik. Und je mehr Schulden ein Land hat, je schwächer es wird, je weniger Selbstbewußtsein es hat, desto billiger wird es dann an die Geier verramscht.
    Übrigens: das Geschrei und Gekläffe in Richtung Varoufakis und die neue Regierung sagt doch viel mehr über den Zustand und die Intention dieser sogenannten EU und des bestehenden ruinösen Finanzsystems aus, als über den griechischen Staat. Wenn jetzt schon in einigen Medien aufgrund der Schuldenkrise und der Negativzinsen über die Limitierung oder gar Abschaffung von Bargeld (!) diskutiert wird (auch hier in Deutschland), dann sollte es bei jedem Leser und jeder Leserin dieser Zeilen die Alarmglocken schrillen lassen. Macht euch Gedanken, wohin sich die EU entwickelt, zu welchem Zweck sie überhaupt gegründet wurde, wer davon profitiert, wieso der gesamte Süden geopfert wird und es daher auch in Zukunft keine Wachstumspakete für die sogenannten PIGS-Staaten geben wird. Das ist keine Verschwörungstheorie sondern bitterer ernst!

  7. pyramis
    29. April 2015, 21:41 | #7

    huii das ist ja lustig, der Hofnarr (jerumdisseldumm) hat sich gleich wieder selber diskreditiert! Ja, ja, wenn man neidisch ist probiert man halt den anderen irgendwie ins Abseits zu stossen, tststs. Also wirklich, völlig unprofessionell (wiedereinmal) – so sehr, dass ich sogar daran zweifle …?

  8. LiFe
    30. April 2015, 00:09 | #8

    Yanis Varoufakis hat von vorneherein klar gemacht, dass er kein Politiker sei. wenn ich in Wikipedia seine Vita lese, dann muss man schlußfolgern, dass er überqualifiziert ist. Intelligente Menschen, die vom Fach sind und dazu Sprachen beherrschen, haben es schwer.

  9. despi
    30. April 2015, 00:22 | #9

    Genau so ist es! Diese hirnlose Kreatur … Brrr

  10. happy
    30. April 2015, 00:22 | #10

    warum wird nur über Griechenland berichtet, dabei haben Frankreich, Italien, Spanien genau so griechische Finanzverhältnisse erreicht? Die stecken im gleichen Desaster.

  11. despi
    30. April 2015, 00:23 | #11

    Um Herrn Varoufakis kalt zu stellen bedarf es einer gewissen Intelligenz. Daran wird Dijselbloom scheitern.

Kommentare sind geschlossen