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Griechenlands Exporte nach Deutschland sinken

Griechenlands Exporte nach Deutschland sinken

11. Januar 2014 / Aufrufe: 1.478

Das deutsche Bundesamts für Statistik verzeichnet einen Anstieg der deutschen Exporte nach Griechenland und einen Rückgang der griechischen Exporte nach Deutschland.

Auf Basis neuerer Daten des Statistischen Bundesamts ging die Summe der deutschen Exporte in den ersten 11 Monaten des Jahres 2013 im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2012 um 0,5% zurück.

Wenn auch mit zwei spürbaren Änderungen, die mit der wirtschaftlichen Krise in Griechenland in Zusammenhang stehen, bleibt die deutsch-griechische Außenhandelsbilanz für Deutschland jedoch weiterhin positiv. In den letzten Monat steigen die die deutschen Exporte nach Griechenland sogar wieder an, während die griechischen Exporte trotz der positiven Entwicklung speziell bei Agrarprodukten insgesamt sinken.

BGA erwartet Rekordjahr für deutsche Exporte

Wie der Bundesverband für Außenhandel (BGA) einschätzt, waren die Gründe für den Rückgang der Exporte Deutschlands die wirtschaftliche Krise in Ländern der Eurozone, der Rückgang der Nachfrage aus Ländern mit aufsteigenden Wirtschaften wie China und die eingeschränkte Investitionstätigkeit im Inland.

Fokussiert man die Aufmerksamkeit auf die letzten vier Monate, lässt sich allerdings ein kontinuierlicher Anstieg der deutschen Exporte feststellen, welches Phänomen zum letzten Mal vor sechs Jahren auftrat. Diese aufsteigende Tendenz wird sich auch 2014 fortsetzen.

Auf Basis der Einschätzungen des BGA werden die deutschen Exporte in diesem Jahr um 3% steigen und den Rekordbetrag von 1,12 Billionen Euro erreichen, und möglicherweise wird auch die positive Handelsbilanz des Jahres 2013 übertroffen werden, die in den ersten 11 Monaten einen Überschuss von 17,9% erreichte.

Die Handelsgeschäfte Griechenland – Deutschland

Was die griechisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen betrifft, bleibt die Handelsbilanz auch 2013 für Deutschland weiterhin positiv, allerdings mit zwei spürbaren Änderungen, die mit der Wirtschaftskrise in Griechenland in Zusammenhang stehen. Während 2009 die Analogie bei den Exporten 4 : 1 zugunsten Deutschlands stand, gestaltete sie sich 2013 auf 2,7 : 1 zugunsten Deutschlands. Abgesehen davon sank der Wert sowohl der deutschen Exporte nach Griechenland als auch der griechischen Exporte nach Deutschland.

Um in absoluten Zahlen zu sprechen: Von 6,6 Mrd. Euro im Jahr 2009 sank der Wert der deutschen Exporte nach Griechenland in den ersten 11 Monaten des Jahres 2013 auf ungefähr 4 Mrd. Euro. Im selben Zeitraum sank der Wert der  griechischen Exporte nach Deutschland von 1,9 Mrd. Euro auf 1,5 Mrd. Euro.

Vergleicht man die ersten 11 Monate des Jahres 2012 mit dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2013, stellt man fest, dass Deutschland nach vier Jahren (2009 – 2012) des Rückgangs seiner Exporte nach Griechenland einen Anstieg in einer Größenordnung von 0,5% verzeichnet, Griechenland dagegen einen Rückgang seiner Exporte nach Deutschland in Höhe von 1,6%. Diese „kleinen Änderungen“ im Vergleich zu den vorherigen Jahren „sind Zeichen einer Normalisierung und Stabilisierung„, vertritt Ilja Notnagel, Experte für Themen des Außenhandels beim Verband der deutschen Industrie- und Handelskammern DIHK:

Ab dem Moment, wo die griechische Wirtschaft ihre Bestellungen in Deutschland steigert, bedeutet dies, dass sie sich auf einer aufsteigenden Bahn befindet. Von griechischer Seite wäre es ganz klar besser, wenn die Exporte nach Deutschland zugenommen hätten oder konstant geblieben wären, wie es zweitweise in den letzten Jahren ergeben hatte. Dies fand leider nicht statt. Trotzdem haben die griechischen Exporte sich im Vergleich zu anderen Ländern gut gehalten.

Griechische Exporte nach Deutschland

Für Griechenland ist Deutschland ein signifikanter Wirtschaftspartner. Die gilt jedoch nicht umgekehrt. So gehen gerade einmal 0,43% der deutschen Exporte nach Griechenland, während die deutschen Importe aus Griechenland nur 0,2% der gesamten Importe Deutschlands darstellen.

Auf den ersten vier Plätzen der Liste der griechischen Exporte auf den deutschen Markt in den ersten 10 Monaten des Jahres 2013 befinden sich Lebensmittel und Tierfutter (295 Mio. €), pharmazeutische Produkte (181,5 Mio. €), Agrarprodukte (162,1 Mio. €) und Erze (145,9 Mio. €). Von diesen Kategorien verzeichnet nur der Sektor der Agrarprodukte Zuwächse bei den Exporten nach Deutschland und übersteigt bereits in den ersten zehn Monaten des Jahres 2013 den Wert der entsprechenden Exporte des Jahres 2012 um 2 Mio. Euro.

Die griechische Wirtschaft habe jedoch auf dem deutschen Markt den Zug nicht verpasst, betont Ilja Notnagel. Gelegenheiten präsentieren sich nicht nur auf dem Sektor der Agrarprodukte, bei Getränken und bei Lebensmitteln, sondern auch auf dem Sektor der neuen Technologien und in der Pharmazeutik.

Pharmazeutische Produkte sind ein sehr bedeutendes Thema für eine alternde Gesellschaft wie die deutsche. Ebenfalls groß sind die deutschen Bedürfnisse auf dem Sektor der Informatik. Die Türen stehen auch für die griechischen Unternehmen dieser Branche weit offen. Ich möchte jedoch betonen, dass die Bemühungen um die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Griechenland kein 100-Meter-Sprint, sondern ein Marathon-Lauf sind, der Ausdauer benötigt, und Bilanz wird zum Schluss gezogen.

(Quelle: Naftemporiki)

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