Tabakfabrik Karelia in Griechenland erzielt Export-Rekord

5. Januar 2014 / Aufrufe: 4.636

Die Tabakfabrik Karelia in Griechenland erzielte 2013 einen historischen Umsatzrekord und zahlte ihren Beschäftigten Prämien und Zulagen in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

Wie der geschäftsführende Vorstand der griechischen Tabakfabrik „Karelia AG„, Andreas Karelias, bei der betriebsinternen Neujahrsfeier anmerkte, verlief für das Unternehmen das Jahr 2013 außerordentlich erfolgreich und „unsere Firma schaffte es ein weiteres Mal, sich selbst zu übertreffen„.

Laut Herrn Karelias steigerte das Unternehmen 2013 seine Verkäufe um insgesamt 8% auf 16,8 Mrd. Zigaretten, wovon 14,6 Mrd. in das Ausland verkauft wurden, und verzeichnete damit einen historischen Umsatz-Rekord.

Sonderverbrauchssteuern müssen umgehend gesenkt werden

Parallel realisierte die Gesellschaft 2013 Investitionen in Höhe von 3 Mio. Euro zu dem Zweck, ihre Produktivität zu steigern und den Markt weiter zu stimulieren, während die Anzahl der Arbeitsplätze im Jahr 2013 um fast 8% erhöht wurde und für Anfang des Jahres 2014 weitere Investitionen in Höhe von 1,9 Mio. Euro geplant sind. Abgesehen von direkten und indirekten Steuern (ca. 400 Mio. Euro) und Versicherungsbeiträgen (7,1 Mio. Euro) brachte es in die griechische Wirtschaft 170 Mio. Euro in Devisen aus seinen Verkäufen im Ausland ein.

Andreas Karelias unterstrich ebenfalls, die große Zunahme des Schwarzhandels mit Zigaretten, aber auch losem Tabak sei ein Resultat der übermäßigen Besteuerung sowohl der „billigen“ Zigaretten als auch der enormen Erhöhung der Besteuerung von Zigarettentabak für „Selbstgedrehte“ und fügte an, „die Sonderverbrauchssteuern müssen umgehend gesenkt werden, und zwar nicht um uns zu begünstigen, sondern zur Normalisierung des Marktes und Erhöhung der öffentlichen Einnahmen„.

Ergänzend sei angemerkt, dass die Karelia AG 2013 ihren Umsatz im Inland trotz aller widrigen Umstände um 2% steigern konnte und speziell auf dem Sektor des Zigarettentabaks mit Verkäufen von über 340 Tonnen einen Marktanteil von 15% erzielte.

Karelia schüttet 2,5 Millionen Euro an Arbeitnehmer aus

Von dem Gewinnverlauf der Karelia AG wird erwartet, dass er ein besonders hohes Niveau erreichen wird, und der geschäftsführende Vorstand gab außerordentliche (freiwillige!) Leistungen an die Arbeitnehmer des Unternehmens in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro bekannt, die sich folgendermaßen darstellen:

  1. Die „Truthahn-Zulage“ (sprich Festtagszulage) 2013 wird für jeden Beschäftigten der Gesellschaft 200 € betragen.
  2. Die „Anwesenheitsprämie“, auf die alle Beschäftigten ein Anrecht haben, die keinen einzigen Tag ihrer Arbeit fernblieben, wird 800 € betragen.
  3. Jeder Beschäftigte mit Kindern, die an einer staatlichen Universität oder technischen Hochschule studieren, erhält eine außerordentliche Beihilfe in Höhe von 1.400 €.
  4. Die Beschäftigten, deren Kinder 2012 die Aufnahmeprüfungen an den obigen Schulen bestanden, erhalten eine eine zusätzliche Beihilfe in Höhe von 525 €.
  5. Parallel wird die Firma jedem Kind, das 2012 an einer der obigen Schulen aufgenommen wurde, einen supermodernen mobilen Apple-Rechner schenken.
  6. Beschäftigte mit monatlichen Bezügen von über 2.001 € erhalten eine außerordentliche Zulage von 750 €.
  7. Beschäftigte mit monatlichen Bezügen ab 1.701 € bis 2.000 € erhalten eine außerordentliche Zulage von 800 €.
  8. Beschäftigte mit monatlichen Bezügen ab 1.401 € bis 1.700 € erhalten eine außerordentliche Zulage von 1.570 €.
  9. Beschäftigte mit monatlichen Bezügen ab 1.201 € bis 1.400 € erhalten eine außerordentliche Zulage von 1.600 €.
  10. Beschäftigte mit monatlichen Bezügen ab 1.001 € bis 1.200 € erhalten eine außerordentliche Zulage von 2.550 €.
  11. Beschäftigte mit monatlichen Bezügen von unter 1.000 € erhalten eine außerordentliche Zulage von 2.600 €.
  12. Beschäftigte mit monatlichen Bezügen ab 1.201 € bis 1.700 € und drei oder mehr minderjährigen Kindern erhalten zusätzlich 750 €.
  13. Beschäftigte mit monatlichen Bezügen von bis zu 1.200 € und zwei oder mehr minderjährigen Kindern erhalten zusätzlich 450 € für jedes minderjährige Kind.

Wie der geschäftsführende Vorstand der Tabakfabrik Karelia ausdrücklich klarstellte, erhalten die Beschäftigten die vorstehenden Leistungen „netto“, da die Gesellschaft alle anfallenden Steuer- und Versicherungsabzüge übernehmen wird.

(Quelle: Zougla.gr)

Relevante Beiträge:

  1. GR-Block
    5. Januar 2014, 04:14 | #1

    Oh Gott! Heißt das, die Griechen hätten in 2013 2.2 Mrd. Zigaretten geraucht? Vom Säugling bis zum Scheintoten, also 200 Zigaretten pro Lunge? Bei 25% Raucherquote also 800 Zigaretten pro Raucherlunge? Bekommt Karelia von Adonis jetzt den Innovationspreis der griechischen Rentenversicherung verliehen?

  2. Panhellene
    5. Januar 2014, 09:22 | #2

    Es gibt also noch positive Nachrichten aus Griechenland. Würde es nicht ausgerechnet die gesundheitsschädigende Zigarettenindurstrie bestreffen, wäre das Glück vollkommen.

  3. Ex-Kampfraucher
    6. Januar 2014, 14:31 | #3

    800 Zigaretten pro „Raucherlunge“ sieht nur auf den ersten Blick viel aus. Macht grob gerechnet nur 2 Zigaretten pro Tag. Bei einem wahrscheinlicheren Durchschnittskonsum von einem Päckchen täglich sind es schon 8000 pro Jahr, die jeder Grieche sich durch die Lunge pfeift. Die Herren Karelia kommen somit nur auf einen Marktanteil von ca. 10%. Den Rest dürften sich die Abhängigen überwiegend aus anderen Quellen besorgen. Was wieder einmal zeigt, daß Steuererhöhungen nicht unbedingt zu höheren Steuereinnahmen führen, sondern vielmehr zu Steuervermeidungsmaßnahmen.

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