Steuergewitter in Griechenland

17. Juli 2013 / Aufrufe: 5.204
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Innerhalb der kommenden 8 Monate haben die Steuerpflichtigen in Griechenland bis zu 9 verschiedene Steuern in Höhe von insgesamt über 8 Milliarden Euro zu entrichten.

Millionen griechische Haushalte werden in den kommenden Wochen damit leben, „gespannt“ auf Post zu warten. Die Bescheide zur Zahlung von Steuern und Abgaben werden einer nach dem anderen eintreffen und die Steuerzahler nicht zu Atem kommen lassen. Weder ein, noch zwei, sondern bis zu 9 „Abzocken“ werden die Haushalte im zweiten Halbjahr 2013 und in den beiden ersten Monaten 2014 für ihre Einkommen und ihr Vermögen zu entrichten aufgefordert sein. Die gesamte „Steuer-Rechnung“ zu deren Begleichung sie verpflichtet werden sein, tangiert 8,3 Mrd. Euro.

Es gilt allerdings als außerordentlich zweifelhaft, dass dieser Betrag in die Kassen des Fiskus gelangen wird, angesichts der Tatsache, dass bereits die meisten Haushalte dermaßen viele Steuern nicht mehr auf einen Schlag zu zahlen vermögen, da ihre Besteuerungsfähigkeit infolge der in den letzten drei Jahren erlittenen wiederholten Steuerschläge und der dramatischen Senkung ihrer Einkommen inzwischen ausgeschöpft ist.

Ab Ende Juli 2013 wird es unentwegt Steuerbescheide hageln

Die Steuerpflichtigen in Griechenland werden in den kommenden Monaten aufgefordert sein, bis zu drei verschiedene in die Bescheide über die Steuererklärungen integrierte Steuern, die Vermögenssteuer für die drei Jahre 2011, 2012 und 2013, die außerordentliche Immobilien-Sonderabgabe mittels der Stromrechnungen, die Steuer luxuriöser Lebensführung, aber auch die Kraftfahrzeugsteuer für 2014 zu entrichten.

Die nach Kategorien aufgeschlüsselten jeweiligen Gesamtbeträge der „Steuer-Rechnungen“, welche die Haushalte bis einschließlich Februar 2014 zu begleichen haben, gestalten sich gemäß der nachstehenden Tabelle:

Kategorien steuerlicher BelastungenVeranschlagte Höhe der Gesamtbelastungen
Steuer auf die Einkommen des Jahres 20122,6 Mrd. Euro
Gewerbeabgabe für das Jahr 2012200 Mio. Euro
Solidaritäts-Sonderabgabe für das Jahr 2012961 Mio. Euro
Immobilien-Vermögenssteuer 2011500 Mio. Euro
Immobilien-Vermögenssteuer 2012500 Mio. Euro
Immobilien-Vermögenssteuer 2013500 Mio. Euro
Außerordentliche Immobilienabgabe für 20131,9 Mrd. Euro
Steuer auf luxuriöse Lebensführung135 Mio. Euro
Kraftfahrzeugsteuern für das Jahr 20141 Mrd. Euro
Summe der steuerlichen Belastungen8,296 Mrd. Euro

Die „Abzocken“, welche die Steuerpflichtigen ab Ende Juli 2013 und bis Februar 2014 zu zahlen aufgefordert sein werden, sind detaillierter folgende:

Einkommensteuer auf die Einkommen des Jahres 2012

Der Versand der ersten Steuerbescheide für die diesjährigen Steuererklärungen hat begonnen, wobei die meisten Steuern die Steuerpflichtigen zu zahlen aufgefordert sind, die niedrige Einkommen aufweisen und in die „Falle“ der Einkommensindizien geraten.

Gewerbeabgabe für Unternehmer, Selbständige und Freiberufler

Mehr als 800.000 Steuerpflichtige, die während der Dauer des Jahres 2012 Einkommen aus Personenunternehmen oder freien Berufen erwarben, werden zusammen mit der Einkommensteuer für 2012 auch die Gewerbeabgabe für das Geschäftsjahr 2012 entrichten, die für alle, die ihren Sitz in Städten mit einer Bevölkerung von über 200.000 Einwohnern haben, von 500 auf 650 Euro und für alle, die ihren Sitz in Städten / Orten mit weniger als 200.000 Einwohnern haben, von 400 auf 650 erhöht worden ist. Für jede Filiale werden sie mit einer zusätzlichen, von 300 auf 600 Euro erhöhten Gewerbeabgabe belastet werden.

