Troika genehmigt Strompreiserhöhung für Ferienwohnungen in Griechenland

24. Juli 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.248

Die Troika hat die neuen Tarife der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland genehmigt, die zu Preiserhöhungen für private Kleinverbraucher führen.

Die Troika genehmigte die neuen Tarife der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI), die rückwirkend ab dem 01 Juli 2014 in Kraft treten werden und sich auf die Senkung der gewerblichen Tarife und die Erhöhung bzw. wahrscheinlich die Abschaffung der billigen Tarifstufe für Stromverbräuche von 0 – 800 kwh / Quartal, was hauptsächlich die Ferienwohnungen treffen wird.

Die Maßnahme wird in Umsetzung der Bestimmungen des Memorandums bezüglich der Abschaffung der Kreuzsubventionierung bei Stromtarifen umgesetzt, welche Praxis mit den europäischen Verordnungen kollidiert. In diesem Rahmen werden die teureren gewerblichen Niederspannungs-Tarife gesenkt, die sich auf Läden, Büros und verschiedene sonstige Handelsaktivitäten beziehen.

Höhere Rechnungen für private Kleinverbraucher

Ungefähr 1,2 Millionen Haushalte, deren Verbrauch 800 kwh pro Quartal nicht übersteigt, werden ihre Rechnungen um 5 bis 7 Euro pro Quartal steigen sehen, da der in dieser Verbrauchsstufe bisher geltende billigere Kilowattstundenpreis gestrichen wird und der höhere Tarif für einen Verbrauch von bis zu 2.000 kwh pro Quartal zur Anwendung kommt.

Von diesen 1,2 Millionen Anschlüssen mit niedrigen Verbräuchen beziehen sich rund 400.000 auf leer stehende Gebäude, Wohnungen oder Ladenlokale. Ein großer Teil bezieht sich jedoch auch auf Ferienwohnungen, die während der meisten Monate des Jahres nicht genutzt werden und somit überhaupt keine oder sehr niedrige Verbräuche aufweisen, ein anderer Teil ist in den sogenannte Sozialtarif (KOT) aufgenommen worden und ein weiterer Teil bezieht sich auf kleine Wohnungen, in denen einzelne Personen, Studenten usw. wohnen.  Es sie angemerkt, dass in den sogenannten Sozialtarif, der (für Verbräuche bis zu 1.600 kwh pro Quartal) reduzierte Tarife bietet, über 550.000 Anschlüsse aufgenommen worden sind, die sich jedoch nicht alle auf niedrige Verbräuche beziehen.

Die dritte Kategorie von Verbrauchern, die ihre Rechnungen steigen sehen werden, sind die Landwirte – allerdings nicht sofort, sondern wegen des gewährten Aufschubs erst gegen Ende 2015. Es wird eine Bereinigung des Registers der (hauptberuflichen) Landwirte vorausgehen und möglicherweise auch der Einsatz sogenannter „intelligenter Stromzähler“ vorgesehen werden.

Neue Strompreiserhöhungen ab September 2014

Die DEI plant auch neue Erhöhungen bei allen Tarifen ab dem kommenden September (2014). Diese Preiserhöhung wird sich infolge des Beschlusses der Energie-Regulierungsbehörde (RAE) bezüglich der Anhebung (der Tarife) für die sogenannten gemeinnützigen Leistungen ergeben.

Die zweite Rate der Tariferhöhungen hat also mit der Anhebung der mittels der Stromrechnungen bezahlten sogenannten gemeinnützigen Dienstleistungen (YKO) zu tun, die sich auf die Subventionierung der Kosten der Stromversorgung nicht an das Verbundnetz angeschlossener Inseln, aber auch den sogenannten „Sozialtarif“ beziehen.

Die Kosten der YKO wurden mit jüngst erfolgten Beschlüssen der RAE auf ein Niveau von jährlich 850 Mio. Euro veranschlagt, was laut dem dem Verband der industriellen Energieverbraucher (EVIKEN) bedeutet, dass 2014 die Gesamtheit der Konsumenten im Verhältnis zu den Belastungen des Jahres 2013 mit einem Betrag in der Größenordnung von 180 Mio. Euro belastet werden wird, was einer Preiserhöhung von 25% entspricht.

Diese Erhöhung betrifft nicht nur eine gewisse Kategorie, sondern die Gesamtheit der rund 7,5 Millionen Verbraucher der DEI (oder alternativer Anbieter), und summiert sich zu den letzten Erhöhungen, welche die sogenannten „Kleintarife“ speziell auch für Ferienwohnungen mit Beträgen von durchschnittlich 4 bis zu 15 Euro belasten.

(Quellen: Voria.gr, dikaiologitika.gr)

Kommentare sind geschlossen