Success Story Griechenlands in einem einzigen Bericht

5. März 2014 / Aufrufe: 2.654

Der Jahresbericht 2013 der Griechischen Bank offenbart das Ausmaß der Katastrophe der Memorandums-Politik für die Bürger und die Wirtschaft des Landes.

Ein vernichtender Report über die vier Jahre des Memorandums ist der Jahresbericht der Griechischen Bank, der auf klarste Weise die Katastrophe wiedergibt, die in der griechischen Wirtschaft stattgefunden hat. Die Fakten sind ein unerschütterlicher Zeuge der finsteren Realität, die das Land unter dem Joch der Troikaner durchlebt, wobei alle letzten Regierungen schwerste Verantwortung für ihre Beschlüsse tragen.

Obwohl der Direktor der Griechischen Bank eine Note des Optimismus verbreiten wollte, indem er – natürlich ohne sich auf konkrete Zahlen zu beziehen – meinte, in diesem Jahr werde es ein Wachstum geben und die Arbeitslosigkeit sinken, stellt die Tatsache, dass die Bürger, die sich am Rand der Armut befinden, fast 3.800.000 Personen zählen, für sich allein ein schockierendes Fakt dar.

Die Basisgrößen

Und als ob all das bisherige Leid des Memorandums nicht reichen würde, schätzt die Griechische Bank ein, dass die durchschnittlichen Bezüge auch in diesem Jahr sinken werden, und zwar vermutlich um 1,5%. Lassen wir uns jedoch die Fakten betrachten … .

Spezieller wird in dem Bericht angemerkt:

  • In den vier Jahren 2010 – 2013 belief die Rezession sich auf insgesamt 20,4%.
  • Der Rückgang des verfügbaren Einkommens beträgt mehr als 30%. Es ist anzumerken wert, dass diese Schrumpfung die größte in der Nachkriegszeit in den Ländern der OECD ist.
  • Der private Konsum sank in stabilen Preisen um ungefähr 20%, beruhend auf:
    1. Senkung der Gehälter des öffentlichen Sektors und der Erhöhung der Steuern,
    2. Reduzierung der Anzahl der Beschäftigten,
    3. Rückgang der Bezüge auf dem privaten Sektor,
    4. Einschränkung des Einkommens aus Vermögenswerten.
  • Die Ausgaben für Investitionen gingen in den vier Jahren 2010 – 2013 um 51% zurück. Die Unternehmen führen den Rückgang der Investitionen auf die hohe Besteuerung, die allgemeine Ungewissheit und die Kapitalknappheit zurück.

Arbeitslosigkeit und Unternehmensschließungen

Zur selben Stunde sind die Kosten als Verlust an Arbeitsplätzen ausgedrückt ungeheuer. Zwischen 2009 – 2013 gingen 904.200 Arbeitsplätze verloren (-19,9%). Gemäß den Daten der IKA stellten ungefähr 75.600 Unternehmen (30% der Unternehmen) ihre Aktivität ein. die am meisten betroffenen Berufsgruppen sind: ungelernte Arbeiter, Verkäufer, Maschinenführer und Bürokräfte.

Löhne im Sturzflug

Zwischen 2010 – 2013 sanken die realen durchschnittlichen Bruttobezüge summarisch um 25,2% und die Mindestbezüge um 19,9%. Die Prognose der Griechischen Bank ist, dass 2013 die durchschnittlichen Bezüge um 7,4% und 2014 um 1,5% sanken bzw. sinken werden.

Grenzenlose Armut

Der Anteil der Bevölkerung Griechenlands, die entweder von Armut bedroht ist oder sich im Zustand der sozialen Ausgrenzung befindet (Personen, die unter materiellen Entbehrungen leben, oder Haushalte mit niedriger Arbeitsintensivität), belief sich 2012 auf 34,6% (3.795.100 Personen) und liegt über der EU-28 (25,1%).

Wie aus den verfügbaren Daten hervorgeht, stiegen für Griechenland alle Indizes der Gefahr relativer Armut während der ersten drei Jahre der gegenwärtigen Krise signifikant an. Tatsächlich nahm der Anteil der relativen Armut um 17,3% zu, die Kluft der Armut wuchs um 24,1% an und die Gefahr der Armut oder der gesellschaftlichen Ausgrenzung stieg um 25,4% an (Vergleiche 2008 – 2011). „Ausbluten“ der Bankguthaben

In den 33 Monaten, die seit dem Ausbruch der volkswirtschaftlichen Krise (Ende Oktober 2009) bis Juni 2012 verstrichen, erreichte der Netto-Abfluss aus der Gesamtheit der Guthaben 111 Mrd. Euro. 2013 wurden wieder Guthaben-Abflüsse verzeichnet, die jedoch im Durchschnitt eine sehr viel geringere Größe (monatlich 600 Mio. Euro) hatten als die Abflüsse während der Periode ab dem Ausbruch der Krise bis Mitte 2012 (4 Mrd. Euro), und erhöhten die Summe auf 117 Mrd. Euro.

Explosion der „roten“ Kredite

Bei der Regierung wurde „Alarm“ ausgelöst, da die „roten“ Kredite mit schnellsten Rhythmen zunehmen, während gemäß Einschätzungen von Marktfaktoren erwartet wird, dass die „leistungsgestörten“ Kredite Ende des Jahres ein Volumen von 80 Mrd. Euro erreicht haben werden.

Wie aus dem Bericht der Griechischen Bank hervorgeht, haben die problematischen Kredite sich innerhalb der letzten fünf Jahre versechsfacht. Im September 2013 wurde fast einer von drei Krediten (31,2% bzw. 70 Mrd. Euro) nicht bedient, gegenüber 5,1% im Dezember 2008.

SYRIZA: Griechische Bank gratuliert der Regierung

Der Jahresbericht der Griechischen Bank bewegt sich innerhalb der selben Logik der bedingungslosen Hingabe an das Memorandum. Er bezieht sich auf ’strukturelle Änderungen‘ der Periode 2010 – 2013, die ’seit Jahrzehnten notwendig waren‘. Anders gesagt, der Direktor der Griechischen Bank gratuliert der Regierung„, lautet es in einer Bekanntmachung der SYRIZA.

(Quelle: Avgi)

  1. Petra
    5. März 2014, 07:47 | #1

    Es ist höchste Zeit das wir die Kinder wieder nach Hause holen und ihnen Neue Chancen geben sich zu verwirklichen. Arbeitsplätze schaffen und endlich damit anfangen etwas zu produzieren. Die Konsumwirtschaft hat uns hier her gebracht wo wir sind.
    Jede Firma die pleite ist fängt zuerst mit Personalabbau und Optimierung der Leistung an. Ständig über die Schuldfrage zu diskutieren bringt keine Arbeitsplätze. Also Beamtenabbau, Steuersenkung, Fundament für die Wirtschaft schaffen.

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