Die Beträge der Gewerbeabgabe für das Jahr 2012 werden auf dem Bescheid über die Steuer auf die Einkommen des Jahres 2012 aufgeführt werden.

Außerordentliche Solidaritätsabgabe

Alle Steuerpflichtigen mit realen oder fiktiven Einkommen von über 12.000 Euro werden aufgefordert sein, die außerordentliche Solidaritätsabgabe in Höhe von 1% – 4% zu zahlen. Die Entrichtung der Abgabe wird zusammen mit der Steuer auf die Einkommen des Jahres 2012 erfolgen. Die Beträge der Abgabe werden also auf den Einkommensteuerbescheiden aufgeführt sein.

Für die Rentner des privaten Sektors und alle Arbeitnehmer mit Jahreseinkommen von über 12.000 Euro im Jahr 2012 wurde die Angabe bereits von den während der gesamten Dauer dieses Jahres gezahlten monatlichen Bezügen einbehalten. Weil jedoch für die Ermittlung der Abgabe summarisch auch die Einkommen aus anderen Quellen (z. B. aus Immobilien, landwirtschaftlichen Nutzungen usw.) sowie ebenfalls auch alle steuerfreien und pauschal besteuerten Einkommen (z. B. soziale Solidaritätszulage für Rentner / EKAS, Familienleistungen für Familien mit drei Kindern und Kinderreiche, Zinsen aus Guthaben, Obligationen usw.) berücksichtigt werden, werden die Dienststellen des Finanzministeriums mit den in diesem Jahr versendeten Einkommensteuerbescheiden bei einer großen Anzahl von Arbeitnehmern und Rentnern über die während des Jahres 2012 von ihren Bezügen einbehaltenen hinausgehende Beträge zur Solidaritätsabgabe erheben.

Außerordentliche Immobilien-Sonderabgabe (EETA)

Ab Ende Juli 2013 bis einschließlich Februar 2014 werden ungefähr 5,5 Millionen Eigentümer elektrifizierter Gebäude aufgefordert sein, in 4 oder 5 Zweimonatsraten die „Abzocke“ für das Jahr 2013 mittels der Stromrechnungen zu entrichten. Die „Abzocke“ des Jahres 2013 wird nun als „Außerordentliche Immobilien-Sonderabgabe“ (EETA) bezeichnet und ist 15% niedriger im Vergleich zu der „Abzocke“ des Jahres 2012, die als „Außerordentliche Abgabe auf elektrifizierte bebaute Flächen“ (EETIDE) bezeichnet wurde. Die EETA wird auf alle während des Zeitraums von 01-05-2013 bis 31-12-2013 elektrifizierten bebauten Immobilienflächen erhoben werden, und zwar unabhängig davon, ob diese fertig gestellt sind oder nicht, und unabhängig von der korrekten Angabe ihrer Daten auf den Rechnungen über den Verbrauch elektrischen Stroms.

Immobilien-Vermögenssteuer für das Jahr 2011

Bei mehr als 500.000 Steuerpflichtige, die am 01 Januar 2011 Gebäude und innerhalb von Bebauungsplänen liegende Grundstücke im „objektorientierten“ Gesamtwert von über 200.000 Euro besaßen, werden Steuerbescheide der Zentrale für Datenverarbeitungssysteme des Finanzministeriums einzutreffen beginnen, mit denen sie aufgefordert werden, die Immobilien-Vermögenssteuer (FAP) des Jahres 2011 zu zahlen. Die FAP für 2011 ist in sieben Monatsraten bis Februar 2014 zu begleichen und wird mit gestaffelten Sätzen von 0,2% bis zu 2% auf den „objektorientierten“ Gesamtwert – nach Abzug des Freibetrags von 200.000 Euro – der Immobilien eines jeden Steuerpflichtigen erhoben.

