Zuschauer des Völkermords in Griechenland

28. April 2013 / Aktualisiert: 08. Februar 2017 / Aufrufe: 1.736

Das Thema der Immigranten in Griechenland ruft den Genozid an den Juden in Erinnerung und scheint Teil eines Plans zum Schutz des Wohlergehens Nordeuropas darzustellen.

Die Immigranten in Griechenland, deren rechtlicher Status niemand außer den Behörden etwas angeht, sind neben und über allem Menschen … die an ihre Grenzen gelangt sind. Und das geht uns alle etwas an. Es ist eine humanitäre Krise, die sich von Tag zu Tag zuspitzt, ohne dass sich eine friedliche Lösung am Horizont abzeichnet. Und die Behörden sind keine humanitären Organisationen.

Nicht alle Immigranten befinden sich in dieser extremen Situation, weil sie nichts zu essen haben oder keine Arbeit finden. Manche hätten zu essen, wenn sie für die Arbeit bezahlt würden, die sie bereits haben und die laut den Erklärungen des ehemaligen Premierministers in der Tat die griechische Wirtschaft stützt. Sie stehlen keinem Einheimischen den Tageslohn, wie gewisse Scharlatane gefährlich zu popularisieren belieben – kein Grieche geht auf die Felder, unter der Sonne, 16 Stunden am Tag, um sich für ein paar Groschen den Rücken kaputt zu machen, ohne Versicherung. Und gleichzeitig hausen sie unter Bedingungen, die man nicht einmal in den elendigsten Gefängnissen der Dritten Welt begegnet.

Verelendung wird von „oben“ nach „unten“ abgewälzt

Es ist nicht nur die landwirtschaftliche Ernte, die dank der groben Ausnutzung dieser Menschen wieder auflebt. Unzählige Sektoren in Griechenland, seit Jahrzehnten vergessen, stützen sich auf die billigen und bereitwilligen Hände der Immigranten – speziell wenn sie unbezahlt bleiben und kein Problem damit haben, Prügel zu beziehen ohne einen Laut von sich zu geben. Wer nicht einverstanden ist, auf den wird geschossen. Also genau wie in Auschwitz, genau wie in Amerika vor der Abschaffung der Sklaverei.

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass viel Blut vergossen wurde, damit sowohl die nazistische Bestialität von 1940 als auch die amerikanische von 1861 aufhörte – Entgleisungen solchen Maßes „verfliegen“ nicht einfach auf magische Weise. Bevor sie nachlassen, fordern sie harte Neuordnungen und Änderungen der Machtstrukturen, entweder zum Besseren oder zum Schlechteren.

Wir können nicht apathisch bleiben. Die Verelendung betrifft natürlich nicht nur die Immigranten, sondern auch alle Griechen. Da jedoch die „Oberen“ in der gesellschaftlichen Hierarchie Druck auf die „Unteren“ ausüben, wird sie so auf die Immigranten abgewälzt, die das letzte Rad am Wagen, die Sackgasse der unteren und mittleren und Arbeiterklasse sind. Der Druck wird immer härter. Tagelöhne des Horrors, Menschenhändler, Kriminelle, Konzentrationslager, gesellschaftlicher Ausschluss.

In Afrika alltäglich, nun auch in Europa …

Ergebnis ist, dass die Immigranten in Griechenland ausgerottet werden. Jedoch nicht alle. Von der griechischen Gesellschaft werden nur konkrete Rassen und Hautfarben als unerwünscht charakterisiert. Mit Kriterien, die nicht immer rassistisch oder nationalistisch sind – die Rassisten stören die Bangladescher und die Pakistaner, jedoch nicht die Chinesen oder die Polen, geschweige denn die anderen Nordeuropäer. Der einzige verbleibende Parameter ist jener, der will, dass die Ärmsten auch die am meisten Unterdrückten sind.

Was können wir bezüglich dieses verallgemeinerten gesellschaftlichen Unfalls tun? Solange es noch Zeit ist, bevor ein Unglück geschieht? Wir können nichts anderes tun, als sie (die Immigranten) zu beschützen – in der Praxis, indem wir ihnen Unterkunft, Nahrung und medizinische Versorgung gewähren. Die Hilfe einzufordern, die wir als lokale Gesellschaft in einer Stunde des Notstands benötigen. Dass die humanitären Organisationen des ganzen Planeten intervenieren, bis das Thema so gelöst wird, wie es einem zivilisierten Land gebührt

Wollen Sie es als Notstand wegen einer humanitären Krise sehen? Sehen Sie es auch so. Sie leben in einem Land, in dem verfolgte Populationen Zuflucht suchen. In Afrika geschieht das jeden Tag. Jetzt geschieht es auch hier, und nicht zum ersten Mal. Das selbe geschieht von Griechenland aus nach Nordeuropa, Amerika und Australien.

Aufschwung = Erledigung der Drecksarbeit für Nordeuropa?

