Griechenland bleibt Europa-Champion bei Arbeitslosigkeit

3. Februar 2014 / Aufrufe: 704

Griechenland belegte im Oktober 2013 innerhalb sowohl der EU als auch der Eurozone erneut den traurigen Spitzenplatz bei der Arbeitslosigkeit.

Laut den am 31 Januar 2014 an die Öffentlichkeit gegebenen Daten des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) gestaltete sich in Griechenland die Arbeitslosigkeit im Oktober 2013  auf 27,8% und verzeichnete im Vergleich zum Vormonat September 2013 (27,7%) einen leichten Anstieg.

Konstant bei 12% bleibt außerdem die Arbeitslosigkeit in der Eurozone von Oktober 2013 bis Dezember 2013, während die Arbeitslosigkeit in der „EU der 28“ von 10,8% im November 2013  einen leichten Rückgang auf 10,7% im Dezember 2013 verzeichnete. Über die Arbeitslosigkeit in Griechenland in den Monaten November und Dezember 2013 liegen noch keine Daten vor.

Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland stagniert bei 60%

Im Dezember 2014 werden insgesamt 26,2 Millionen Arbeitslose in der EU und 19,01 Millionen in der Eurozone verzeichnet. Im Vergleich zu dem Vormonat sank die Anzahl der Arbeitslosen um 162.000 in der EU und um 129.000 in der Eurozone.

Die höchsten Niveaus der Arbeitslosigkeit in der EU werden in Griechenland (27,8% im Oktober 2013), Spanien (25,8%), Kroatien (18,6%) und Zypern (17,5%) verzeichnet, die niedrigsten Arbeitslosigkeitsquoten werden dagegen in Österreich (4,9%), Deutschland (5,1%) und Luxemburg (6,2%) vermerkt. Der größte Anstieg der Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres wird in Zypern (von 13,9% auf 17,5%) und in Griechenland (von 26,1% im Oktober 2012 auf 27,8% im Oktober 2013) verzeichnet.

Spezieller in Griechenland erreichte die Anzahl der Arbeitslosen im Oktober 1,388 Millionen. Die Arbeitslosenquote gestaltete sich bei den Männern auf 24,7% und bei den Frauen auf 32,1%. Ein Anstieg wurde schließlich in Griechenland auch bei der Arbeitslosenquote junger Leute (bis 25 Jahre) von 56,8% im September auf 59,2% im Oktober registriert.

Mit diesen Quoten hält Griechenland bei der Jugendarbeitslosigkeit weiterhin den traurigen Spitzenplatz in der EU, gefolgt von Spanien (54,3%) und Kroatien (49,2%). Die niedrigsten Jugendarbeitslosigkeits-Quoten werden dagegen in Deutschland (7,4%), Österreich (8,9%) und Holland (11,3%) verzeichnet. In der EU sank im Dezember 2013 die Jugendarbeitslosigkeit von 23,4% im November auf 23,2% und in der Eurozone entsprechend von 24% auf 23,8%.

(Quelle: Imerisia)

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  1. GR-Block
    3. Februar 2014, 21:58 | #1

    Die höchsten Niveaus der Arbeitslosigkeit in der EU werden in Griechenland (27,8% im Oktober 2013), Spanien (25,8%), Kroatien (18,6%) und Zypern (17,5%) verzeichnet …
    Leider müssen die Zahlen zumindest für GR, SP und KR nach oben korrigiert werden. Diese drei sind nämlich die Länder mit der geringsten Erwerbstätigenquote (nur 30-40% der Gesamtbevölkerung). Im Gegensatz dazu haben AU, D und NL über 50% Erwerbstätigkeit. In der Statistik fehlen die, die es aufgegeben haben sich arbeitslos zu melden, meist Ehefrauen.

  2. Peppina
    5. Februar 2014, 01:01 | #2

    Nicht nur Ehefrauen. Die Arbeitslosen koennen aufgrund neuer Bestimmungen gar nicht mehr alle erfasst werden, weil sie zu lange arbeitslos sind z.B. Saisonarbeiter/innen und wo die Hilfe abgelaufen ist. Dazu kommt, dass es so viele Arbeitnehmer/innen in Griechenland gibt, die nie erfasst wurden, weil sie nicht versicherungspflichtig beschaeftigt waren. Da liegt der Hase im Pfeffer. Ich sehe in unserer Gegend viele Menschen, die einfach nur „ueberleben“ oder es zumindest hoffen. Die Statistiken sind eine Sache, die Realitaet ist viel schlimmer. In Deutschland wurden auch immer die Zahlen verschoent durch ABM, ein Euro Jobs und Anderes. Statistiken luegen und dienen wohl wem?

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