Immobilien-Vermögenssteuer für das Jahr 2012

Die Steuerpflichtigen, die am 01 Januar 2012 Gebäude und innerhalb von Bebauungsplänen liegende Grundstücke im „objektorientierten“ Gesamtwert von über 200.000 Euro besaßen, werden innerhalb der beiden Monate Juli – August auch weitere Steuerbescheide von der GGPS erhalten, mit denen sie zur Zahlung der FAP für 2012 aufgefordert werden, die in sieben Monatsraten zu entrichten ist.

Immobilien-Vermögenssteuer für das Jahr 2013

Alle Steuerpflichtigen, die am 01 Januar 2013 Gebäude und innerhalb von Bebauungsplänen liegende Grundstücke im „objektorientierten“ Gesamtwert von über 200.000 Euro besaßen, werden innerhalb des letzten Quartals 2013 auch weitere Steuerbescheide von der GGPS erhalten, mit denen sie zur Zahlung der FAP für 2012 aufgefordert werden, die in fünf Monatsraten zu entrichten ist.

Steuer auf luxuriöse Lebensführung

Ende August wird der Versand der Steuerbescheide an jene Steuerpflichtigen beginnen, die Fahrzeuge mit einem Hubraum von 1.919 cm³ und mehr, Swimming-Pools und Flugzeuge besitzen. Es ist noch nicht klargestellt worden, ob die Entrichtung der Luxussteuer in einer Einmalzahlung oder in Raten erfolgt.

Kraftfahrzeugsteuer für das Jahr 2014

Mehr als 5 Millionen Besitzer von Fahrzeugen (Autos, Lastwagen, Bussen und Zweirädern) werden aufgefordert sein, innerhalb der beiden letzten Monate des Jahres 2013 die Kraftfahrzeugsteuern für das Jahr 2014 zu entrichten.

(Quellen: Imerisia.gr)

  1. Catalina
    17. Juli 2013, 00:57 | #1

    Die Rechnung ist ganz einfach
    – wer nichts mehr hat, kann auch nichts mehr zahlen bzw.
    – wer nichts mehr hat, kann auch nicht mehr abgezockt werden
    bis zum Jahresende wird es diese Regierungskoalition vermutlich nicht mehr geben, also alle Rechnungen am besten gleich entsorgen 😉
    (ach nein, nicht einfach entsorgen, sondern zum Feuermachen aufheben, der nächste Winter kommt bestimmt)

  2. Moppel
    17. Juli 2013, 03:11 | #2

    @Catalina
    Na ja, wenn es nicht gerade um Mathematik geht, kann „nichts“ durchaus relativ interpretiert werden. Der Fiskus zielt offensichtlich darauf ab, all jene Bürger zu terrorisieren, bei denen es letztendlich doch noch „(et)was“ zu holen geben könnte. In diesem Sinn sind u. a. die Finanzämter ausdrücklich angewiesen worden, im Fall fällig gestellter Verbindlichkeiten rigoros zu Pfändungen (speziell auch „Drittpfändungen“) zu schreiten, während im Finanzministerium gerade die Senkung der Lohnpfändungsgrenze von 1.000 Euro auf 600 Euro ausgeheckt wird.
    Im Gegensatz zu Deutschland, wo es inzwischen schon fast zum guten Ton gehört, sich periodisch per „Privatinsolvenz“ zu „entschulden“ (die Geier wissen, warum es dieses „Institut“ in Griechenland nach wie vor nicht gibt), hilft in Griechenland meistens immer noch die gesamte Sippe, schon allein die Scham (sprich „gepfändet“ zu werden) abzuwenden, angefangen von Oma und Opa, die ein paar Euro von ihrer feudalen 300-Euro-Rente abknapsen, bis hin zu Verwandten und Freunden, die noch etwas Geld auf der hohen Kante haben oder sonst wie auftreiben können – und darauf baut der Mechanismus.

