Die Welt wäre besser, wenn die Deutschen ihr Geschichte kennen würden

3. Februar 2015 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 9.408

Harold Meyerson vertritt in der Washington Post, Deutschland müsse bezüglich der Krise Griechenlands aus seiner eigenen fiskalischen Vergangenheit lernen.

In der griechischen Krise hat Deutschland aus seiner eigenen fiskalischen Vergangenheit zu lernen„, wird in einem Artikel von Harold Meyerson in der Zeitung Washington Post betont.

Wie es lautet, „würde es sowohl aus strategischen als auch wirtschaftlichen Gründen für Deutschland eine Katastrophe darstellen, wenn Griechenland zu der Verneinung seiner Schulden und dem Ausscheiden aus der Eurozone gezwungen würde, da ein solcher Zug die selbige Existenz der Währungsunion bedrohen würde„.

Nur 11% der Kredite kamen tatsächlich in Griechenland an

Die neue griechische Regierung vertritt zumindest den Bruch mit der vorherigen Misswirtschaft Griechenlands, so wie es auch die Regierung Adenauer hinsichtlich jener Hitlers getan hatte. Die ersten Amtsbesetzungen signalisieren eine neumodische Entwicklung in der Führung der Regierung Griechenlands, den Kampf gegen die Korruption und den Vetternwirtschafts-Kapitalismus, der seit Jahren die Wirtschaft des Landes zerfrisst„, fügt Meyerson an.

Laut dem Artikel der amerikanischen Zeitung „scheint Deutschland, obwohl es die Lehren aus den von ihm begangenen Fehlern des 20. Jahrhundert begriffen hat, nichts aus den Kosten zu lernen, welche das starre Festhalten an der fiskalische Orthodoxie hat, und zwar trotz der Tatsache, dass sein Wohlstand auf dem Beschluss seiner Gegner im 2. Weltkrieg beruht, der dem Nachkriegs-Deutschland gestattete, die Hälfte seiner Schulden zu streichen. Nach dem Zusammenbruch des Jahres 2008 verpflichtete Deutschland – als vorherrschende Wirtschaft Europas und wichtigstes Gläubigerland – die Länder des mediterranen Europas und hauptsächlich Griechenland, ihre eigenen Wirtschaften zu plündern um ihre Schulden zu tilgen„.

Im weiteren Verlauf wird unter anderem unterstrichen, „das Beharren Deutschlands führte zur Schrumpfung Griechenlands auf einem Niveau der Großen Rezession der USA. Die Arbeitslosigkeit schoss auf 25% empor, während die Jugendarbeitslosigkeit 50% überstieg, die Wirtschaft um 26% und der Konsum um 40% absank. Die Verschuldung erreichte 175% des BIP, während die Gelder aus den Krediten, die Deutschland und andere Staaten Griechenland gewährten, entweder für die Deckung der Zinsen oder die Tilgung älterer Kredite ausgegeben wurden. Gerade einmal 11% davon kam tatsächlich in der griechischen Wirtschaft an. Es ruft also keine Überraschung hervor, dass die griechischen Wähler eine neue Regierung wählten, die eine Neuverhandlung der Verschuldung fordert. Die Amtsträger Deutschlands und der EU reagierten heftig gegen jegliche Änderungen.

Zum Glück für Deutschland hatten seine Gläubiger nach dem 2. Weltkrieg eine unterschiedliche Haltung adoptiert. In dem Londoner Abkommen des Jahres 1953 vereinbarten 20 Staaten, einschließlich Griechenlands, die Deutschland während der vornazistischen Weimarer Republik und nach 1945 Geld geliehen hatten, die Verschuldung Westdeutschlands um die Hälfte zu reduzieren. Zusätzlich vereinbarten sie, dass die Tilgung nicht aus den Regierungsaufwendungen, sondern ausschließlich aus den Exporten herrühren wird. Mit der Zustimmung aller Parteien machten die Londoner Vereinbarung und ihre aufeinander folgenden Modifizierungen Deutschland mit seinen Gläubigern gleichberechtigt, womit es über die – von Zeit zu Zeit auch genutzte – Möglichkeit verfügte, die Bedingungen der Gläubiger abzulehnen und auf neuen Verhandlungen zu beharren.

Abschließend merkt der Autor an, „die Welt wäre ein besserer Ort, wenn die Deutschen ihre Geschichte kennen würden„.

