Könnte Europa Griechenland an Russland verlieren?

13. März 2015 / Aufrufe: 8.678
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Laut einem von der BBC veröffentlichten Artikel herrscht in ganz Europa Beunruhigung über Griechenlands Annäherung zu Moskau.

Die BBC sieht in einer einschlägigen auf seiner Website veröffentlichten Analyse Beunruhigung in Europa über die Beziehungen, welche die neue griechische Regierung zu Russland entwickelt. „Die engen Beziehungen der neuen griechischen Regierung und Russlands haben in ganz Europa Alarm ausgelöst, zu einer Stunde, wo die Führung in Athen mit den internationalen Gläubigern wegen der Reformen kollidiert, die zur Vermeidung des Bankrotts notwendig sind„, schreiben die Briten.

Während Griechenland Moskau als Verhandlungs-Trumpf betrachten mag, befürchten manche, dass es sich von dem Westen entfernt und einem freundschaftlichen Verbündeten, möglichen Investor und Gläubiger zuwendet„, wird in dem Artikel angeführt und angefügt: „Europa ist nicht zufrieden. Muss es sich Sorgen machen?

63% der Griechen hegen positive Meinung über Russland

Premierminister Alexis Tsipras wird in Begleitung des Verteidigungsministers Panos Kammenos im Mai 2015 von dem russischen Präsidenten in Moskau empfangen werden. Das Timing bleibt von den Analytikern nicht unbemerkt, da im Juni 2015 die von den Gläubigern gewährte viermonatige Verlängerung (des griechischen Programms) ausläuft und Athen neue Kredite brauchen wird, auch wenn es offiziell nicht nach neuen Liquiditätsquellen sucht.

Mein Gefühl ist, dass die griechische Regierung die ‚Russland-Karte‘ mit dem Ziel ausspielt, ihre Verhandlungsposition in den laufenden Verhandlungen zu stärken„, erklärt der in Griechenland geborene Manos Karagiannis, Experte in russischer Außenpolitik am Londoner King’s College, und ergänzt: „Für Athen wird es jedoch sehr schwierig sein, sich von EU und NATO zu entfernen.“ Laut ihm persönlich ist Griechenland völlig in den Westen integriert, jedoch warnt er, „ein Ausscheiden aus dem Euro würde die anti-europäischen Gefühle schüren. Und ein isoliertes und geschwächtes Griechenland würde die Stabilität der ganzen Region in Gefahr bringen.

Ein geschwächtes Land, aus der Eurozone und vielleicht auch aus der EU hinausgeworfen, könnte sich für engere Beziehungen zu Russland sehr viel geeigneter erweisen„, schreibt BBC und beruft sich auf eine Untersuchung (Pew Research Center), laut der 63% der Griechen eine positive Meinung über Russland haben, während auf der Gegenseite laut dem Eurobarometer des vergangenen Herbsts nur 23% die Haltung der EU befürworten.

(Quelle: Büchse der Pandora, der vollständige originale englische Artikel von Giorgos Christidis ist hier nachzulesen: Could Europe lose Greece to Russia?)

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  1. williams
    13. März 2015, 01:38 | #1

    Wenn Griechenland aus dem Schuldendilemma raus will, bleibt der jetzigen Regierung unter Syriza nur die Bankrotterklärung, der Austritt aus der EU und dem Euro, sowie gleichzeitig auch der Austritt aus dem Kriegsterrorbündnis NATO mit dem Ziel, sich den BRICS-Staaten anzuschließen. Ist die Syriza-Regierung dazu bereit? Ein Ende mit Schrecken ist immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende!
    (Quelle: Warum sich die Hochfinanz und andere Verbrecherorganisationen vor einem Grexit fürchten)