Was passiert, ist kein Zufall, es ist kein natürliches Phänomen, weder in Griechenland noch sonst wo. Gewisse Leute fassen Beschlüsse, gewisse Leute schaffen die Voraussetzungen, welche die Umstände für die systemischen Mordversuche gegen Immigranten, die überall befindlichen „Manolader„, die Konzentrationslager in Amygdaleza, Korinth und wo auch immer schaffen (Anmerkung: gemeint sind die in ehemaligen Kasernen eingerichteten neuen „Auffanglanger“ für illegale Immigranten). Es wird ein Plan sichtbar, sei es auch im Nachhinein.

Der Zweck ist wahrscheinlich einfach eine Geburt der durch die Umstände bedingten Notwendigkeit – nämlich, mit minimalen Kosten die unvermeidliche Wanderung von Populationen aus Ländern, in denen Krieg oder eine andere extreme Lage herrscht, nach Europa einzuschränken. Der Modus ist die Finanzierung aus dem unter deutscher Hegemonie stehenden Nordeuropa, damit es Strukturen für kontrollierte Bevölkerungsbewegungen gibt – in dritte oder „befreundete Länder“.

Diese Länder – wie Griechenland – befinden sich im wirtschaftlichen Zusammenbruch und profitieren von den Mitteln der EU. Sie adoptieren … den selben Plan der Handhabung, den die Polen des Jahres 1940 gegen die Juden adoptierten. Zu Beginn sperrten sie diese in Ghettos ein. Danach in Konzentrationslagern. Der weitere Verlauf ist uns allen bekannt … .

Wie lange wollen wir noch weiterhin so tun, als ob wir nicht wüssten, was geschieht und wohin Griechenland geführt wird? Oder bedeutet Aufschwung möglicherweise, dass wir die Drecksarbeiten übernehmen, welche Nordeuropa nicht tun will, damit es sein seit geraumer Zeit zügelloses Wohlergehen aufrecht erhält?

(Quellen: Kouti tis Pandoras)

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  1. Catalina
    28. April 2013, 01:13 | #1

    Es gibt nur eine Lösung (für Griechenland). Jeder Immigrant, der ins Land kommt, wird registriert, erhält eine anständige Mahlzeit, darf duschen und sich ausschlafen, und dann bekommt er einen griechischen Pass ausgehändigt und darf sich sofort zu den Fähren nach Italien begeben und weiterreisen. Denn in Griechenland will doch im Grunde niemand bleiben. Also erfüllen wir ihren sehnlichsten Wunsch. Die ungehinderte Weiterfahrt nach Deutschland, Frankreich, Schweden etc. 😉

    Unter anderem auch ein paar kluge Worte, die man anscheinend erst fassen kann, wenn man das Elend vor Ort gesehen hat:

    Die EU-Grenzbehörde Frontex sei an der griechisch-türkischen Grenze nun ständig präsent. An monatlichen Überwachungsmissionen nähmen Beamte aus unterschiedlichen EU-Staaten teil. Dem niederländischen Grenzbeamten Ben Voermans zum Beispiel hat sein Einsatz in Orestiada die Augen geöffnet. Europa müsse stärker zusammenarbeiten, um das Problem in den Griff zu bekommen, sagt er. „Man kann nicht anderen Ländern die Schuld an einem gemeinsamen Problem zuschieben, dem wir als Europa begegnen müssen“, sagte er in einem Interview.

    Exakt! Es ist nicht ein Problem Griechenlands, es ist ein EU-Problem!

  2. Werner
    28. April 2013, 01:16 | #2

    ultralinkes Geschwurbel!
    Niemand hat die Immigranten eingeladen!
    Niemand hat sie gebeten zu bleiben!
    Niemand (von den offiziellen Stellen) traut sich, sie nach Hause zu schicken
    Niemand will Arbeits- oder Nahrungskonkurrenten haben, außer die Linken
    dann fresst die Scheiße und gebt den Immigranten euer letztes Stück Brot, aber hört auf zu lamentieren und den Rest der Menschheit für euer unrealistisches Menschenbild und den Tod der Immigranten verantwortlich zu machen.

    Toleranz heißt nicht Gleichgültigkeit heißt nicht Toleranz.
    Wer arbeitet soll essen, wer nicht arbeitet soll gehen.

  3. Mark
    28. April 2013, 10:03 | #3

    Immigrant ist nicht gleich immigrant. Ein legaler immigrant ist eher wie ein Besucher zu betrachten ein illegaler wie ein Einbrecher.
    Das zusätzliche Problem ist, dass die Intergrierbarkeit der moslemischen Immigranten gegen null tendiert.
    Warum also mit dem Problem belasten? Den Druck auf die illegalen Immigranten deren Arbeitgeber und Förderer erhöhen bis alle wieder zu Hause sind. Mit Schlagwörtern wie Völkermord macht man sich doch wirklich lächerlich in dieser Diskussion.

  4. Hexe
    28. April 2013, 11:50 | #4

    @Werner
    „Wer arbeitet soll essen, wer nicht arbeitet soll gehen.“
    Konfrontieren Sie mit diesem Satz zuerst einmal all die superreichen Griechen, die auf Mykonos mit Champagner duschen!

  5. Catalina
    28. April 2013, 12:41 | #5

    @Werner:
    Wer arbeitet soll essen, wer nicht arbeitet soll gehen.

