Die Feinde der Orthodoxie in Griechenland

24. Januar 2015 / Aufrufe: 1.212

Alexis Tsipras und die SYRIZA werden wegen ihrer Positionen in Minderheitsthemen als Feinde der Orthodoxie in Griechenland dargestellt.

Die SYRIZA posaunt herum „Die Hoffnung kommt“, für die religiösen und Minderheits-Themen existiert jedoch wohl keine Hoffnung. Und dies, weil die Positionen der Partei des Alexis Tsipras bezüglich dieser beiden Themen Schwindel erregen! So sehr sich auch der Vorsitzende der Partei bemüht, mit kommunikativen Tricks die Menschen der Kirche zu tangieren (u. a. mit seiner Gegenwart am Tag der Heiligen Drei Könige in Piräus), die Schriften und das Programm der SYRIZA zeigen genau das Gegenteil.

Aufzeigend ist, dass der gegenständlich zuständige Tasos Kourakis bei der Konferenz „Kirche und Linke“ auf die offiziellste Weise die geheime Agenda erklärt hat, welche die amtierende Opposition jetzt versteckt.

Die „geheime“ Agenda der SYRIZA …..

Neben den beständigen Positionen bezüglich einer notwendigen Trennung zwischen Staat und Kirch hat Herr Kourakis die Erhebung einer speziellen Steuer von allen Bürgern angekündigt, die bei der Abgabe ihrer Steuererklärung angeben, orthodoxe Christen zu sein, welche Steuer dann an die Kirche abgeführt werden wird. „In diesem Fall muss den Bürgern absolut klar sein, dass die Erklärung, orthodoxe Christen zu sein, die Erhebung dieser Steuer impliziert„, führte damals Herr Kourakis an.

Diese Steuer hat jedoch im Grunde einen anderen „dunklen“ Zweck, nämlich die Besoldung der Geistlichen durch den Staat abzuschaffen und die kirchlichen Einrichtungen in juristische Personen des privaten Rechts umzuwandeln! Somit wird (auf Basis dessen, wofür sich die SYRIZA einsetzt) die Besoldung aus der konkreten Steuer-Abzocke finanziert werden, die (nur) von den Christen erhoben wird.

Interesse weisen aber auch die von Zeit zu Zeit von Komponenten und einzelnen Funktionären erfolgten Vorschläge auf, die heute die Zeitung „Dimokratia“ präsentiert. Darunter befinden sich:

  • Abschaffung des religiösen Eids.
  • Die Toleranz gegenüber anderen Religionen soll grundgesetzlich verankert und die religiöse Freiheit unverletzbar sein.
  • Das Fach Religion soll in der elementaren und mittleren Bildungsstufe so unterrichtet werden, dass es keinen Bekenntnischarakter hat, sondern sein Stoff eine Einführung in die Geschichte, Soziologie und Dogmatik aller Religionen umfasst.
  • Rückgabe des großen kirchlichen und klösterlichen Immobilienvermögens an den Staat und seine Überlassung an Besitzlose und für die öffentliche Nutzung, und schließlich:
  • Die Einkommen der kirchlichen Verbände und Organisationen aus Geschäftsaktivitäten, Wertpapieren und Verwertung von Immobilien sollen regulär besteuert werden.

Westthrakien-Türken und religiöse Minoritäten

Das zweite Thema, das den griechischen Bürgern, aber auch unserem Erzfeind, den Türken, unter den Nägeln brennt, ist das Minderheitsthema (Anmerkung: gemeint sind die sogenannten Westthrakien-Türken bzw. muslimischen Griechen). Wie bekannt ist, stellt Thrakien für unser Land ein chronische Problem dar, mit dem Druck von Seite der türkischen Regierung und den unterirdischen „Aktionen“ des türkischen Konsulats in der Region als gegeben. Mit dem, was wiederum die SYRIZA zu realisieren beabsichtigt, wird es praktisch sein, als ob die Region den Gelüsten des Tayyip Erdogan „übergeben“ wird. Spezieller umfasst das Programm der Partei in Zusammenhang mit der Bildung der thrakischen Minorität:

  • Das Recht der Minorität auf Schaffung zweisprachiger Kindergärten.
  • Schaffung einer Pädagogischen Abteilung für die Türkische Sprache an den Universitäten Athen, Thessaloniki und der Aristoteles-Universität in Thessaloniki, nebst der parallelen freien Verwendung der türkischen Sprache bei allen Veranstaltungen.
  • Abschaffung des Religionslehrer-Gesetzes und Recht auf Wahl eines Muftis.
  • Schließung der beiden Theologieschulen und ihre Umwandlung in Fachgymnasien (EPAL).
  • Einstellung von Türkisch-Lehrern für moslemische türkische Schüler in Athen!

Zur selben Stunde noch gefährlicher sind die Positionen der SYRIZA in Zusammenhang mit den religiösen Minderheiten. Die SYRIZA verspricht in letzter Zeit die Abschaffung des obligatorischen Morgengebets (das nebenbei angemerkt nicht obligatorisch ist, sofern ein Schüler erklärt, kein Christ zu sein), die Abschaffung des heutigen Religionsunterrichts und dessen Substituierung durch ein Fach „Religionsphilosophie“. Und schließlich die Etablierung der obligatorischen standesamtlichen Eheschließung für alle Bürger zusammen mit der kirchlichen Trauung. In einem globaleren Rahmen hat die Koumoundourou bezüglich der Minorität zugesagt, dass auf dem gesamten privaten und öffentlichen Sektor das Recht auf freie Verwendung der Sprache, also entweder der griechischen oder türkischen, bestehen wird.

Parallel schlagen Alexis Tsipras und die Mitglieder seines Stabs vor:

  • Die Abschaffung der Zuständigkeit des Außenministeriums und des Nachrichtendienstes (EYP) für sich auf die Minorität beziehende Themen und Übertragung der einschlägigen Zuständigkeiten an das Innenministerium.
  • Direkte und von Rechts wegen erfolgende Wiedererteilung der griechischen Staatsangehörigkeit an alle, die diese mit Artikel 190 der Verordnung verloren.
  • Erteilung von Besitztiteln für Felder und Wohnhäuser an Bergbewohner.

Es ist folglich mehr als sonnenklar, dass die SYRIZA – hauptsächlich – Thrakien in große Abenteuer stürzen wird, wobei sich die Nachbarn die Hände reiben. Außerdem kann es ab dem Moment, wo sie sich (mit Bekanntmachungen von Jugendorganisationen, lokalen Faktoren oder lokalen Parteiorganisationen) für Positionen einsetzt, welche die griechische Souveränität in Zweifel stellen und in heiklen Themen der nationalen und grundgesetzlichen Positionen Griechenlands als „Trojanische Pferde“ fungieren, keine unterschiedliche Entwicklung geben!

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. Rudi
    24. Januar 2015, 07:46 | #1

    Die SYRIZA wird mir immer sympathischer!

  2. pyramis
    24. Januar 2015, 13:20 | #2

    Das ist eine fundamentale Frage. Es gibt keine Kriege wegen der Religion, es ist ausnahmslos immer die territoriale Beanspruchung mit diesem Vorwand. Deshalb ist dieses Thema für die Zukunft Griechenlands existenziell.

  3. wildkatze
    24. Januar 2015, 20:00 | #3

    ich drücke syriza die daumen. all die aufgelisteten punkte gehören doch einfach zu einem modernen staat. es entsetzt mich, dass all das in griechenland bis heute nicht realität ist. da glaubt man sich ja ins finsterste mittelalter zurück versetzt. es wird zeit für syriza!

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