  2. Sina Franke
    13. März 2015, 02:03 | #2

    Nach dem Wahlsieg in Athen hat Herr Tsipras als erstes Kontakt mit der russischen Botschaft aufgenommen und vermutlich eine abgestimmte Vorgehensweise besprochen. Putin’s Methoden in Russland wurden z. T. nach Griechenland übernommen. In einer groß angelegten innenpolitischen Propagandaschlacht mit Ablenkungen, Verdrehungen und Unwahrheiten wird eine hohe Zustimmung der Bevölkerung erzielt. Es wird ein massives Feindbild mit EZB und insbesondere Deutschland erzeugt, um anschließend nach Staatsbankrott und Grexit die Verantwortung auf Deutschland und die EZB in Frankfurt zu schieben. Man wird sich anschließend Russland zuwenden und Herr Putin bekommt sein zweites Kuba im Mittelmeer. Abschließend wird gesagt, wir haben um Hilfe gebeten, die Erpressungen durch die EURO-LÄNDER mit Deutschland waren jedoch mit unserer Würde nicht vereinbar (Troika, Memorandum, Sparprogramm, Viertes Reich etc.). Für Herrn Putin ist nach einer Anbindung Griechenlands die sehr teuere weitere Expansion in der Ostukraine über die Grünen Männer (im Urlaub) nicht mehr erforderlich.

  3. Hanz
    13. März 2015, 02:51 | #3

    Wenn Europa, allen voran Deutschland, sich gegenüber Griechenland so aufführt, wie man es gerade mit Freunden nicht machen sollte bzw. nicht macht, dann darf man sich auch nicht über das Schwinden von Sympathie für Europa in der griechischen Gesellschaft wundern. Ich denke aber, noch ist nichts verloren. Wenn Schäuble gemäßigt wird und versöhnlichere Töne aus Brüssel kommen, die auch eine linke Regierung und deren Ideen respektieren, dann ist mit Europa noch einiges zu gewinnen. Sehr viel steht und fällt mit dem Verhalten der deutschen Bundesregierung!

  4. Martina M.
    13. März 2015, 05:47 | #4

    Na ja, so einfach ist das ja alles nicht. Es gibt ja da nochmal jemanden, der sich durch die Hintertür schleicht. Das ist China. Allerdings hat dies den Zweck sich die Handelswege zu öffnen und durch die Hintertür nach Europa zu kommen. Das würde aber eher etwas nützen, wenn Griechenland im Euro und in der EU bleibt. Was allerdings ein Russland und auch ein China mit Griechenland anfangen will, das statt sparen wieder den Haushalt belastet, sei mal da hingestellt. Ein Spaß wird das sicher für die Griechen nicht. Denn aus reiner Menschenliebe macht das keiner. Da sitzen entweder knallharte geopolitische Interessen dahinter, aber mit Sicherheit wird es den Menschen nicht besser gehen. Denn jeder Geldgeber verlangt irgendeinen Tribut. Das Geld wird einen ja nicht nachgeworfen. Jetzt man in Europa genau das, was man vermeiden wollte. Streit, Hass und Pleiten.

  5. Edgar Etz
    13. März 2015, 07:10 | #5

    Deutschland wird auch von Athen nicht gerade freundlich mit Worten bedacht. Das man gemeinsam in einer Union ist, wird immer schwieriger.

  6. vestago
    13. März 2015, 08:43 | #6

    Vielleicht bin ich durch unsere Medienlandschaft verblendet, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Griechen und natürlich allen voran die gewählten Volksvertreter ernsthaft daran glauben können, mit Russland eine bessere Zukunft vor sich zu haben, als in der EU mit Europa. In letzter Zeit kommen fast nur noch Berichterstattungen, die den Keil zwischen Griechenland und Europa als tiefer treiben. Das ist sehr bedenklich. Wer profitiert davon? Steckt System dahinter oder ist es reine Dummheit?

