Flut von Pfändungen und Zwangsversteigerungen in Griechenland

23. November 2013 / Aktualisiert: 01. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.493

Die verzweifelten Bemühungen des Finanzministeriums in Griechenland zur Beitreibung von Einnahmen führten zu einer Flut von Pfändungen und Zwangsversteigerungen.

Laut dem griechischen Finanzministerium öffneten und pfändeten die Finanzämter seit Anfang 2013 bis Ende Oktober 2013 insgesamt 93.330 Konten von Schuldnern des Fiskus und brachten durchschnittlich jeden Tag 56 Immobilien unter den Hammer!

Allein im Oktober 2013 kamen auf Betreibung der Steuerbehörden 1.553 Wohnungen und Grundstücke sowie in den ersten zehn Monaten des Jahres 2013 insgesamt 14.197 Immobilien zur Zwangsversteigerung.

Explosion auch der Pfändungen „in Händen Dritter“

Im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahreszeitraum Januar – Oktober 2012 verzeichnen 2013 die Zwangsversteigerungen von Immobilien einen Anstieg um 26,3%, nachdem die Finanzämter im vergangenen Jahr (2012) bereits insgesamt 11.240 Immobilien zur Versteigerung brachten.

Eine „Explosion“ verzeichnen auch die Pfändungen „in Händen Dritter“. Bezeichnend ist, dass diese sich innerhalb der ersten zehn Monate des Jahres 2013 verdoppelten und von 5.592 im Januar auf 11.883 im Oktober 2013 anstiegen. An erster Stelle lag diesbezüglich im Oktober 2013 die Finanzbehörde (DOY) B‘ Iraklio mit 1.052, gefolgt von der FAEE Piräus mit 793, DOY Kozani mit 592, DOY Kalamata mit 588 und die DOY für Großunternehmen mit 504 Pfändungen „in Händen Dritter“.

Aus den Daten des Finanzministeriums geht ebenfalls hervor, dass von Januar bis Oktober 2013 die Steuerbehörden Strafverfahren zu Lasten von 22.613 Schuldnern des Fiskus anstrengten, deren Anzahl zusammen mit den Schuldnern, gegen die Pfändungen ausgeübt wurden, 156.758 erreichte. Die aus den fälligen Verbindlichkeiten in die öffentlichen Kassen geflossenen Beträge erreichten 1,5 Mrd. Euro.

(Quelle: Imerisia.gr)

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