Der neue Kolonialismus in Griechenland

1. Dezember 2014 / Aufrufe: 1.501

Die Anerkennung der Möglichkeit zur Bedienung der nicht tragfähigen Verschuldung Griechenlands stellt die Akzeptanz des Status der Schuldenkolonie für das Land dar.

In anderen älteren Epochen trafen „Regenten“, Gouverneure und Amtsträger aus der Metropole ein um die primitiven Ureinwohner zu regieren, ihnen ihren Fortschritt zu bringen und ihren Reichtum auszusaugen.

Wie aus dem griechischen Beispiel inzwischen klar zu werden beginnt, erfolgt dagegen heutzutage die Kolonialverwaltung hauptsächlich durch das bereitwillige inländische politische Personal.

Die Schuldenkolonie Griechenland wird von Marionetten verwaltet

Diese bereitwilligen Helfer platzierten Griechenland im Schraubstock der Memoranden und Kreditvereinbarungen, sorgten dafür, die Forderungen der Gläubiger in das inländische Recht zu integrieren, und üben seit 2010 bis heute die Verwaltung als Stellvertreter ausländischer Interessen aus und verwandelten das Land dabei in eine Schuldenkolonie, wo:

  • ein riesiger Reservoir billiger Arbeitskräfte geschaffen wurde,
  • allgemein die Werte gesenkt wurden, die den in- und ausländischen Krähen erlauben werden, alles an sich zu reißen, was Wert und Aussicht auf Gewinn hat,
  • die Zügellosigkeit des Chefs entfesselt wurde, der seine Arbeit legal umsonst erledigen lassen kann,
  • zur Bedienung der Verschuldung der Mechanismus für den Aderlass des öffentlichen und privaten Vermögens geschaffen wurde.

In der griechischen (Schulden-) Kolonie hat die gewählte Regierung die Rolle der Marionette und existiert einzig und allein, um die Beschlüsse der Gläubiger zu legalisieren und umzusetzen:

  • für wie viel, an wen und was verscherbelt werden wird,
  • wie viel von dem produzierten Reichtum an die Gläubiger zurückgegeben werden wird,
  • zu welchem Anteil und in welchem Grad die griechische Gesellschaft mit der Streichung der sozialen Aufwendungen ausgegrenzt werden wird.

Die Grundaufgabe und Hauptpflicht der gewählten griechischen Regierung ist jedoch, für die Erhaltung und Verewigung des Status der Schuldenkolonie des Landes Sorge zu tragen. In diesem Aufgabenrahmen hören wir die heutigen, aber auch ehrgeizigen kommenden herrschenden Kreise der Tragfähigkeit und Bedienung der griechischen Verschuldung die Treue schwören, und zwar genau im selben Moment, wo etwas solches mit keiner Arithmetik und Berechnung möglich ist. Sogar auch nicht, wenn die Gesamtheit des griechischen Volkes für das kommende Jahrhundert verelendet werden wird … .

Diese Anerkennung der Möglichkeit zur Bedienung einer mittels keiner mathematischen Berechnung der Welt tragbar werdenden Verschuldung durch die – abtretenden, aber auch kommenden – Politiker ist die Akzeptanz des Status der Schuldenkolonie für das Land.

(Quelle: To Pontiki, Autor: Dimitris Milakas)

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  1. H.Bosse
    1. Dezember 2014, 14:33 | #1

    Von was für einem Traum ist der Autor hier ausgegangen? Die Wirklichkeit in der kapitalistischen Welt ist doch eine ganz andere. Jedes Land in der Eurozone kann sich als Kolonie bezeichnen. Aber das wollen wir doch. Jeder muss seine Hausaufgaben erfüllen und kann er das nicht alleine werden Regeln und Maßnahmen von der Gemeinschaft erstellt. Mit solchen Äußerungen schadet der Verfasser und macht negative Stimmung im Volk.

  2. claude
    1. Dezember 2014, 17:20 | #2

    Negative Stimmung?! Weil Tatsachen bzw.Fakten erwähnt werden?!

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