Schäuble missfällt Griechenlands Nähe zu Russland

3. Februar 2015 / Aufrufe: 4.084

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble äußerte sein Missfallen über die Annäherung zwischen Griechenland und Russland.

Dem starken Mann Deutschlands missfällt eine mögliche Kooperation zwischen Griechenland und Russland. Wolfgang Schäuble erklärte gegenüber Reuters, Berlin missfalle die Nähe der neuen griechischen Regierung zu Russland, und betonte, die Hilfe aus Moskau stelle keine tragfähige Lösung dar, welche die europäische Hilfe an Griechenland substituieren könne.

Auf eine bei der Reuters-Konferenz gestellte Frage bezüglich der Eurozone bzw. in welchem Grad die Beziehungen der neuen griechischen Regierung zu Russland einen Grund zur Beunruhigung darstellen, antwortete der deutsche Politiker: „Das gefällt uns nicht“ und fügte an, „ich glaube nicht, dass Russland die europäische Solidarität ersetzen können wird„.

„Zuckerbrot und Peitsche“ aus Berlin

Vorhergehend forderte Wolfgang Schäuble Griechenland auf, nicht von dem Weg der Memoranden abzuweichen, und erklärte seine Bereitschaft, sich mit seinem griechischen Amtskollegen Yanis Varoufakis zu treffen.

Berlin zeigt sich weiterhin unnachgiebig und betont, keine einseitigen Änderungen in dem Hilfsprogramm Griechenlands akzeptieren zu werden. „Wir wollen, dass Griechenland diesen erfolgreichen Weg im Interesse Griechenlands und der Griechen fortsetzt, jedoch werden wir keine einseitigen Änderungen im Programm akzeptieren„, erklärte Wolfgang Schäuble beim Reuters Eurozone Summit.

Premierminister Alexis Tsipras ist in Berlin willkommen

Christiane Wirtz, stellvertretende Pressesprecherin der Kanzlerin Angela Merkel, hatte während der Informierung der Journalisten erklärt, der griechische Premierminister Alexis Tsipras sei in Berlin willkommen, betonte jedoch, in diesem Moment „gibt es keinen konkreten Plan“ für eine Begegnung, und stellte klar, bisher sein kein Anliegen von Seite des Premierministers Griechenlands ausgedrückt worden, die deutsche Hauptstadt zu besuchen.

Berlin wünscht, einen guten und freundschaftlichen Kontakt zu der griechischen Regierung zu haben„, meinte Christiane Wirtz und rief in Erinnerung, es sei sicher, dass während des anstehenden europäischen Gipfeltreffens des 12 Februar 2015 in Brüssel die Gelegenheit zur Begegnung zwischen den beiden Regierungschefs gegeben werden wird. Weiter erklärte sie: „Die Position der deutschen Regierung ist, abzuwarten um zu sehen, welche die Ideen der neuen griechischen Regierung sind.

(Quelle: Zeitung der Redakteure)

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  1. Stavros Schweiz
    3. Februar 2015, 09:54 | #1

    Der Herr Schäuble wird unruhig und die Frau Merkel kommt immer mehr in die Kritik; sie sollten lieber die eigenen fiskalischen Gegebenheiten in der Vergangenheit nochmals durchlesen, welche DEUTSCHLAND bekommen hat. Der Herr Obergefreite Schäuble und seine Untertanen betonen ja immer: es ist ein Vertrag der eingehalten werden muss! Punkt.
    Es ist gut wie die neue griechische Regierung vorgeht und zuerst die südlichen Nachbarn besucht. Was uns besonders gefällt ist wie einfach sie daher kommen ohne Krawatte und so ein menschliches, einfaches Niveau an den Tag legen. BRAVO. VIEL, viel Glück!

  2. GR-Block
    3. Februar 2015, 12:49 | #2

    ich glaube nicht, dass Russland die europäische Solidarität ersetzen können wird“ – Wozu auch? Es soll ja auch nur die europäischen Geldgeschäfte mit GR ersetzen.
    … Schäuble … erklärte seine Bereitschaft, sich mit seinem griechischen Amtskollegen Yanis Varoufakis zu treffen“ – Yavaş yavaş, erst muss Varoufakis die Schweine-Staaten auf Linie bringen, bevor er mit dem Gegner verhandelt.

  3. h.kuebler
    3. Februar 2015, 17:50 | #3

    Ich finde – wie viele andere Deutsche – die Annäherung von Griechenland an Russland sehr gut und richtig. Die beiden Länder passen doch prima zusammen. Ausser vielleicht Obama wird da keiner unruhig.