(Quelle: Imerisia. Hinweis: Obiger Beitrag beruht auf der griechischen Quelle, Harold Meyerson’s Artikel kann hier nachgelesen werden: In Greek crisis, Germany should learn from its fiscal past)

Relevante Beiträge:

  1. SoSo
    3. Februar 2015, 09:08 | #1

    Harold ist ein kleiner Propagandist und bewegt sich auf demselben Niveau wie die Blödzeitung mit ihren „faulen Griechen“. Wenn es jemand im Jahr 2015 noch versäumt, auf die Rolle der internationalen Banken hinzuweisen, in Bezug auf Griechenland speziell US-Goldman-Sachs, dann ist er gehirngewaschen und ein Helfershelfer der 1%.

  2. MoPhil
    3. Februar 2015, 09:26 | #2

    Zusätzlich vereinbarten sie, dass die Tilgung nicht aus den Regierungsaufwendungen, sondern ausschließlich aus den Exporten herrühren wird.“ Ja, das sind die sogenannten Target-II-Salden. Mit denen werden die Exporte verrechnet. Was auf den ersten Blick wie eine unglaubliche Vermögensanhäufung durch Export aussieht, erweist sich auf den zweiten Blick als fortgeführte Reparations-, besser gesagt, Tributszahlung Deutschlands an den Rest Europas. Denn es glaubt doch keiner mehr, dass Deutschland jemals das aus den Target-II-Salden herausbekommen wird, was es eigentlich herausbekommen müsste. Wenn Deutschland darauf bestünde, dass alle Target-II-Salden beglichen würden, wäre der Rest Europas Pleite. So wird es erst Deutschland sein, und danach der Rest Europas.
    So viel zum Thema „Aus der Geschichte lernen“. Ein ähnlicheres, nur offensichtlicher ausbeutendes System wurde schon einmal etabliert, es nannte sich „Versailler Vertrag“.

  3. Christian Schamayr
    3. Februar 2015, 10:12 | #3

    Wenn ΗΜΕΡΗΣΙΑ.GR die Woshingten Post zitiert, „die Deutschen sollten aus der eigenen, fiskalischen Vergangenheit lernen“, dann trifft das genau. Denn die „Lehre aus der eigenen Vergangheit“ haben die Deutschen bereits im Übermaß instrumentalisiert, bis hin zum – von allen politischen Parteien anerkannten – „Eckpfeiler deutscher Außenpoltik“. Seit den „Wirtschaftswunderjahren“ wird so die wachsende internationale Bedeutung relativiert, um allfälligen Forderungen nach internationaler Verantwortung vorsorglich zu begegnen – samt den damit verbundenen, steigenden Kosten!

  4. Seemann
    3. Februar 2015, 10:36 | #4

    Hört, hört! Ein amerikanischer Sozialist und „Berufsschwätzer“ will uns nun etwas über unsere fiskale Vergangenheit berichten, und das ausgebombte, verbrannte und geplünderte Deutschland nach dem 2. WK mit Griechenland 2015 vergleichen. Vielleicht meint er ja auch die Folgen des „Versailler Vertrags“ für das leidende Deutschland, mal wieder nach einem Krieg, was solche Menschen wie ihn (Sozialisten) den Weg für 1933-1945 ebnete.
    Deutschland braucht mit Sicherheit keine Empfehlungen was die Finanzpolitik angeht, von einem Landsmann dessen „Staatsbank“ im Privatbesitz (FED) ist, und dessen Privathaushalte durch maßlosen und unkontrollierten Privatkonsum total verschuldet ist. Nun sollen deutsche Bürger, die gegen eine finanzierung Griechenlands waren, da diese sich ja auch in die EU gelogen haben, mit ihrem Privatvermögen haften. Banken, Konzerne und koruppte Politiker reiben sich auf der ganzen Welt die Hände und das Volk muß „bluten“. Der Euro wird für Deutschland der 2. Versailler Vertrag!

  5. s.Braun
    3. Februar 2015, 10:38 | #5

    Jeder Deutsche kennt unsere Geschichte – man kriegt Sie ja jeden Tag vorgekaut; zum. dies 12 Jahre ! Im Übrigen weiß ich wahrscheinlich besser über die amerikanische Geschichte bescheid, als die meißten Amis !

