Griechenland wird zum neuen Kosovo

11. August 2013 / Aufrufe: 6.953
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Bei einer auf 65% emporgeschnellten Jugendarbeitslosigkeit wird Griechenland zum neuen Kosovo!

Dies ist der provokative Titel eines Artikels der britischen Zeitung The Telegraph über Griechenland, in dem Bezug auf die jüngsten Daten über die Arbeitslosigkeit in Griechenland genommen wird, welche die griechische Statistikbehörde an die Öffentlichkeit gab. Die Zeitung beruft sich auf die Erklärungen des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Yanis Varoufakis, dass der Versuch, Griechenland unter nicht tragfähigen Umständen innerhalb des Euro zu halten, das Land in einen neuen Kosovo mit billigen Arbeitskräften verwandelt.

In Griechenland hat sich nichts ereignet, was katastrophaler war. Das Selbstvertrauen der Griechen ist zerschlagen worden. Sie haben aufgehört zu protestieren und lecken sich zu Hause ihre Wunden oder verlassen das Land„, äußerte Herr Varoufakis unter anderem.

Austerität in Griechenland wird 2014 Früchte tragen

Laut der Telegraph wird sich die Lage in Griechenland verschlimmern und der Abwärtskurs der Wirtschaft auch nach den Entlassungen der 15.000 öffentlichen Bediensteten fortsetzen, die bis Ende nächsten Monats vorangetrieben werden müssen, damit das Land die Forderungen der Gläubiger befriedigt.

In dem Artikel wird ebenfalls Bezug auf die Erklärungen des Europäischen Kommissars Olli Rehn genommen, der neulich äußerte, die Austerität in Griechenland sei schwierig und schmerzhaft, jedoch notwendig, und werde 2014 Früchte bringen.

Eurozone kommt langsam aus der Rezession heraus

Laut der Telegraph gibt es endlich Anzeichen, dass die Eurozone schrittweise aus der größten Rezession seit dem 2. Weltkrieg herauskommt, die Hoffnungen auf eine völlige Erholung machte jedoch – wie die Zeitung anmerkt – die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren Einschätzungen von Donnerstag „zunichte“.

In ihren Quartalsprognosen korrigiert die EZB ihre Prognosen über das Wachstum in der Eurozone nach unten. Sie schätzt ein, dass 2013 die wirtschaftliche Aktivität in der Eurozone um 0,6% – und nicht um 0,4%, wie es in der anfänglichen Schätzung lautete – schrumpfen wird, hauptsächlich wegen der Inlands- und Auslandsnachfrage.

(Quellen: Proto Thema.gr, The Telegraph)

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