  7. Christian Schramayr
    13. März 2015, 09:39 | #7

    Dem Artikel „Könnte Europa Griechenland an Russland verlieren?“ samt Kommentaren kann man nur noch ein wenig „Wirklichkeit“ anfügen. Gleichgültig, wie sich die Verhandlungen in Brüssel und Athen entwickeln, es gibt letzlich immer nur zwei Lösungen:

    A) Griechenland bleibt im Euro-Raum, die Verpflichtungen zur Umsetzung des vereinbarten Sparkurs, zur Staatsreform und zum Schuldendienst werden von Athen anerkannt und bestehen weiter. Zeitlich begrenzte Anpassungen flankieren die budgetäre Umsetzung. Ergänzende Massnahmen zur Armutsbekämpfung, zur Entwicklung der Exportwirtschaft und für einige Schlüsselinvestitionen werden „eingepreist“. Dazu widmet Brüssel Fördermittel um und stellt diese der griechischen Regierung zur Verfügung.

    B) Griechenland verlässt temporär den Euro-Raum, verbleibt im Übrigen in der EU. Es folgt die Rückkehr zur Drachme und der Schuldenschnitt. Griechenland erhält das Recht – nach erfolgreicher Umsetzung der Reformen (wie oben) und Sanierung des Staatshaushaltes – in die Euro-Gruppe zurückzukehren – Ergänzende Massnahmen zur Armutsbekämpfung, zur Entwicklung der Exportwirtschaft … (weiter wie Punkt A)

    Gleich welche Lösung, die SYRIZA-Regierung kann dies als Erfolg verkaufen und das zurecht – Es ist jedenfalls mehr, als PASOK und ND in den Vorjahren zustandebrachten. Bringt die Tsipras-Mannschaft nichts davon auf die Reihe, stehen sicher die „alten Eliten“ bereit. Wie lange man brauchen wird, um wechselseitig zur „Einsicht in die Notwenigkeit“ zu finden, wird sich zeigen. Letztendlich wird sich Europa die innere Ruhe erkaufen und Athen hört endlich auf zu „nerven“. Andere politische Experimente würden die griechische Gesellschaft zerreissen und daran ist niemand interessiert!

  8. ROBIN
    13. März 2015, 10:26 | #8

    Wenn Griechenland bereits 2010 den EURO verlassen hätte, würde es dem Land und den Menschen besser gehen. Das Vorgehen der Troika, Ihrer Helfershelfer unter der griechischen Regierung und der griech. Eliten war kriminell (Film auf Arte) und hat die Situation in Griechenland verschlimmert. Alle machen sich Sorgen, wie Griechenland die Schulden zurückzahlen soll? Ich lache mich tod. Wie soll den Deutschland seine 2,16 Bill. zurückzahlen, ohne dass es uns noch schlechter geht als den Griechen? Eins sollte man noch wissen. Wenn die EU die Hosen nicht voll hätte, wegen eines möglichen Austritts Griechenlands, dann hätte man sich von Griechenland schon lange getrennt. Natürlich wäre dann Putin schuld gewesen, wie an allem.

  9. LiFe
    13. März 2015, 10:37 | #9

    Ich denke die griechische Gesellschaft erhofft sich Stabilität im eigenen Land, die nur Europa garantieren kann. Man kann nur wünschen, dass Europa / Brüssel selber darauf kommt, warum.

  10. Griechenlandfreund
    13. März 2015, 10:39 | #10

    Was hätte Griechenland von einer engeren Anbindung an Russland? Kurzfristig könnte Griechenland wahrscheinlich einige Milliarden Rubel Kredit von Russland erhalten, im Gegenzug zum von Russland gewünschten zweiten Mittelmeer-Marinestützpunkt, neben der Marinebasis Tartus in Syrien. Deutlich höhere Kredite könnte das sich akut in einer Finanzkrise befindliche Russland nicht geben, da es selber aufgrund von Sanktionen gegenwärtig keine Staatsanleihen platzieren kann. Selbst wenn diese Sanktionen aufgehoben werden: Die Durchschnittsverzinsung russischer Staatsanleihen liegt bei über 10%, aktuell sogar bei 14%. Russland kann also nicht wie die EU Kredite für 1-2 % Zinsen geben. Letztlich wären die wenigen Mrd. Rubel also nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
    Deutlich mehr russische Investitionen sind zudem lediglich im extrem arbeitsplatzarmen Gastransport- und Gasverteilungsbereich wahrscheinlich. Russland leidet ohnehin ja selber aufgrund der Finanzierungsprobleme unter Investitionsarmut im Energieförderbereich. Mittel- und langfristig würde die engere Kooperation mit Russland und Marinebasis die Investitionsattraktivität bei nichtrussischen Investoren zusätzlich nennenswert verringern, wäre also insgesamt sehr kontraproduktiv.