  6. Thomas D.
    3. Februar 2015, 11:32 | #6

    Wer waren denn und sind die Gläubiger Deutschlands? Warum wurde, wem auch immer, die Schulden erlassen? Die Schuld wurde umgewandelt in eine ewige Sklaverei gegenüber den „Siegermächten“, welche die Deutschen benutzt haben um Ihre Ziele in Europa zu erreichen. Griechenland jammert und hat den Fuchs in den Stall gelassen (Goldmann Sachs). Die Deutschen müssen ob sie wollen oder nicht für alle die Zeche zahlen. In der Geschichte einmalig das Generationen eine Schuld begleichen müssen wofür sie überhaupt keine Verantwortung tragen. Ob unsere Großväter eine tragen ist ebenfalls fraglich. Schaut man sich die Geschichte seit Beginn des 19 Jhr. an, stellt man unausweichlich fest, dass nichts einfach mal so geschehen ist. Dahinter steckt eine Strategie.

  7. beobachter
    3. Februar 2015, 12:23 | #7

    «Wie es lautet, ‚würde es sowohl aus strategischen als auch wirtschaftlichen Gründen für Deutschland eine Katastrophe darstellen, wenn Griechenland zu der Verneinung seiner Schulden und dem Ausscheiden aus der Eurozone gezwungen würde, da ein solcher Zug die selbige Existenz der Währungsunion bedrohen würde‘.»
    Mir konnte bis heute noch niemand erklären, wie Deutschlands Exportmodell sinnvoll und nachhaltig sein soll, wenn seine Handelspartner absehbar ihre Schulden aus den Exportüberschüssen nie werden bezahlen können. Solange die Menschen hierzulande dies nicht einsehen wollen, geschehen uns die wohl zu erwartenden massiven Abschreibungen recht. Dauerexportweltmeister zu sein ist somit – sorry – SCHWACHSINN! Nur durch eine massive Verteuerung unserer Produkte bei unseren Handelspartnern könnte sich dies ändern, allerdings steht die Einheitswährung hier im Weg.

  8. germanos
    3. Februar 2015, 12:34 | #8

    Birnen sind nicht gleich Äpfel und doch sind sie alle Obst. Ich möchte damit sagen, die Vergleiche hinken. Die Allierten wollten mit D einen Standort und Gegenpol zur Sowjetunion, zumal sich die DDR gegründet hatte. Wieviele Jahre war D „besetzt“ durch die USA? Als in der Nähe der damaligen DDR-Grenze wohnend, kann ich ein Lied davon singen. Warum soll einem Land, das Jahre über seine Verhältnisse gelebt hat und tw. noch lebt, Geld schenken? Die griechische Wirtschaft war nie (!) konkurrenzfähig. Die griechischen Gastarbeiter in D müssen sich doch heute als Rückkehrer mit ihren Renten in GR schämen, gegenüber ihren Rentner in GR. Sicher gibt es Minirentner in GR, die gibt es auch in D. Ich frage meine griechische Verwandtschaft, warum sind deren Eltern nach D gegangen? Ja damals, Anfang der 60iger ging es ihnen schlecht. Sie hätten nur rechtzeitig auf den GR-Express aufspringen müssen.
    Ich möchte sagen, dass D seine Geschichte besser Kennt als GR. Beispiel Bürgerkrieg in GR nach dem 2. Weltkrieg mit seinen Folgen für griechische Bürger. Wird in GR völlig außer Acht gelassen.

  9. Vestago
    3. Februar 2015, 13:16 | #9

    Also hat Griechenland in den letzten ein, zwei Jahrzehnten, während andere Länder versuchten sich an die kapitalistisch geprägte Globalisierung anzupassen, einen Weltkrieg geführt, bei der sämtliche Produktionsstätten und große Teile der Städte zerstört wurden?
    Was meinen diverse Autoren eigentlich, wie lange, wie oft, auf wieviel Situationen zurechtgestutzt, sie die Deutschen mit Schuldgefühlen dazu bringen können, klein bei zu geben, zu zahlen, auf ihren eigenen Vorteil zu verzichten? Gibt es irgendwo auf der Welt Länder, die so vorbildlich handeln, wie es von Deutschland immer verlangt wird?

