Schockierende Pfändungs-Welle in Griechenland

16. März 2014 / Aufrufe: 8.822
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Angst und Schrecken rufen in Griechenland die Angaben über die Zwangsmaßnahmen des Finanzministeriums zu Lasten hunderttausender Schuldner des Fiskus hervor.

Laut einer Reportage der „Zeitung der Redakteure“ ist das griechische Finanzamt an einem Punkt angelangt, 160 Pfändungen pro Stunde zu realisieren, indem es im Alleingang auf den Bankkonten Steuerpflichtiger aufgefundene Gelder „abhebt“ um damit die ihm geschuldeten Verbindlichkeiten „auszugleichen“. Die automatischen Abbuchen erfolgen von 08:00 Uhr bis 13:30 Uhr, und der Rhythmus, mit dem sie erfolgen, ist geradezu stürmisch.

Aus den selben Angaben geht hervor, dass die Finanzämter im ganzen Land an jedem Werktag im Durchschnitt ungefähr 700 Pfändungen durchführen, indem sie intensiven Gebrauch von ihrer genau zu diesem Zweck geschaffenen elektronischen „Waffe“ machen.

Pfändungen haben sich innerhalb eines Jahres verdreifacht

Charakteristisch ist, dass die Pfändungen „in Händen Dritter“ sich innerhalb eines Jahres verdreifacht haben und im Januar 2014 insgesamt 17.365 Fälle erreichten, gegenüber 5.871 vor 12 Monaten. Diesem „Ungewitter“ entgingen auch nicht einmal die Steuerpflichtigen, die bezüglich ihrer Verbindlichkeiten zu Zahlungsvereinbarungen mit dem Finanzamt geschritten waren und im weiteren Verlauf mit einigen Raten der Regelung in Rückstand gerieten.

Besonders beeindruckend sind auch die Ergebnisse aus dem Bereich der Zwangsversteigerungen. Allein im Januar 2014 brachten die Steuerbehörden 1.392 Wohnungen und Grundstücke unter den Hammer, was bedeutet, dass die Rechtsabteilungen der Finanzämter täglich ungefähr 56 Immobilien wegen anhängiger Verbindlichkeiten konfiszieren.

Aus den Angaben des Finanzministeriums geht weiter hervor, dass im Januar 2014 die Steuerbehörden zu Lasten 1.443 Steuerpflichtiger die Strafverfolgung bestellt haben, gegenüber 1.350 Personen, die im Januar 2013 inhaftiert wurden. Eine „Explosion“ verzeichneten ebenfalls die Bestellungen von Zwangspfändungen, da das Ministerium 3.189 Steuerzahler (gegenüber 2.320 vor einem Jahr) ins Visier genommen hat, weil sie die Steuern und Abzocken des Memorandums nicht entrichteten.

(Quelle: To Pontiki)

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  1. omnipraesent
    16. März 2014, 17:16 | #1

    Wie lange lassen sich die Griechen noch diesen ganzen Irrsinn gefallen? Fuer mich ist dieser Zustand wie die Buerger von ihrer verlogenen ReGIERung dransaliert und gegaengelt werden, ohne Gegenwehr unverstaendlich. Ich kann mir nur vorstellen, dass die Griechen keinen Zugang zu Telekommunikalen Techniken haben, sonst wueden sie sehen was in der Welt vor sich geht. Wehrt euch endlich.

  2. BravoZulu
    16. März 2014, 19:13 | #2

    Hier sieht man wie hilflos die armen Bürger Griechenlands ihrem Finanzministerium, das sich seit 2003 nicht an die Vorgaben der Haushaltspläne gehalten hat und das Geld verprasst oder in die eigene Tasche gesteckt und damit den Staatsbankrott 2009 herbeigeführt hat, nunmehr dieses Geld bei den kleinen Leuten eintreibt. Diese Finanzbeamten sollten von den Bürgern aus ihrem Ämtern auf die Straße getrieben und daran gehindert werden, diese ungerechte Geldeintreiberei fortzusetzen.

  3. GR-Block
    16. März 2014, 20:47 | #3

    BravoZulu :
    … Diese Finanzbeamten sollten von den Bürgern aus ihrem Ämtern auf die Straße getrieben und daran gehindert werden, diese ungerechte Geldeintreiberei fortzusetzen.

    Das hatten die Bürger vor 5 Jahren auf dem Syntagma-Platz versucht. Damals waren sie nicht hilflos, deshalb gefährlich. Als es für die EURO-Lobbyisten kritisch wurde, stand unerwartet die gesamte EU auf und hetzte mit Beleidigungen und Bedrohungen gegen das griechische Volk, um von ihren Athener Lobbyisten abzulenken. Leider hatte das am Ende geklappt. Viel zu spät haben dann die aufgehetzten Europäer erkannt, dass sie eigentlich für korrupte EURO-Lobbyisten und für die Übernahme der „griechischen“ Schulden gegen das Volk gekämpft hatten.

  4. hans
    16. März 2014, 21:25 | #4

    hmm, anscheinend sind nicht nur die dummdeutschen wachkoma michel so bescheuert, um sich alles gefallen zu lassen! ich hab ausser meinem leben nix zu verlieren, wie jeder andere auch, aber der sachbearbeiter, der mir mein konto räumen oder mein haus versteigern würde, hätte damit die gleiche lebenserwartung wie ich, nämlich nur noch wenige stunden! wann begreifen die personen (nicht menschen, das ist staatsrechtlich was anderes) endlich, dass der feind überall die faschistischen volksverräter sind!

