Griechenland: Success Story vernichtete 2013 fast 100000 Arbeitsplätze

10. März 2014 / Aufrufe: 766

Im Rahmen der vielzitierten Success Story Griechenlands gingen allein im Jahr 2013 fast 100000 weitere Arbeitsplätze verloren.

Eine der größten Errungenschaften der griechischen Regierung Samaras stellt die Tatsache dar, dass im vergangenen Jahr Rahmen der bejubelten „Success Story“ innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten weitere 99.226 Arbeitsplätze verloren gingen, also im Jahr 2013 im Durchschnitt jeden Tag 330 Arbeitsplätze vom Markt „verschwanden“.

Und nun soll niemand eilen und meinen, in den vorherigen Jahren – sprich in den beiden ersten Jahren des Memorandums – seien die Zahlen noch „schlimmer“ gewesen … . Stellt es für eine Regierung eine Errungenschaft dar, auf einem Markt, auf dem die Arbeitslosigkeit sich bereits bei über 25% bewegt, innerhalb eines Jahres deren Anstieg auf 28% zu erzielen?

Knapp 3,4 Mio. „wirtschaftlich inaktive“ Menschen

Auf Basis der jüngsten Daten des griechischen Amts für Statistik (ELSTAT) belief die saisonal korrigierte Gesamt-Arbeitslosenquote sich im Dezember 2013 auf 27,5%, gegenüber 26,3% im Dezember 2012 und 27,6% im November 2013.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten im Dezember 2013 wird auf  3.555.034 Personen veranschlagt. Die (offiziell registrierten) Arbeitslosen zählten 1.349.495 Personen, während der Anteil der wirtschaftlich inaktiven Bevölkerung 3.388.927 Personen erreichte!

Die Wunden werden zum Wundbrand

1) Von Dezember 2012 bis einschließlich Dezember 2013 sank die Anzahl der Beschäftigten um 99.226 Personen (wobei die selbe Anzahl der von ihnen besetzten Arbeitsplätze „verschwand“, da sie nicht neu besetzt, sondern abgeschafft wurden).

2) Die Anzahl der (registrierten) Arbeitslosen nahm um 48.551 Personen zu.

2) Die Anzahl der wirtschaftlich nicht aktiven, also der Personen, die weder arbeiten noch Arbeit suchen (zu einem großen Anteil aus Enttäuschung und nicht erst nach vielen Jahren, sondern auf Basis der selben Statistik innerhalb eines Zeitraum von 3 Monaten), nahm um 47.229 Personen zu.

(Quelle: nez.gr)

Relevante Beiträge:

  1. GR-Block
    10. März 2014, 16:21 | #1

    Endlich mal eine treffende Darstellung der Arbeitsmarktsituation in GR. Es reicht nicht, wie sonst üblich, die arbeitslos gemeldeten (27,5% der sog. „aktiven“ Bevölkerung) zu zählen. Man muss auch die nichtgemeldeten nennen. Die werden ja, wie angedeudet, immer mehr.
    Wie uns die Zahlen verraten, trägt inzwischen jeder Arbeitende die Last von mehr als 3 Personen. In D sind es nur 2. Davon abgesehen ist sein Gehalt fast nur halb so groß wie in D. Macht also im Vergleich 1:6 (zur Verfügung stehende Mittel pro Person) bei unwesentlich niedrigeren Lebenserhaltungskosten.
    Kein Wunder, dass Länder wie D seit einiger Zeit Stellen für die im Süden „frei werdenden“ Fachkräfte ausschreiben. Das hilft natürlich… der eigenen Wirtschaft. Die Zurückgebliebenen (also) fachlich „nicht gebundenen“ haben dann die Aufgabe durch Waschen von Hotelhandtüchern oder Backen von LIDL-Brötchen, die Wirtschaft wieder auf die Beine zu bringen. Sollen also möglichst ihre Selbständigkeit aufgeben und den Markt europäischen Konzernen überlassen.

  2. Panhellene
    11. März 2014, 09:36 | #2

    Die Wahlen stehen vor der Tür und die jetzige Regierung muß das Aus befürchten. Da ist es „normal“ Success-Stories zu verbreiten, auch wenn diese noch so verlogen sind. Die Politiker der ND und PASOK glauben wohl noch immer, daß das griechische Volk so naiv ist, ihnen ihre Märchen abzunehmen. Nur die dümmsten Kälber …

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