Bloomberg befürchtet Zahlungsstopp Griechenlands

8. März 2015 / Aufrufe: 2.358
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In die Memorandums-Verhandlungen involvierte Amtsträger äußerten gegenüber Bloomberg, Griechenlands Finanzierung sei nur noch für zwei Wochen gedeckt.

Unter Berufung auf Erklärungen von Amtsträgern, die in die Verhandlungen involviert sind, spricht die Nachrichtenagentur in einem Artikel von der Gefahr eines Zahlungsstopps, Griechenlands innerhalb der beiden nächsten Wochen. Da die Verhandlungen über die Freigabe der letzten Tranche des griechischen Programms andauern, droht laut dem Artikel die Sackgasse das Land im ersten Quartal in eine Rezession zu versenken.

Den Zugang zu den Finanzmärkten verloren habend, stützt Griechenland sich nunmehr ausschließlich auf die Kredite der Gläubiger. Währenddessen muss es in den kommenden drei Wochen Anleihen in Höhe von 6,5 Mrd. Euro auslösen, während geschätzt wird, dass der Haushalt in diesem Monat wegen der Lockerung der Steuerbeitreibung ein Defizit von 2,1 Mrd. Euro haben wird„, wird weiter angemerkt.

Investoren zeigen sich gelassen

Wie in dem in Rede stehenden Artikel angeführt wird, haben derweilen die Investoren Vertrauen gezeigt, dass eine Lösung gefunden werden können wird. Die griechischen Anleihen haben 2015 bisher eine Rendite von 3,4% und die Athener Börse hat seit Anfang des Jahres einen Anstieg um 2,8% verzeichnet.

Laut zwei in die Verhandlungen über das Memorandum der 240 Mrd. Euro involvierten Amtsträgern, auf die sich die internationale Agentur beruft, könnte die Regierung ihre Barreserven verwenden, um über den Monat zu kommen. Ein dritter Amtsträger erklärte jedoch gegenüber der Agentur, die Finanzierungsbedürfnisse Athens – einschließlich der fällig werdenden Rate an den IWF – seien nur für die nächsten beiden Wochen gedeckt.

(Quelle: voria.gr)

  1. Marie Müller
    8. März 2015, 20:22 | #1

    Varoufakis hatte gesagt, dass genug Geld bis Ende März vorhanden ist, d.h. auch die vereinbarte Summe an den IWF pünktlich zurückbezahlt wird.

  2. george
    8. März 2015, 23:19 | #2

    Dann ist ja alles in Buttern. Nun kann Varoufakis sich in aller Kreativität daran machen, das Geld für die weiteren Rückzahlungen zu beschaffen.

  3. Gunni
    9. März 2015, 01:04 | #3

    Ich fürchte, die griechischen Wähler haben den selben Fehler wie immer gemacht: Sie sind den Rattenfängern auf den Leim gegangen, die ihnen am meisten versprochen haben. Wir werden sehen, was die Tsipras-Regierung Griechenland und dessen Bevölkerung für eine selbst gewählte Zukunft bringt.

  4. Catalina
    9. März 2015, 11:25 | #4

    Was haben sie denn versprochen? Wieder ein menschenwürdiges Leben für einen Großteil der Menschen in Griechenland. Medizinische Versorgung, etwas Strom und Essen. War das schon zu viel? Darf man solche „verheißungsvollen Versprechungen“ in Europa nicht mehr geben? Also sorry, aber dann kann mir dieses Europa gestohlen bleiben!!

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