    Als Beispiel dafür, wie „schräg“ das System inzwischen tickt und nicht nur – wie häufig behauptet – den sozial schwächeren Schichten begegnet, sei der Fall des Modedesigners Lakis Gavalas und seiner Schwester angeführt, die fast eineinhalb Jahre lang willkürlich in Untersuchungshaft gehalten wurden: Lakis Gavalas hatte angeboten, dem Staat zur Begleichung der Steuerschulden seines Unternehmens eine Immobilie zu übereignen, deren Wert die Steuerschulden um mehr als das Doppelte übersteigt. Von der Staatsanwaltschaft wurde dies mit der Begründung zurückgewiesen, die Immobilie sei bereits zu Gunsten des Fiskus gepfändet worden und könne folglich nicht mehr übereignet werden!

  3. Roland Wolf
    17. Juli 2013, 09:19 | #3

    Das ein Staat in dem Steuern erst mal pauschal als Abzocke bezeichnet werden (und prä-Kriese hatt Griechenkland eine sehr geringe effektive) Steuerquote irgentwann Zahlungsschwierigkeiten bekommt ist absehbar. Die Frage ist nur: Wie wollen die Griechen dann Ihren Statt finanzieren?

  4. windjob
    17. Juli 2013, 09:26 | #4

    Catalina :
    … der nächste Winter kommt bestimmt …)

    Und die nächste Regierung, die nicht anders handeln wird auch. Ist es denn in Deutschland viel anders. Wir zahlen heute noch Sektsteuer die von Kaiser Wilhelm „vorübergehend“ eingeführt wurde. Den Soli, der 1989 „vorübergehend“ eingeführt wurde und jetzt nur einen anderen dubiosen Namen bekommt. Sämtliche aufgeführten Steuerarten bis auf die Luxussteuer existieren bei uns auch. Ich frage mich warum jemand der sich einen Swimmingpool leisten kann, einen Luxuswagen, etc. kein Geld für Steuern hat.
    Wen kein Geld hat kann nicht bezahlen? Aber er konnte sich dies alles leisten.
    Ich sehe hier täglich was sich die Leute alles leisten können. Grosse nagelneue Autos, Einkaufswagen überhäuft nicht nur mit Waren des täglichen Bedarfs sondern allem mögliche Tünnef wie tütenweise Chips. Schüler die morgens um 8:00 den Supermarkt stürmen und für 2€ einen Sandwich kaufen und für 1€ einen Energie drink früher gabs das Pausenbrot von der Mutter. Alles Leute, die kein Geld haben.

  5. Mark
    17. Juli 2013, 09:40 | #5

    Wunderbar, weiter so!! Der Staat braucht jeden Cent um seine Klientel zu bezahlen. Warum darauf rücksicht nehmen was für einen Riesenschaden man durch diese unstrukturierte Steuerjagd verursacht. Dummerweise haben die meißten Griechen Immobilieneigentum, und das wissen die Politiker. Also werden sich alle bemühen alles zu tun um dieses Eigentum vor Pfändungen zu schützen. Da kann man also noch mehr rauspressen und dann die hungrige, Vetternwirtschaftsmeute füttern.

    @Moppel
    22% der Renter in GR beziehen höher wie €1000,-. Die geringen Renten (300,-) beziehen meist Rentner der OGA, und die haben praktische nie etwas eingezahlt. Ist also eher als Grundsicherung OHNE überprüfung der tatsächlichen Bedürftigkeit anzusehen.

  6. Ottfried Storz
    17. Juli 2013, 10:35 | #6

    Man sollte immer in Erinnerung behalten, dass die Regierung die Steuergesetze macht und auch verantwortlich für das Vorgehen bei Pfändungen ist. Statt bereits 2010 einige zehntausend Beamte mehr abzubauen und Privatisierungen stärker voran zu treiben, ist es Strategie dieser Regierung, einfach alle mehr, häufiger und stärker zu besteuern. Von außen stehend überraschend, da es sich auf dem Papier um eine von der „konservativen“Partei gesteuerte Regierung handelt, die in der Restwelt eher für Steuerabbau stehen. Aber wenn es um den Erhalt von Beamtenposten von Parteisoldaten geht, wird von ND und PASOK ALLES hinten angestellt.

