Griechenland schließt drei Banken

11. Dezember 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.009

In Griechenland wurden auf Beschluss der Griechischen Bank drei Genossenschaftsbanken die Banklizenz entzogen und ihre Einlagen zur Alpha Bank transferiert.

Die Griechische Bank schritt zur Widerrufung der Lizenzen der Genossenschaftsbanken Westmakedoniens, Dodekanes und Euböas. Die insgesamt ungefähr 400 Mio. Euro betragenden Einlagen der Banken sind vollumfänglich abgesichert, da sie in ihrer Gesamtheit zur Alpha Bank transferiert werden.

Nach dem ergebnislosen Verstreichen aller drei Fristen, die den Banken unter dem Aspekt des Schutzes der Guthaben ihrer Kunden für ihre Rekapitalisierung gesetzt worden waren, schritt die Griechische Bank zu der Widerrufung der Lizenzen der drei in Rede stehenden Genossenschaftsbanken und dem Transfer der Summe aller Guthaben zur Alpha Bank, die im Rahmen des gesetzlich vorgesehenen Ausschreibungsverfahren ein Übernahmeangebot eingereicht hatte.

Alpha Bank übernimmt keine sonstigen Aktiva oder Passiva

Die drei Genossenschaftsbanken werden unter Sonderliquidierung gestellt, aus deren Produkt die Forderungen Dritter in der gesetzlich bestimmten Reihenfolge befriedigt werden. Als Liquidator wurde die Ernst & Young (Hellas) Vereidigte Prüfer – Buchhalter AG eingesetzt. Die auf den einschlägigen Interims-Konten zum Zweck der Kapitalerhöhungen eingezahlten Gelder werden an die Berechtigten zurückgezahlt.

Die Alpha Bank versichert von ihrer Seite in einer Bekanntmachung, dass die in Rede stehende Übernahme sich ausschließlich auf die Einlagen und nicht auf andere Elemente der Aktiva oder / Passiva der drei Genossenschaftsbanken beziehen.

Die Kontoinhaber der in Rede stehenden Banken werden unmittelbar nach der Integration der erforderlichen Daten der drei Genossenschaftsbanken in das System der Alpha Bank über das Datum benachrichtigt werden, ab dem ihre Bedienung durch deren Filialnetz beginnen wird.

Die Alpha Bank wird die physische Präsenz in abgelegenen Gebieten mittels der Filialen der in Rede stehenden Genossenschaftsbanken aufrecht erhalten und die lückenlose Bedienung der Bevölkerung in diesen Gebieten gewährleisten. Die Alpha Bank beabsichtigt, dem ungefähr 220 Beschäftigte zählenden Personal der Genossenschaftsbanken nach einem Auswahlverfahren Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten.

(Quelle: Imerisia.gr)

  1. Buchfink
    11. Dezember 2013, 19:51 | #1

    Ist das die neue Form der Bankenrettung?

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