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Bombe fälliger Steuerschulden in Griechenland

Bombe fälliger Steuerschulden in Griechenland

20. September 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.252

Die fälligen Steuerschulden an den Fiskus in Griechenland steigen mit einem Rhythmus von monatlich über 1 Milliarde Euro im an.

Das riesige „Reservoir“ der fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus in Griechenland schwillt Monat um Monat an. Im August 2014 verzeichneten die fälligen Schulden einen neuen Rekord, da sie insgesamt 69,24 Mrd. Euro erreichten.

Allein im vergangenen Monat ließen die Steuerpflichtigen fällige Steuern an das Finanzamt in Höhe von 1,4 Mrd. Euro unbezahlt, während seit Anfang des Jahres und bis Ende August 2014 die „frischen“ fälligen Verbindlichkeiten auf 8,654 Mrd. Euro hochgeschnellt sind.

Jeden Monat über 1 Mrd. € neuer fälliger Verbindlichkeiten

Die jeden Monat unbezahlt bleibenden Steuern übersteigen also im Durchschnitt 1 Mrd. Euro und im Finanzministerium wird eine neue Explosion der fälligen Verbindlichkeiten im September befürchtet, da Ende des Monats mehr als 6 Mio. Steuerpflichtige aufgefordert sind, zwei Steuern auf einmal zu zahlen (nämlich erste Rate der Immobiliensteuer / ENFIA und die zweite Rate der Einkommensteuer).

Konkreter zeigen die Daten des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen:

  • Die in dem Zeitraum Januar – August 2014 entstandenen „frischen“ fälligen Verbindlichkeiten erreichten 8,654 Mrd. Euro, was zeigt, dass die Steuerpflichtigen jeden Monat im Durchschnitt Steuern von über 1 Mrd. Euro unbezahlt lassen.
  • Die Summe der fälligen Verbindlichkeiten (alter bis Ende 2013 und neuer seit Anfang 2013) erreicht 69,24 Mrd. Euro, wovon 16,63 Mrd. Euro seit Anfang 2013 entstanden.
  • Die Massenpfändungen von Bankkonten, Löhnen, Mieten, Zahlungen an Lieferanten usw. wegen Schulden an den Fiskus sowie auch die strafrechtlichen Verfolgungen hauptsächlich großer Schuldner bringen „warmes“ Geld in die öffentlichen Kassen. Spezieller gestalteten sich die Einnahmen, die der Fiskus aus den fälligen Schulden in den acht Monaten des laufenden Jahres beitrieb, auf 2,384 Mrd. Euro, davon 1,238 Mrd. Euro aus den alten – also bis zum 31 Dezember 2013 fällig gewordenen – und 1,146 Mrd. Euro aus den neuen fälligen Verbindlichkeiten.
    Parallel sind Schulden in Höhe von insgesamt 803 Mio. Euro gestrichen worden.

Kontrollen und Steuerprüfungen

Auf Ebene der Kontrollen geht aus den Daten hervor, dass bis Ende August 2014 das „Zentrum für Kontrolle Steuerpflichtiger mit großem Reichtum“ (KEFOMEP) 512 Steuerprüfungen bei Steuerpflichtigen mit großem wirtschaftlichen Wohlstand vollendet hat und Steuern und Geldstrafen in Höhe von 184,1 Mio. Euro feststellte, wobei 46,8 Mio. Euro bzw. 25,4% der festgestellten Beträge beigetrieben wurden.

Gemäß den Zielvorgaben der Troika bzw. des Memorandums müssen bis Ende des Jahres 2014 insgesamt 720 Prüfungen bei Steuerpflichtigen mit großem Reichtum abgeschlossen und 50% der festgestellten Beträge beigetrieben worden sein.

Parallel wurden in dem selben Zeitraum 250 Steuerprüfungen bei großen Unternehmen abgeschlossen und die festgestellten Steuern und Geldstrafen gestalteten sich auf 436,23 Mio. Euro, von denen 144,19 Mio. Euro bzw. 33,05% beigetrieben worden sind.

(Quelle: Imerisia, Autorin: Maria Vourgana)

Relevante Beiträge:

  1. VD
    20. September 2014, 13:50 | #1

    Wer da immer noch an die andauernden mantra-artigen Verlautbarungen der derzeitigen grc Regierung unter SAMARAS glaubt, dass es GRC geschafft hätte und über dem Berg wäre, kann leider nicht mehr geholfen werden. Mit den „Rezepten“ der Troika hat man GRC den Boden der Wirtschaft entzogen. Der war eben, dass die Griechen ihr verdientes Geld auch wieder ausgeben. Der Mittelstand ist zerstört. Und trotz der schönen Zahlen im Tourismus in 2014 wird es m.M. auch nicht ausreichen. GRC wird es leider bald „zerreißen“. Da frage ich mich, ob eine geordnete Insolvenz, ganz am Anfang der Krise, nicht besser gewesen wäre. Dann hätte GRC schon das Schlimmste hinter sich. Aber keine Sorge, ALLE anderen EU-Länder werden GRC bald folgen, so lange an dem EUR festgehalten wird.

  2. 241
    23. September 2014, 09:15 | #2

    selbstverstaendlich wachsen die steuerschulden der griechen.
    meinem schwiegervater werden nun 2000 euro grundsteuer fuer seine olivenhaine berechnet, bei einer pension von 500 euro und einem jaehrlichen ertrag von ca 200 l olivenoel. jeder der rechnen kann findet die antwort selbst wie es nun dem zerstoerten mittelstand in gr geht u warum die leute die steuern nicht mehr zahlen koennen.

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