  10. max
    3. Februar 2015, 13:17 | #10

    Netter Artikel, aber dabei wird eben leichtfertig vergessen, daß Deutschland vor der Krise das wirtschaftlich beherrschende Land der Welt war – was eben zum konstruierten Krieg führte. Diesen kleinen Unterschied sollten wir ebenfalls nicht vergessen.
    Nun, wäre es anders gewesen, dann hätte ohnehin der Morgenthau-Plan gegriffen und wir hätten die heutigen Probleme nicht. So aber erkannten zumindest einige Leute, daß wir unter Besatzungsherrschaft eben doch nützlicher sein könnten als ganz weg. Also kam dieser heute ins Feld geführte Schuldenschnitt ja doch nicht so ganz aus heiterem Himmel oder aus reiner Nächstenliebe. Um den Resten des Deutschen Volkes eben den Neustart etwas schmackhafter zu machen wurde eben großzügigerweise auf die Hälfte der Schulden verzichtet. In der Gegenleistung nahmen sich die „Sieger“ dann ja vorher auch alle Patente, Industrieanlagen und sonstigen Dinge im Wert von hunderten Milliarden DM mit, die sie eben als „Reparationszahlung“ deklarierten. Dagegen dieses Almosen des Schuldenerlasses als großartige Tat zu bezeichnen zeugt meines Erachtens dann doch von schlechter Geschichtskenntnis.

    Ich kann mich auch leider nicht erinnern, daß sich Griechenland jemals einen solchen Staus einer weltbeherrschenden innovativen Industrienation erarbeitet hat. Daher gibt es auch beim besten Willen keinen Grund, Schulden einfach zu erlassen. Besonders, da wir ja plötzlich gerade in diesem Fall immer noch mit „Reparationszahlungen“ konfrontiert werden. Auch wenn Griechenlad alle Schulden einfach mal so erlassen würde, wäre das ja keinesfalls nachhaltig. Mangels Industrie, Bildung und entsprechender Mentalität wäre das Faß der Schulden nur kurzzeitig leer und in 10 Jahren stünden wir alle miteinander an derselben Stelle. Was wäre also gewonnen? Sicherlich werden wir die Schulden nicht wieder zurück erhalten – das ist sicher. Aber warum es den Leuten so einfach machen, indem man anderen ein schlechtes Gewissen einzureden versucht? Beim Verdienen des Geldes ist es besonders den Deutschen ja auch nicht besonders einfach gemacht worden.

    Ich denke, daß besonders die Deutschen ein besonderes Interesse an einer aufrichtigen Lösung dieser Angelegenheit haben. Und mit den Deutschen meine ich nicht die Clowntruppe in Berlin, sondern all die „kleinen“ Leute, die morgens um 7 ihren Mann stehen und die Steuern erarbeiten, die nicht ihnen, ihrem Land oder ihren Kindern sondern anderen zugute kommen. Ein einfaches Danke wäre mehr als genug Anerkennung ob dieser Leistung und dieses Verzichtes.
    Nix für ungut.

  11. Politinteresse
    3. Februar 2015, 13:21 | #11

    Es gibt aber deutliche Unterschiede von Deutschland 1945 und Griechenland 2010:
    – es waren keine Schulden, sondern Reparationen, die zur Hälfte erlassen wurden. Die Kriegsanleihen (was am ehesten die genannten „Schulden“ sein können), die Deutschland ausgegeben hatte, verloren 100% ihres Wertes.
    – Griechneland ist zu den aktuellen Schulden (80% dieser) im Rahmen einer Kredithilfe gekommen. Die Euro-Länder gaben Griechenland Geld, damit dieses seine Schulden aus einer unvernünftigen Zeit des Prassens bedienen konnte und nicht staatspleite wurde. Diese Schulden kann man nicht nach 5 Jahren halbieren wollen.
    Nur 11% seien in der griechischen Wirtschaft angekommen.
    Wenn ich um einen dringenden Kredit bei Freunden bitte, weil mir die Bankschulden über den Kopf wachsen und diese mir das Geld leihen, dann beschwere ich mich nicht, dass nur 11% des Geldes in meine eigene Haushaltsführung gegangen ist und nur die Banken profitiert hätten. Ich hatte ja auch damals von den Bankkrediten profitiert. Allgemein wie ein Kind argumentiert. Und auch seine Wohltäter anzufeinden, statt ihnen zu danken, ist eine Unart sich schämender Schuldner, die verzweifelt versuchen ihr Ehrgefühl sich selbst gegenüber zu wahren.
    Mir persönlich liegt nicht viel an Euro oder EU. Gerne kann Griechenland sich zahlungsunfähig stellen und aus Euro und EU austreten. Das wäre für alle am besten: für Griechenland, weil es seine Seele retten würde und für die anderen, weil der Astritt ein gutes Vorbild wäre. Nur die Griechen sollten nicht versuchen sich das Beste aus allen Situationen zu nehmen und bei Kritik die Nazi-Karte zu ziehen. Dann bekommen sie zu Recht Ablehnung ab. Das ist unmoralisch. Zieht es durch. Macht einen sauberen Schnitt. Ich jedenfals bin mit der Wahl zufrieden und mache meinen übernächsten Urlaub in Griechenland. Und sobald es sicher ist, auf der Krim.