  11. Freddy
    13. März 2015, 11:30 | #11

    Für Russland besser, die EU schwächt sich weiter selber. Ich glaube nicht, daß die Russen Interesse haben – wer zieht sich schon so einen dauerhaft hoffnungslosen Sozialfall auf den Tisch?

  12. 13. März 2015, 11:33 | #12

    Erstaunt bin ich immer wieder darüber das es für Griechenland nur die Lösung zu geben scheint, im Kapitalismus zu bleiben. Auch wenn sie zu Russland ihre kontakte verbessern wollen, so bleibt es Kapitalismus. Auch kann nur mit Schrecken auf die Wirtschaft Russland geschaut werden, da haben sich, wie in Griechenland ein paar Oligarchen entwickelt.
    Syriza sollte eine breiten Debatte anfangen und ein Volksabstimmung darüber anstoßen wie Griechenland in Zukunft wirtschaften will. Da sollte zumindest mal festgelegt werden das die Lebensmittel die das Volk braucht auch im Land produziert werden muss. Von den Chinesen können sie bei Ihren Verpachtungen ja Windräder und Solaranlagen liefern lassen. Für beides muss dann kein Geld mehr ins Ausland gegeben werden.

  13. Kamich
    13. März 2015, 11:50 | #13

    Letztlich muss man doch fragen, welche Chancen ergeben sich für die Zukunft. Da ist das EU-Konzept mit Troika und Co eindeutig: ihr habt keine Chance, nutzt sie! Wenn die EU mit gutem Beispiel zur nachhaltigen Besteuerung grosser Vermögen vorrangehen würde … , aber da wurde ja mit Hr. Junker und seiner Steueroase Luxembourg das völlig falsche Zeichen gesetzt. Die drückenden und lähmenden Schulden sollen erhalten werden, um das Erpressungspotential maximal ausschöpfen zu können.
    Es liegt also an der EU bzw. deren Geldgebern wie hoch denn der Preis sein darf – u.a. für die NATO und die geostrategischen Interessen, ob Griechenland „bei der Stange gehalten“ wird. Und das bedeutet auch Druck auf Deutschland im höheren Interesse nachzugeben. Umgekehrt denke ich nicht, dass es für eine gr. Regierung so einfach wäre komplett die Seiten zu wechseln. Ein bisschen öffnen Richtung Moskau – ok, aber dadurch wird man die NATO-Bindung der gr. Armee nicht los.
    Schliesslich muss Griechenland noch 1 Jahr warten, bis die BRICS-Staaten eine Alternative
    zum westlich-dominierten Geld- und Wirtschaftssystem installiert haben. Und dieses muss auch erst mal funktionieren bevor es eine Alternative zum Kartell gibt. Erst dann kann man sich eine Staatspleite leisten, ohne gleich wieder erpresst zu werden.

  14. Hans
    13. März 2015, 11:55 | #14

    Nun gut, allenthalben ist das Scheitern der unsäglichen Währung „EURO“ sichtbar. Gerade diese Währung wird ursächlich für das Zerbrechen des europäischen Friedens sein. Griechenland hat wahrlich nur eine Wahl: Den Austritt! Wenn es sich mehr an Russland bindet – auch nicht schlecht. Vielleicht merken die westlichen Hohlköpfe dann endlich, woher der Wind weht!

