Immobiliensteuer auf Spielhäuser in Griechenland

31. Oktober 2013 / Aktualisiert: 25. März 2015 / Aufrufe: 2.447

Ein schockierender Beschluss des Finanzministeriums in Griechenland zwingt zigtausend minderjährige Spielhausbesitzer, ihre Sparschweine zu schlachten.

In das Visier des griechischen Finanzamts geraten tausende Minderjährige, da gemäß einer Bekanntmachung des Finanzministeriums auch die aus Plastikteilen montierten Spielhäuser nicht von der neuen Einheitlichen Immobiliensteuer (EFA) ausgenommen sind.

Reaktion auf Immobiliensteuer-Bescheid für Spielhaus in Griechenland
Reaktion einer jungen Spielhaus-Eigentümerin auf den gerade erhaltenen Steuerbescheid

Die Maßnahme wird Weinen und Schreien hervorrufen

Die Plastik-Spielzeuge, die kleine Häuser nachahmen, gelten für das griechische Finanzamt fortan als „Freizeit-Hilfsräume“, was zum Ergebnis hat, dass auch diese ausnahmslos der Maßnahme der Einheitlichen Immobiliensteuer unterliegen. Die ersten Steuerbescheide, die Spielhäuser betreffen, die sich in Kindergärten, auf Spielplätzen, aber auch in privaten Gärten befinden, sind bereits an die minderjährigen Eigentümer verschickt worden, die aufgefordert sind, ihre Sparschweine zu schlachten um die Steuer zu bezahlen.

Die Maßnahme, von der erwartet wird, dass sie heftige Reaktionen mit Weinen und Schreien hervorrufen wird, kommt im Rahmen der neuen Einnahmepolitik zur Umsetzung, gemäß der absolut keinerlei Immobilie von der neuen Immobiliensteuer befreit werden soll. Die Höhe der Abgabe auf die Plastikhäuschen wird auf Basis der Fläche und der Lage bestimmt, jedoch ohne Berücksichtigung des Alters, da aufgrund des Materials die Abnutzungen der in Rede stehenden Konstruktionen vernachlässigbar sind.

Falls wiederum das Häuschen von zwei oder mehr Geschwistern gemeinsam benutzt wird, hat jedes zu der Steuer analog zu dem neuen Nutzungsfaktor beizutragen, der gemäß Zeugenaussagen von Nachbarn und einer eidesstattlichen Erklärung der jeweiligen Erziehungsberechtigten festgesetzt werden wird.

Im Fall des Unvermögens der jungen Eigentümer, ihre Verbindlichkeit zu begleichen, werden sie von Rechts wegen die Möglichkeit haben, ihr Spielhaus unter Verrechnung mit der Schuld an den Staat abzutreten. Im übrigen versteht sich natürlich, dass von der neuen Immobiliensteuer nur die Spielhäuser ausgenommen sind, die der Kirche gehören.

(Anmerkung: Dieser Text und das ihn begleitende Foto stellen das Produkt einer Erfindung dar, mit Ziel die Satire, und entsprechen auf keinen Fall der Realität. Konsumieren Sie es verantwortungsvoll.)

(Quelle: Moufanet, Autor: Nikos Zachariadis)

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  1. 31. Oktober 2013, 08:35 | #1

    Für mich ist jede Art von Steuer Diebstahl. Mein erarbeitetes Geld gehört mir. Mein Eigentum. Niemand darf mir mein Eigentum gegen meinen Willen wegnehmen. Und niemand hat das Recht andere zu beauftragen mir mein Eigentum wegzunehmen. Folglich ist der Staat nichts weiter als ein gemeiner Dieb.

  2. Sibille
    31. Oktober 2013, 09:53 | #2

    So kann man auch die Demokratie preisgeben: Durch die Fähigkeit, sich selbst ununterbrochen lächerlich zu machen. Das ist doch erfunden. Oder nicht?

  3. V99 %
    31. Oktober 2013, 14:13 | #3

    Das abgebildete Haus koennte von einem Helikopter betrachtet auch als Swimmingpool durchgehen … dann kostets nochmal mehr ;-D

  4. juls
    31. Oktober 2013, 15:39 | #4

    Quelle … Moufanet steht da doch …
    Anmerkung: Dieser Text und das ihn begleitende Foto stellen das Produkt einer Erfindung dar, mit Ziel die Satire, und entsprechen auf keinen Fall der Realität. Konsumieren Sie es verantwortungsvoll.

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