  12. rote_pille
    3. Februar 2015, 13:44 | #12

    total unangebrachte vergleiche. hier werden kriegsschulden mit konsumschulden verglichen.

  13. gr-klaus
    3. Februar 2015, 15:25 | #13

    Die wichtigste Feststellung der Washington Post wurde nicht übersetzt: “Vernarrt in eine Tretmühle von Schuldenrückzahlung und anämischer Wirtschaftsaktivität, wurde Griechenland reduziert zu einer ´Quasi-Sklaven-Wirtschaft´, welche ausschließlich zugunsten der ausländischen (Kredit-) Gläubiger läuft”. Die Amerikaner sollten von der antiken Athener Demokratie lernen, als solche wirtschaftliche Aktivitäten unter “Schuldknechtschaft” liefen.

  14. Harmony Street
    3. Februar 2015, 15:30 | #14

    Waere ja schoen, wenn aus dem 20 Jhd. nur 1953 dem Gedaechtnis der Merkelianer entfallen waere, seit einem halben Jahrzehnt habe ich allerdings den Eindruck, auch die Lehren aus Versailles und Bruening seien weder in der Kanzlerin noch in ihres schrecklichen Juristen Schaeubles Hirn sinnvoll verarbeitet.

  15. Albrecht
    3. Februar 2015, 17:48 | #15

    Diejenigen, die in Berlin an der illegitimen Macht / Gewalt sitzen, sind Keine Vertreter der Deutschen Völker. Die BRD ist auch nicht Deutschland, sondern weiterhin besatzungsrechtliches Mittel der Westmächte bis zum Friedensvertrag! Alle Staaten in der UN sind Feindstaaten gegenüber den Deutschen (siehe UN-Charta). Also können die Deutschen die Griechen weder erpressen noch finanziell ausrauben. Die Räuber sind andere und schieben es uns in die Schuhe!

  16. Gretel
    3. Februar 2015, 18:53 | #16

    Dieser Satz ist sehr, sehr vieldeutig und kann nicht oft genug wiederholt werden: „Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn die Deutschen ihre Geschichte kennen würden.“ Gerade über die letzten 100 Jahre der deutschen Geschichte wird mit zunehmender Unverschämtheit gelogen, um uns in Schuldbewusstsein und Zahlungsbußfertigkeit zu halten. Wäre 1990 statt dem „2+4 – Vertrag“ ein Friedensvertrag in freier Souveränität geschlossen worden, wäre der 2. Weltkrieg endlich beendet. All die US- und NATO-Gewaltattacken wären seitdem nicht mehr möglich gewesen, denn vor jedem Angriff müsste eine offizielle Kriegserklärung erfolgen.

  17. Heidi Preiss
    3. Februar 2015, 19:39 | #17

    Ja, wir Deutsche sollten unsere Geschichte kennen. Aber was kann man von einer Regierung erwarten, die Konzerne küsst und einer Kanzlerin, die nur der Hochfinanz dient. Man sollte annehmen, Merkel weiß nicht, dass man Geld mit Geld macht und dass die fleißigen Banker auf Kosten der arbeitenden Menschen spekuliert haben. Hinterfragen muss man doch auch, wer die Südländer – und nicht nur die Griechen – hat Schulden machen lassen. Doch alle, die ihr die Kredite und die Rüstungsgüter und Autos nachgeschmissen haben, und das waren die Deutschen an allererster Stelle. Darüber nachdenken sollte man auch, ob die – gelinde ausgedrückt – Gaunereien des IWF, der Weltbank und EBZ noch viel größer sind, als man sich das vorstellen kann. Hat man die Griechen bewusst zur Überschuldung getrieben, um anschließend als „Feuerwehr“ ihre Ressourcen zu plündern? Man kann nur hoffen, dass Tsipras mit und mit durchsetzt, was er versprochen hat und dass sich das griechische Volk nicht durch evtl. „Farbenspiele“ auseinander dividieren lässt.
    P.S.: Hoffen wir nicht, dass Tsipras „verunfallt“.

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