Fiskus in Griechenland schuldet Privatsektor fast 5 Mrd Euro

8. Mai 2014 / Aufrufe: 553

In krassem Widerspruch zu dem bejubelten Primärüberschuss in Griechenland schuldet der Staat dem privaten Sektor fast 5 Milliarden Euro.

Die fälligen Verbindlichkeiten des griechischen Fiskus an den privaten Sektor verzeichneten erneut einen Anstieg und erreichten im März 2014 die Höhe von insgesamt 4,740 Mrd. Euro, gegenüber 4,637 Mrd. Euro im Februar 2014.

Dies geht aus den Daten über den Verlauf der wirtschaftlichen Größen der Zentralregierung im März 2014 hervor.

Löwenanteil der Schulden rührt aus dem Gesundheitssystem her

Gemäß den  in Rede stehenden Angaben rühren – auf den Gesamtbetrag der fälligen Verbindlichkeiten bezogen – der größte Teil in Höhe von 2,925 Mrd. Euro von den Sozialversicherungsträgern und davon wiederum 1,886 Mrd. Euro von dem Nationalen Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) her.

Die öffentlichen Krankenhäuser schulden dem privaten Sektor 885 Mio. Euro, während sonstige juristische Personen des öffentlichen Rechts dem Privatsektor fällige Verbindlichkeiten in Höhe von 227 Mio. Euro schulden. Die Träger der lokalen Selbstverwaltung stehen bei den „Privaten“ mit 461 Mio. Euro in der Kreide und die fälligen Verbindlichkeiten der Ministerien belaufen sich auf 242 Mio. Euro.

Weiter wird angemerkt, dass die anhängigen Steuerrückzahlungen (aus Erstattungen der Mehrwertsteuer, Einkommensteuerrückzahlungen usw.) sich auf 459 Mio. Euro belaufen.

(Quelle: To Pontiki)

Relevante Beiträge:

  1. GR-Block
    8. Mai 2014, 18:12 | #1

    Die Rückzahlung dieser 5 Mrd. € Schulden an die Privatwirtschaft, aber auch an die Steuerzahler kann zwar noch hinausgezögert werden, wird aber früher oder später fällig, wenn die Regierung hier nicht einen Schnitt macht. Das ist quasi ein verstecktes Memorandum. D.h. das Problem wird nach der nächsten Wahl der SYRIZA am Hals haben und sich damit den Zorn der Menschen zuziehen.

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