Kanal von Korinth in Griechenland wirft wieder Gewinn ab

13. Mai 2013 / Aufrufe: 626

Zwei Jahre nach der Entprivatisierung bringt der Kanal von Korinth in Griechenland dem Staat erstmalig wieder beachtliche Gewinne ein.

Der Vorstand der (inzwischen wieder) staatlichen Korinth-Kanal AG genehmigte einstimmig die Senkung des Aktienkapitals um 200.000 Euro. Der Vorschlag wurde auf Basis der Prognosen der Unternehmensleitung über Gewinne in Höhe von 1 Million Euro im Jahr 2013 angenommen. 2012 beliefen sich die Gewinne aus der Nutzung des Kanals auf 200.000 Euro. In der Bekanntmachung der Gesellschaft lautet es:

Der Vorschlag zur Reduzierung des Aktienkapitals und die entsprechende Kapitalrückzahlung an das Finanzministerium stellt das Ergebnis der ordentlichen und rationellen Verwaltung der Finanzen der Gesellschaft dar und hat zum Ziel, in der schwierigen Periode, welche die Wirtschaft und die Bürger des Landes durchleben, zur Verstärkung der Einnahmen des Staatshaushalts beizutragen.

Private Geschäftsführung trieb das Unternehmen in Verluste

Es ist anzumerken wert, dass die Gesellschaft es – unter staatlicher Kontrolle – fertiggebracht hat, Gewinne zu verzeichnen und die „Löcher“ zu stopfen, welche ihre Verwaltung durch die private „Periandros A.G.“ schuf. Im Jahr 2009, dem letzten Jahr der privaten Geschäftsführung, belief sich der Verlust des Geschäftsjahrs auf 900.000 Euro, während im Jahr 2010, in dem die staatliche Kontrolle wiedererlangt wurde, die Betriebsverluste 3,5 Mio. Euro tangierten und wegen der mangelhaften Wartung ernsthafte Sicherheitsthemen entstanden waren.

Somit wird ersichtlich, dass ein Unternehmen vitaler Bedeutung, das an einen privaten Träger überging und in die Verlustzone getrieben wurde, innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums unter staatlicher Kontrolle wieder in ein gewinnbringendes Unternehmen umgewandelt wurde und in einem signifikanten Maß die Betriebskosten (um mehr als 75%) reduzierte. Es zahlt sogar Kapital an den griechischen Staat zurück!

Zur selben Zeit beharrt die Drei-Parteien-Regierung unter Antonis Samaras darauf, öffentliche Unternehmen und Vermögenswerte an Privatleute zu verschleudern und den Staat um äußerst wichtige Einnahmen zu bringen.

(Quelle: Avgi)

  1. Kostantinos
    13. Mai 2013, 18:44 | #1

    Da sieht man, wie sehr sich die Verantwortlichen die vorher zuständig waren, sich die eigenen Taschen mit den Einnahmen vollgestopft haben und noch an notwendigen Wartungen gespart hatten. Auf diese Art wurde fast alles in Griechenland ruiniert.
    Ansonsten mal eine positive Meldung aus dem gebeutelten Griechenland.

Kommentare sind geschlossen