Inflation in Griechenland auf historischem Tiefstand

14. Mai 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 1.708

Die Inflation hat in Griechenland im April 2013 das niedrigste Niveau seit 1968 erreicht.

Die Inflation blieb für den zweiten aufeinanderfolgenden Monat negativ, da sie im diesjährigen April um 0,6% sank (auf Jahresbasis), gegenüber einem Rückgang von 0,2% im März. Trotz dieser Tatsache verzeichnete die Griechische Statistikbehörde (ELSTAT) jedoch auch Anstiege um bis zu 25% bei Produkten und Dienstleistungen, die den sogenannten „Warenkorb der Hausfrau“ bilden. Preiserhöhungen wurden beispielsweise bei Fleisch (1%), Frischfisch (1,8%), Frischobst (5,25), Frischkartoffeln (24,3%), Kleidung – Schuhwerk (2,2%), Heizöl (25,1%), Stromtarifen (12,3%) und Tabak (5,9%) verzeichnet.

Auf der Gegenseite gab es weitere Preissenkungen (hauptsächlich wegen des Versuchs, den Umsatz zu halten), wie beispielsweise bei Möbeln – Bodenbelägen (3,6%), Rechnern (5,7%), Weiße Waren (4%), Haushaltsgeräten (4,3%), Haushaltsdienstleistungen (8%), ärztlichen – zahnärztlichen – paramedizinischen Dienstleistungen (4,3%), Reparatur- und Wartungsdienstleistungen im Wohnungsbereich (2,8%), Büchern (3,8%), Telefoniediensten (5,1%), Freizeitdienstleistungen (3,2%), Friseuren – Friseursalons (4%), Schuldgeldern (4%) und Autos (5,6%). Ebenfalls wurden Rückgänge bei den Wohnungsmieten (5,5%) – wegen der Einkommensbeschränkungen der Vermieter -, bei Benzin (7,2%) – wegen des Rückgangs der internationalen Kraftstoffpreise – und bei Medikamenten (8,8%) – wegen der neuen Liste – verzeichnet.

Spezieller wurde von der ELSTAT Folgendes veröffentlicht:

Aus dem Vergleich des allgemeinen Verbraucherpreisindexes des Monats April 2013 mit dem entsprechenden Index des Monats April 2012 ergibt sich ein Rückgang um 0,6%, gegenüber einem Anstieg von 1,9%, der bei dem selben Vergleich 2012 zu 2011 verzeichnet wurde. Im Vergleich zu März 2013 zeigte der allgemeine Index für April 2013 einen Anstieg um 0,5%, gegenüber einem Anstieg um 0,8% bei dem entsprechenden Vergleich des vorherigen Jahrs.

Der Rückgang des allgemeinen Indexes um 0,6% rührte aus den folgenden Änderungen her:

1. Aus den Rückgängen der Indizes:

  1. Um 3,6% bei der Gruppe „Dauergüter – Haushaltsartikel und Dienstleistungen“, hauptsächlich wegen der Preissenkungen bei Möbeln – Bodenbelägen, Schlafzimmertextilien – Weiße Waren, Haushaltsgeräte und Haushaltsdienstleistungen.
  2. Um 4% bei der Gruppe „Gesundheit“, hauptsächlich wegen des Rückgangs der Preise der Medikamente und ärztlicher, zahnärztlicher und paramedizinischer Dienstleistungen.
  3. Um 4,3% bei der Gruppe „Transporte“, hauptsächlich wegen des Rückgangs der Preise für Fahrzeuge und Autotreibstoffe (Benzin). Ein Teil des Rückgangs wurde durch den Anstieg der Flugzeugpreise neutralisiert.
  4. Um 5,1% bei der Gruppe „Kommunikationen“, hauptsächlich wegen des Rückgangs der Preise für Telefondienstleistungen.
  5. Um 2,9% bei der Gruppe „Freizeit – Kulturelle Aktivitäten“, hauptsächlich wegen des Rückgangs der Preise für audiovisuelle Ausrüstung – Rechner, Freizeitdienstleistungen und Bücher.
  6. Um 4% bei der Gruppe „Bildung“, hauptsächlich wegen der Rückgangs der Preise bei den Schulgeldern für private Schulen, Fremdsprachen, Nachhilfeschulen, IEK und postgraduale Studien.
  7. Um 1,6% bei der Gruppe „Hotels – Cafés – Restaurants“, hauptsächlich wegen Preissenkungen der Restaurants Konditoreien – Kaffeehäuser – Kantinen und der Hotels.
  8. Um 2,3% bei der Gruppe „Sonstige Güter und Dienstleistungen“, hauptsächlich wegen der Preissenkungen bei Friseurläden – Frisiersalons – Körperpflegeartikeln, persönlichen Artikel und Transportversicherungen.

2. Aus den Anstiegen der Indizes:

  1. Um 0,6% bei der Gruppe „Ernährung und alkoholfreie Getränke“, hauptsächlich wegen der preise bei Frischobst, Frischgemüse, frischen Kartoffeln, frischen Fischen, Fleisch allgemein. Ein Teil des Anstiegs wurde aus dem Rückgang der Preise bei Getreideprodukten und Präparaten, Olivenöl, Fruchtsäften ausgeglichen.
  2. Um 5% bei der Gruppe „Spirituosen und Tabak“, hauptsächlich wegen der Erhöhung der Zigarettenpreise.
  3. Um 2,2% bei der Gruppe „Kleidung und Schuhwerk“, hauptsächlich wegen der Preiserhöhungen bei Konfektions- und Schuhartikeln.
  4. Um 6,9% bei der Gruppe „Wohnen“, hauptsächlich wegen des Anstiegs der Preise für Heizöl und Elektrizität. Ein Teil des Anstiegs wurde aus dem Rückgang der Preise bei den Wohnungsmieten, Dienstleistungen für Reparatur und Wartung von Wohnungen und dem Erdgas ausgeglichen.

Außerdem sank die harmonisierte Inflation im April um 0,6%, gegenüber ebenfalls einem Rückgang um 0,2% im März und einem Anstieg um 1,5%, der im April 2012 gegenüber April 2011 verzeichnet wurde. Im Vergleich April – März 2013 zeigte der harmonisierte Index einen Anstieg um 0,5%, gegenüber einem Anstieg um 0,8%, der bei dem entsprechenden Vergleich des vorherigen Jahrs verzeichnet wurde.

(Quelle: Marketbeast.gr

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