Überbesteuerung in Griechenland wird zum Bumerang

19. Mai 2013 / Aktualisiert: 23. Juli 2013 / Aufrufe: 1.892

Die enorme Überbesteuerung in der Gastronomie und bei den Kraftstoffen in Griechenland hat sich für die Regierung als böser Bumerang erwiesen.

Der stellvertretende griechische Finanzminister Christos Staikouras gestand vor dem Parlament das völlige Misslingen der harten Steuereintreibungsmaßnahme ein, da – wie er erklärte – die Regierung damit rechnete, dass die Einnahmen in der Gastronomie aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 13% auf 23% auf Jahresbasis 1 Milliarde Euro einbringen würde, wogegen die tatsächlichen Einnahmen gerade einmal 160 Millionen Euro erreichten.

Exzessive Steuermaßnahmen vernichteten zehntausende Arbeitsplätze

Herr Staikouras ging noch einen Schritt weiter und brachte das Fehlschlagen der Maßnahmen mit dem Zusammenbruch des Marktes und der Stärkung der Steuerhinterziehung in Verbindung. „Die jährlichen Einnahmen waren um ein Vielfaches niedriger, viele Geschäfte haben inzwischen geschlossen und es scheint, dass auch die Steuerhinterziehung gefördert wurde.

Was die rigorose Anhebung der Heizöl-Sonderverbrauchssteuer betrifft, merkte der stellvertretende Minister an, dass diese eine Verpflichtung aus dem Memorandum darstellte, und ergänzte, die Regierung beabsichtige, dieses Thema im Juni 2013 der Troika zu stellen.

Es sei jedenfalls angemerkt, dass trotz des signifikanten Rückgangs des Heizölverbrauchs die Einnahmen aus der Sondersteuer zwar um 75% (auf ungefähr 120 Mio. Euro) anstiegen, was jedoch nicht ausreichte, um den Zusammenbruch der Einnahmen aus dem Dieselkraftstoff und der Gastronomie auszugleichen, die entsprechend um 17,4% und 63% (249 Mio. Euro) sanken.

(Quelle: To Pontiki)

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