  7. Tinos
    17. Juli 2013, 16:16 | #7

    Es ist schon ein Wahnsinn mit dem blinden Aktionismus. Der größte Teil der Bevölkerung hat eh schon nichts mehr und soll trotzdem noch bluten. Ich hoffe ja, die Leute von der Troika merken irgendwann mal, das das ganze Kartenhaus mit den derzeit kursierenden Zahlen (es geht uns ja schon besser) schnell zusammenbricht. Es taucht mit Sicherheit in den derzeitig „geschönten“ Zahlen nirgendwo auf, das der Staat (nicht nur der) seine Bediensteten schon seit Monaten nicht mehr bezahlt hat. Somit müsste zu den angeblichen Steuereinnahmen eigentlich die „Schulden“ an die Mitarbeiter abgezogen werden. Dann sähe das Bild schon weitaus „ehrlicher“ aus, wie es dem Staat und seiner Verschuldung geht!

  8. John Carter
    17. Juli 2013, 17:27 | #8

    Das ist erst der Anfang – Es wir noch viel Schlimmer kommen als es bisher Griechenland je erlebt hat. Und keiner kann sich davor verstecken – es werden noch tausende Bedienstete ihren Job verlieren – hoffentlich auch die die Ihren Arbeitsplatz nie gesehen haben. Was bisher an Steuern eingetrieben wurde ist nicht der Rede. Egal welche Regierung kommt, aus der Nummer kommen die Griechen so lange sie un der EU sind nicht mehr raus.

  9. Nikos
    17. Juli 2013, 18:18 | #9

    Die “Abzocke” des Jahres 2013 wird nun als “Außerordentliche Immobilien-Sonderabgabe” (EETA) bezeichnet und ist 15% niedriger im Vergleich zu der “Abzocke” des Jahres 2012.

    Mit dem kleinen Unterschied, dass wir letztes Jahr 3.- €/qm2 bezahlt haben und dieses Jahr sind es 4.- €/qm2 mit 15% Rabatt … von wegen weniger …

    • Team
      17. Juli 2013, 18:53 | #10

      @Nikos
      Vermutlich wurde der „Zonenpreis“ auf über 500 € angehoben.

  10. Kassandra
    17. Juli 2013, 23:48 | #11

    Zuerst wurden Abgaben gar nicht bzw. sehr schlampig eingezogen – viele haben sich’s gerichtet – jetzt kommt als letzter Ausweg der Rasenmäher. Die Elite hat sich’s wie in allen Ländern gerichtet und das Geld im Ausland gebunkert. Wundern braucht man sich über solche Zustände / Maßnahmen jetzt nicht. Aber wenn die griechische Regierung noch Steuerideen braucht – nirgends gibt es soviele Steuern wie in Österreich – da würden die Griechen staunen.

  11. pedrobergerac
    18. Juli 2013, 01:20 | #12

    Die Hauptursache für die Notwendigkeit von Steuern ist die Tatsache, dass der Staat nicht selbst Geld schöpft und dieses in das Staatswesen investiert. Würde er das machen, hätte er keine Schulden und niemand müsste Steuern zahlen. Soweit die Theorie.
    Da der Staat aber das Monopol der Geldschöpfung an die Privatbanken abgegeben hat, muss er sich Geld vorerst von den Banken leihen. Diese schöpfen das Geld aus Luft und leihen es mit Zinseszins weiter. Der Zinseszins, welcher vom Steuerzahler bezahlt werden muss, bewirkt eine Exponentialfunktion der Schulden, sodass eine Tilgung unmöglich wird. Daher spricht man auch von Zinsknechtschaft.
    Dieses System ist NICHT alternativlos, wird aber von den Bankern auf das Heftigste verteidigt. Kennedy musste deswegen sterben. Die Wissensmanufaktur hat dazu einen Plan B. Unsere Politiker haben den EFSF, den ESM und andere Rettungsschirme, die aber schnurstracks in den Untergang führen.
    Unglaublich, nicht wahr? Deswegen zahlen wir Steuern und es ist nie genug. Vielleicht ist der Untergang gar nicht mal so schlecht. Anschließend können wir dann alles ändern.

  1. 18. Juli 2013, 00:05 | #1
  2. 25. Juli 2013, 00:06 | #2

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