  4. Eva
    3. Februar 2015, 18:57 | #4

    ich glaube nicht, dass Russland die europäische Solidarität ersetzen können wird
    Auf diese Sorte „Solidarität“ möchte Griechenland möglicherweise in Zukunft verzichten!

  5. Doris Schmidt
    3. Februar 2015, 20:25 | #5

    Möglicherweise würde eine Zusammenarbeit Griechenlands mit Rußland dem kriegerischen Streben der USA und deren EU-Vasallen entgegenwirken. Und vielleicht schließen sich dann ja auch andere EU-Staaten an, die mit dem Säbelrasseln der USAEU nichts anfangen können oder wollen, wie z.B. Ungarn, Tschechien und die Slowakei. Dann hätte der Frieden in Europa endlich wieder eine Chance.

  6. Franz Josef Hubert Werres zu Werrestadt
    3. Februar 2015, 21:58 | #6

    Neuschwabenland.
    Die Griechischeführung hat sich sofort und unverzüglich bei unserer Führerin Mutti Ferkel (FFM) und Blaubär Wolfgang Schäuble im Führer-Hauptquartier Bunker Untergang, Henker Weg 88 IHRE Ration Zyankali-Kapsel abzuholen, bevor die Griechischeführung über die verbliebenen Restbestände herfallen und dem Deutschem Volke wieder nichts übrig bleibt, was es sich in fleißiger Arbeit macht frei vom Munde abgespart hat.

    Reichsminister für Volksaufklärung und Verblödungspropaganda
    Blaubär Wolfgang Schäuble

  7. Katharina
    3. Februar 2015, 23:02 | #7

    Hallo Herr Schäuble, Sie mißfallen mir schon immer.

  8. 3. Februar 2015, 23:26 | #8

    ich denke die Zeit ist sehr nahe wo sie dem Schäuble eine Katjuschka am Rolli montieren und ihn damit samt seiner Merkeltante über den großen Teich zum Obimbo schießen .

  9. Erich Schwarz
    4. Februar 2015, 09:37 | #9

    Herr Schäuble hat Angst. Nämlich davor, daß die Griechische Regierung nicht mehr seiner dilletantischen Politik folgt und er künftig einem Kollegen gegenüber steht, der wohl keine Krawatte an hat, dafür aber ein echter Wirtschaftsexperte ist, während Schäuble selbst nur ein hochgedienter Politamateur ist.

  10. Ottfried Storz
    4. Februar 2015, 11:47 | #10

    Die Abneigung und Bedeutungsüberschätzung des angeblich „starken Mann Deutschlands“ Schäuble von griechischen Linken ist ja mittlerweile grotesk manisch. Ich gehe jede Wette ein, dass mit Ausnahme von Ungarns Premierminister (und Tsipras) alle anderen 26 Premierminister der EU die Einschätzung des in Deutschland überhaupt nicht mehr als „starken Manns“ einschätzten Schäuble zu 100% teilen. Hört doch endlich auf, jeden Miniäußerung Schäubles auf die Goldwaage zu legen. Schäuble ist 72, gesundheitlich seit Jahren angeschlagen und wird nach dieser Amtszeit auf jeden Fall aufhören.

  11. Ronald
    4. Februar 2015, 21:51 | #11

    Eines Tages wird man den griechischen Kindern sagen: „Trink jetzt Deine Milch aus, sonst kommt der Schäuble und frisst Dich“

  12. Juan Valle
    12. Februar 2015, 20:59 | #12

    Wenn die West Ukraine Geld von Westen bekommt, warum darf Griechenland kein Geld von Russland bekommen? Wie immer: Double-Standards und Diktatur des Kapitals. Wo bleibt die viel gepredigte Demokratie?

  13. h.kuebler
    13. Februar 2015, 13:15 | #13

    Natürlich kann Griechenland von Russland Geld bekommen. Warum denn nicht, wenn beide das wollen und sich einig werden. Aber auch Zypern wollte das schon mal und hat festgestellt, dass Russland ein eisenharter Gläubiger ist. Wie übrigens auch China.

  14. steini
    19. März 2015, 09:43 | #14

    Grichenland soll sich mit einem wirtschaftlich starken Land zusammentun und mit dessen Hilfe beginnen auf 50 zu 50 Basis seine Erdgasforkommen zu fördern. Vorher, wenn möglich, Pleite machen. Mit den zukünftigen Gewinnen eine starke zukunftweisende Industrie aufbauen (z.B. vollautomatische Transportsysteme). Keine Kredite!

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