  15. Heinz
    13. März 2015, 12:03 | #15

    Ist es wirklich so, dass Europa Griechenland verlieren könnte? Oder ist es vielleicht doch so, dass sich Griechenland verlieren könnte, in der irrigen Annahme. dass sich die Dinge auch auf eine einfache Art lösen lassen? Hans Kasper hat das mal treffend gesagt: „Der Weg des geringsten Widerstandes ist nur am Anfang asphaltiert.“ Oder anders gesagt: Wollen die Menschen aus der Vergangenheit nichts lernen? Wieso ist denn das Land GR heute an dem Punkt? Ging denn in der Vergangenheit nichts alles viel zu einfach? Und, hat es jemanden interessiert?
    Schaut euch die russischen Verhältnisse an und überlegt genau, ob ihr unter Bedingungen leben wollt, bei denen Willkür und Repression an der Tagesordnung sind. Vielleicht gehört schon eine gehörige Portion Masochismus dazu, solches Leben zu wollen. Das ist ein Spiel mit dem Feuer, das alles in Schutt und Asche legen kann. Ein Spiel, das die Griechen nie gewinnen können.

  16. ROBIN
    13. März 2015, 12:17 | #16

    Der ganze BBC-Artikel ist propagandistisches Geschwätz, um die Menschen in der EU vor den bösen Russen zu warnen. Auch auf Ihrem Blog macht man sich oft Sorgen um die Rückzahlungsfähigkeit des griechischen Schuldenberges. Nennen Sie mir ein Land in der EU, welches die Schulden problemlos zurückzahlen könnte. In unserem System ist ein Rückzahlung der Staatsschulden nicht vorgesehen. Es muss sich immer jemand verschulden, auch der Staat. Deutschland hatte 2007 noch 1,5 Bill. Schulden, heute sind es bereits 2,16 Billionen. Japan ist prozentual wesentlich höher verschuldet als Griechenland. Gibt es da ein Geschrei? Griechenland wurde 2010 die übliche Finanzierung durch die Märkte verweigert. Das Land sollte dermassen ausbluten, damit es bereit ist, die Schätze und das Tafelsilber zu verschärbeln, denn die Schönen und Reichen hängen sich keine Geldscheine um den Hals und können in Geld nicht wirklich schwimmen. Dazu benötigt man Sachwerte, preiswert. Ich finde, Griechenland sollte Schluss mit dem Theater machen, den Drachme einführen und sich langfristig mit den Gläubigern einigen. Da muss eben die EZB die griechischen Staatsanleihen abschreiben. Das wird sie schon verkraften. Und wenn D. und EU nicht wollen, dann eben hin zu Russland und China. Was solls?

  17. Lutz
    13. März 2015, 12:32 | #17

    Dass Großbritannien als Stiefelknecht der USA eine Russland-freundlichere Stimmung missbilligt, ist nicht sehr verwunderlich. Warum die anderen EU Staaten bei der Russland Hetze mitmachen, ist wesentlich unverständlicher. Griechenlands pro-russischer Kurs hingegen ist völlig logisch und sinnvoll. Leider gelingt es der EU nicht, ein besonnenes und respektvolles Verhältnis zu Russland als einem enorm wichtigen Handelspartner aufzubauen, ebenso wenig ist die EU gewillt, die Sorgen der russischen Bevölkerung in Anbetracht der immer näher rückenden NATO ernst zu nehmen, sondern zementiert sich auf ihr Feindbild Putin ein, kräftig unterstützt von völlig einseitig berichtenden Medien. Dass der Sanktions-Unfug außer vergiftete Beziehungen nichts zur Lösung des ukrainischen Bürgerkrieges beiträgt und nur ein (von der Konkurrenz sehr gern gesehener) Schuss ins eigene Bein ist, dringt scheinbar in die Köpfe der Lenker dieser kurzsichtigen Entscheidungen nicht ein. Griechenland wäre- als Nochmitglied der EU- ein enorm wichtiger Gegenpol (vielleicht zusammen mit Ungarn), um diesem außenpolitischen Unfug ein Ende zu machen, leider enorm geschwächt durch die monetäre Krise.

