Schattenwirtschaft in Griechenland bei 24 Prozent des BIP

6. Juni 2013 / Aufrufe: 1.334

Das britische IEA veranschlagt die Schattenwirtschaft in Griechenland auf ein Volumen von ungefähr 45 Milliarden Dollar, was fast einem Viertel des BIP entspricht.

Laut einer einschlägigen Untersuchung des britischen Institute of Economic Affairs (IEA) hat Griechenland unter den in der Studie berücksichtigten 21 Mitgliedstaaten der OECD den ersten Platz bei der Schattenwirtschaft inne, die auf 24% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) beziehungsweise auf ungefähr 45 Mrd. Dollar geschätzt wird. Auf dem zweiten Platz liegt Italien mit einem Volumen der Schattenwirtschaft bei 21,6% des BIP. Die geringsten Anteile zeigen sich laut dem IEA in den nordeuropäischen Ländern.

Laut der Studie weist Griechenland ebenfalls einen Anteil nicht versicherter Arbeitnehmer auf, der weltweit zu den höchsten zählt und sich auf 37,3% der Gesamtheit bezieht, während es auch bei dem Anteil der illegalen Immigranten, die einer Arbeit nachgehen, auf dem ersten Platz liegt (4,4% der Gesamtheit), gefolgt von den USA mit einem Anteil von 3,2%.

Die Anzahl der Menschen, die ohne Versicherung beschäftigt sind, wird in der Europäischen Union auf ungefähr 30 Millionen und auf die Mitgliedstaaten der OECD bezogen sogar auf über 48 Millionen Personen geschätzt. Es wird eine Senkung der steuerlichen Belastungen vorgeschlagen, die zu einer Einschränkung der Schattenwirtschaft und zu weniger nicht versicherter Arbeit führen würde.

(Quelle: Imerisia)

Relevante Beiträge:

  1. Petroulla
    6. Juni 2013, 17:13 | #1

    Es ist allgemein bekannt, daß ein großer Teil der Beschäftigten ohne Anmeldung und Versicherung arbeitet, meistenteils, weil die Arbeitgeber die Beiträge einsparen wollen. Und notgedrungen nehmen viele an, ehe sie garnichts haben. Denn auf Hartz IV oder ähnliches kann man nicht hoffen. Gibt es nicht. Also was soll man tun? Man ist durch die Not erpressbar. Ob sich allerdings daran etwas ändert, wenn die Arbeitgeber Steuervergünstigungen bekommen, bezweifle ich. Die haben dann eben einfach noch mehr Gewinn. Zumindest habe ich zu viele Leute mit einer derartigen Einstellung kennengelernt. Auch viele Jugendliche jobben mal hier, mal da. Sind noch bei ihren Eltern versichert und werden als Arbeitslose geführt. Sind die dann eigentlich in den 63% (oder so etwa) Jugendarbeitslosigkeit schon berücksichtigt oder nicht? Es ist alles ein totales Durcheinander, klare Linien, an die man sich halten könnte, gibt es nicht.

  2. Maximus
    6. Juni 2013, 17:35 | #2

    „… in Griechenland auf ein Volumen von ungefähr 45 Millionen Dollar, was fast einem Viertel …..“
    Sollte wohl 45 Milliarden heißen 😉

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