  5. O2
    16. März 2014, 22:21 | #5

    Wer keine Kohle mehr hat, der muss halt dran glauben.

  6. Der Eidgenosse
    17. März 2014, 11:17 | #6

    Das ist auch exakt der Grund, warum die kriminelle Elite das Bargeld um jeden Preis abschaffen will. Niemand soll mehr in der Lage sein, sein Geld vor dem Zugriff durch eine kriminelle Regierung oder durch die Bank selbst zu schützen. Früher gab es noch Bankräuber, heute sind die Banker selbst die Bankräuber. Das Sparguthaben des Bürgers wurde zum Selbstbedienungsladen einer offensichtlich geisteskranken Elite gemacht, und einer der elementarsten Grundpfeiler der bürgerlichen Gesellschaft, auch Eigentumsrechte genannt, wird gnadenlos den Orkus runter gespült.
    Leute, wehrt Euch endlich gegen diesen Wahnsinn, löst Eure Konten auf und geht endlich in Sachwerte – es ist fünf vor zwölf. Wenn es überhaupt etwas gibt, das die griechische Wirtschaft retten kann, dann ist es eine starke Kaufkraft der Griechen, und gerade jene wird durch diesen irrationalen Pfändungswahn irreversibel beschädigt. Fast könnte man glauben, gewisse Kräfte wollten einen Aufschwung der griechischen Wirtschaft um jeden Preis verhindern. Wenn ich Griechenland vernichten wollte, dann würde ich es jedenfalls genau so machen. Griechenland hätte schon vor Jahren Bankrott erklären müssen, um so einen Neustart zu ermöglichen, genau wie in Island, was sich dort ja sehr bewährt hat. Aber gewisse Kreise wollen entweder Griechenland vorsätzlich vernichten, oder sind nicht bereit finanzielle Verluste hinzunehmen, und lassen so ihre Gier ein schönes Land zugrunde richten.
    Man mag auch den Griechen einiges vorwerfen, aber jedenfalls hatte es in Griechenland kein solches Desaster gegeben, als die Griechen noch ihre gute alte Drachme hatten und noch nicht in dieser kranken EU waren. Was ist los mit Euch Griechen, geht endlich raus aus dieser elenden EU und verlangt Eure gute alte Währung zurück. Wir Eidgenossen werden Euch dann gerne bei einem Neustart helfen, indem wir mehr Eurer Produkte importieren und indem wir öfters bei Euch in die Ferien reisen. Das jetzige Chaos bei auch hat Euer schönes Land nämlich auch noch als Ferienziel beeinträchtigt.
    Gruss aus der Schweiz und viel Glück und Mut für eine bessere Zukunft.

  7. Claus
    17. März 2014, 13:55 | #7

    Nicht zu glauben , was sich hier unter den Augen der Europäer abspielt und davon in den Lügenmedien keine Rede ist. Ist das der Testlauf für die übrigen EU Staaten. Will man so die Verarmung der Bevölkerung vorantreiben zugungsten der Banken und Konzerne. Hier schafft man Tatsachen für die weitere Ausbeutung einer immer mehr verarmenden GEsellschaft. Einher damit gehen Lohndumping und präkäre Beschäftigungsverhältnisse. Man muss sich eben immer fragen, wer davon profitiert.

  8. Franziska Horn
    17. März 2014, 18:13 | #8

    Ich lebe in Greece, es ist ein Trauerspiel für die Kleinen, kein Geld. keine Arbeit. keine Perspektive. Die Kinder dieses Landes haben keine Aussicht auf einen vernünftigen Ausbildungsplatz. Wie soll das weiter gehen wie hört das auf? Niemand weis eine Lösung,
    es ist kaum auszuhalten, diese Korrupten hinterhältigen Politiker gehören in einen Sack und ab in’s Meer auf nimmer wiedersehn. Doch denke ich, dass da schon die nächsten in den Startlöchern stehen und die Sch…. geht von vorne los … es gibt keine Lösung.

  9. Rodi
    18. März 2014, 06:42 | #9

    Alles hat mindestens zwei Seiten. Steuern ergeben sich meist aus Einkommen, Gewinnen und Umsätzen. Also muss vorher was verdient worden sein. Jeder, der Griechenland kennt, weiß wie in der Vergangenheit mit Rechnungen / Quittungen umgegangen worden ist. Jeder weiß, wie Angestellte bezahlt und Versicherungen abgeführt wurden. Alle wissen, dass es so gut wie kaum Kontrollen gab. Jetzt, wo das Geld an allen Ecken und Enden fehlt, gehen so manchem die Augen weit auf. Dass Steuern nach Gutdünken bezahlt worden sind und sich deshalb riesige Schulden aufgetürmt haben, rächt sich nun bitter. Auf der anderen Seite habe ich den Verdacht, dass mit Tekmiria und anderen Gemeinheiten Leuten in die Tasche gegriffen wird, die tatsächlich nichts haben. Wie lange kann das gut gehen?

  1. 28. März 2014, 12:06 | #1

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