  18. anthony
    13. März 2015, 12:59 | #18

    Wenn das passiert, wette ich, dass Griechenland die 2. Ukraine wird. Es glaubt doch wohl niemand, dass die USA das einfach so akzeptieren, oder ?

  19. peter
    13. März 2015, 13:56 | #19

    Nicht Griechendland muss raus aus dem EUR … Deutschland muss raus. Und zwar sofort. Die positiven Folgen werden die negativen bei weitem überkompensieren !

  20. Peter
    13. März 2015, 17:01 | #20

    Also ich wünsche den Griechen in einer Russischen Union alles Gute! Das ist ein Win-Win-Situation für alle.

  21. germanos
    13. März 2015, 18:01 | #21

    Die Griechen haben Tsipras und seine Partei gewählt. Er ist daher vom Volk legitimiert worden, sich auch Russland zuzuwenden. Vor der Wahl hat er dies allerdings nicht in seinem Programm vorgestellt. Ist es daher auch des Volkes Wille, sich von der EU ab- und Russland zuzuwenden ? Wenn nicht, dann begeht er Betrug am griechischen Volk. Man muss bei dem griechischen Whlsystem immer beachten, dass wesentlich mehr als die Hälfte der Griechen nicht Syriza gewählt haben. Weit mehr als die Hälfte wollen den Euro behalten, das entspricht eigentlich auch dem Wahlergebnis.

  22. Bella
    13. März 2015, 18:10 | #22

    Wäre ich Tsipras, würde sowohl mit der EU, als auch mit Russland einen Rettungsplan für Griechenland aushandeln und beide Pläne dann dem griechischen Volk zur Abstimmung vorlegen. Wäre das nicht echte Demokratie? Ich glaube aber, in diesem Fall würde die CIA putschen, wie schon einmal im letzten Jahrhundert!

  23. Heidi Preiss
    13. März 2015, 20:18 | #23

    Griechenland sollte auch einmal nach Bolivien und Island schauen. Man könnte Bolivien als Vorreiter der neuen Bewegung gegen die Finanzdiktatur der Wallstreet benennen. Boliviens Präsident Morales hat in 2014 vom IWF Wiedergutmachung wegen ökonomischer Unterdrückung im Sinne neoliberaler Finanzherrschaft (Armut und Verelendung der Völker). Seit der Befreiung von diesem Erpresser-Triumvirat hat sich die Lage in Bolivien bestens entwickelt.
    Auch sollte man einmal auf die Öl- und Gasvorkommen in Griechenland zu sprechen kommen. Aber dieses Wissen teilen sich wohl die großen Banken mit den großen Energiekonzernen. Wahrscheinlich soll der griechische Bürger, der für alles verantwortlich gemacht wird, nichts vom Kuchen abbekommen. Die Beute scheint wohl schon aufgeteilt oder zumindest versprochen worden sein. Hierzu hat der investigative Journalist Kostas Hardavellas eingehend berichtet. Und im übrigen, was wäre so schlecht an eine Anbindung an Russland?
    Z.B. würde sich mit der Verlagerung des Southstreams die geopolitische Bedeutung Griechenlands erheblich verändern. Es könnte zu einem wichtigen Transitland werden.

  24. roxsi
    13. März 2015, 21:58 | #24

    Griechenland hat nur dann eine Chance, wenn es aus dem Euro, der EU und der kriegstreibenden NATO austritt und sich den BRICS-Staaten anschließt. Im Gegensatz zu der vom Raubtierkapitalismus und der Spekulation beherrschten Europa bauen die BRICS-Staaten einen Fonds auf, aus dem große Entwicklungsmaßnahmen finanziert werden, was Arbeitsplätze und Fortschritt bedeutet. Auch Deutschland sollte diesen Weg gehen und sich – endlich – von der Dominanz durch den Luftdollar verabschieden.

  25. 14. März 2015, 09:07 | #25

    Rußland ist nicht mehr das arme Entwicklungsland von Jelzin. MIt Putin kam ein enormer Wirtschaftsaufschwung, Das Land ist riesig groß mit entsprechend riesigen Bodenschätzen und geringer verschuldung. Wenn Rußland den Bestrebungen der USA trotzen kann, hat es durchaus die Chance, in vieleicht 20 Jahren Kanada vom Lebensstandard her zu überholen Ob eine verarmende EU bessere Perspektiven bietet als die Brics – Staaten ist zumindest nicht sicher.

  26. Stel
    14. März 2015, 15:45 | #26

    Griechenland muss sich seinen eigenen weg suchen die EU und die Deutsche Mach darin sind keine Lösung für ein Land das sich zichfach verschulden musste um Deutsche Bank und Private Gläubiger Noch reicher zu machen.Es kann nicht sein das ein Nato Land so in den Hintergrund Gestellt wird nur weil der Nato Partner Türkei dort Angeblich Wichtiger ist sieht man ja in der Kurden Frage und in der Bekämpfung der IS Terror Miliz ,Strategisch gesehen ist Griechenland Für Russland ein Sehr Wichtiger Partner Russland hätte von heute auf Morgen ein Durchgang Recht Zum Ägäischen Meer und Griechenland Hätte auch einen Wirtschaftlichen Nutzen davon was jetzt der Bruderstaat Zypern auch Macht.Die EU hat sich als Bürokraten und Gesetzes Apparat entwickelt der Menschliche Speckt bleibt auf der Strecke weil New Age Gesetze und die Dumme Bürokratie alles Vernichten sehe Island eine Kluge nach meiner Meinung Entscheidung sich nicht an der Mafia Organisation EU zu beteiligen.Anfangs war die EU eine Gemeinschaft und Freihandelszone Jetzt hat sie sich zu einer Interessen und Lobby Organisation Entwickelt die Über die Köpfe Der Bürger Entscheidet ohse sie zu Fragen.

    Wichtig Für Griechenland ist aus dem EURO plus EU herauszutreten warum?weil es gab nie eine Funktionierte Wirtschaft in diesem Land ,ein recht System noch aus den 1930 Jahren ,Gefängnisse die nicht Menschenwürdig sind Korruption die aus der Osmanen zeit Stammt und eine Mentalität erst ich und dann der Rest der Welt mit wenigen Worten Griechenland muss als Nation noch Wachsen ein Selbstbewusstsein hat jeder aber eine Verpflichtung gegenüber den Mitmenschen muss noch Entwickelt werden und das braucht seine zeit.

    Des weiteren ist Russland eine Garantie damit endlich ich kann mir nicht vorstellen bei dieser Regierung oder in Ferner Zukunft eine sich Traut endlich den Türken Paroli zu bieten damit wir unsere Öl und Gas Ressourcen endlich erschlißen können es kann nicht sein das USA als Weltmacht (das ich nicht lache) und die EU Tatenlos zusehen wie Erdogan und seine Militante AKP Partei die Dumme Mehrheit der Türken auf beste zufriedenstellt und die elite und kulturelle Gesellschaft des Nachbar Landes darunter leiden muss weil er angeblich eine Islamische Politik betriebt die auf die kosten von Freiheit und Verantwortung(Genozide an den Griechen und Armeniern ) immer noch nicht geklärt hat aber Kontra Politik und Einschüchterung betriebt in der Region.

    Mit Russland als Verbündeten und die Erschließung der Erdöl und Gas vorkommen kann mein Land Innerhalb von 20 Jahren eine Wirtschaftsstruktur und Politik betrieben wie die Schweiz Neutral aber Fähr-Griechenland und seine Nachbarstaaten Bulgarien,Rumänien Und Serbien sollten eine Achse der Hoffnung Werden in der Region weit weg von Nato EU und der Menschen feindlichen Großkonzernen Politik die Dort Betrieben wird.

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