    Also das passt jetzt nicht, Werner. Denn das Problem heutzutage in allen europäischen Ländern ist ja, dass sie alle eine riesige Anzahl von „ausgebeuteten“ Arbeitssklaven haben. Seien es die Pakistani in Manolada, seien es Afrikaner, die sich auf irgendwelchen Plantagen in Nordgriechenland verdingen, seien es die Polen, Ukrainer, Rumänen, Ungarn etc., die in der Landwirtschaft, in der Gastronomie, im Pflegebereich, in der Fleischindustrie in Deutschland für einen Hungerlohn arbeiten und zum Schluß vielleicht noch um ihren Lohn gebracht werden, seien es die Beerenpflücker aus Thailand, die in elendigen Unterkünften in Schweden leben müssen und die jedes Jahr auf’s Neue wieder um ihre lächerliche Bezahlung kämpfen müssen. In allen Ländern Europas haben wir arbeitswillige Immigranten, die wirklich, anders kann man es nicht sagen, als regelrechte Arbeitssklaven gehalten werden.

  6. V99 %
    28. April 2013, 23:15 | #6

    Den Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
    Was können wir bezüglich dieses verallgemeinerten gesellschaftlichen Unfalls tun? Solange es noch Zeit ist, bevor ein Unglück geschieht? Wir können nichts anderes tun, als sie (die Immigranten) zu beschützen..
    Wie waers denn einfach erstmal mit einer funktionierenden Auslaenderbehoerde?
    Seit X-Jahren wird das Problem von der griechischen Regierung vor sich hergeschoben und alle moeglichen unsinnigen Programme, von Frontex bis KZ-Zauene und ~Lager bauen, durchgezogen. Ganz zu schweigen von hunderten Millionen Hilfsgeldern, die kassiert wurden, immer mit dem Finger auf die da im Norden zeigend (natuerlich haben die sich auch nicht mit Ruhm beckleckert). Wie waere es denn mit einem Abkommen mit der Tuerkei, da ja von da immer noch ein erheblicher Teil einmarschiert? Dem steht aber die griechische Turkophobie im Wege, also passiert auch da nichts. Wenn die griechische Regierung erstmal ordentlich vor der eigenen Haustuer gekehrt haette, sollte man zu Recht, Forderungen an die EU stellen. Solange dies aber nicht geschehen ist, wird es bei derartigen Jammer-Pseudomitleids-Artikeln bleiben, Hr. Chatzistefanou!
    Wer mehr darueber Lesen moechte, einfach mal nach Pro Asyl mit Stichwort „Walls of Shame“ googeln.

  7. Moppel
    29. April 2013, 01:02 | #7

    Griechenland sollte endlich auf Schengen und Dublin scheißen, die in einer Größenordnung bei 1 Million veranschlagten illegalen Immigranten kurzerhand nach Westeuropa abschieben bzw. durchschleusen (zumal Letztere eh fast ausnahmslos dort hin wollen und speziell aus Deutschland auf Basis einschlägiger Urteile auch nicht mehr nach Griechenland zurückgeschickt werden dürfen …) und ggf. die vielzitierten „hunderte Millionen“ – soweit die Gelder nachweislich nicht zweckgebunden verwendet wurden – einfach auf die Verschuldung gegenüber den Geberländern aufschlagen!

  8. Catalina
    29. April 2013, 01:03 | #8

    Nee, sorry V99%, ich glaube, Dir sind nicht die Dimensionen bekannt, mit denen Griechenland bezüglich der Immigrantenwelle zu kämpfen hat. Wenn ich nur mal die niedrigste / harmloseste Anzahl von Neuzuwanderern, Flüchtlingen, Asylanten, Illegalen, Immigranten oder wie immer man sie benennen möchte, nehme (ca. letztes Jahr 150.000 Menschen in GR) und diese Zahl auf die Bevölkerung Deutschlands hochrechne, dann müßtest Du Dich mal fragen, was in Deutschland los wäre, wenn dort ungebremst 1,2 Millionen Flüchtlinge, Asylanten, Illegale, Immigranten durch’s Land streifen würden, in Lagern vor den Städten lebten und es immer mehr würden. Tag für Tag. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Kommunen schon längst den Notstand ausgerufen hätten, eventuell Panzer die „Sicherheit“ der Einheimischen zu garantieren versuchten und eine Mordsstimmung gegen diese armen Menschen bei der einheimischen deutschen Bevölkerung vorherrschen würde. Von irgendwelchen „speziellen“ Parteigründungen will ich gar nicht erst anfangen zu reden …

  9. Rudi
    29. April 2013, 06:13 | #9

    Dieser Artikel trifft den Nagel auf den Kopf.
    Was würde Mitkommentator Werner wohl sagen, wenn er in Pakistan geboren wäre? Es ist doch das reine Glück, in einem Land wie Griechenland oder Deutschland das Licht der Welt zu erblicken. Aber Manche meinen ernsthaft, dieser Umstand mache sie zu was Besseren.

  10. Ottfried Storz
    29. April 2013, 09:42 | #10

    Zu dem Thema gibt es x-Studien u.a. von Seiten der EU, einfach mal Einwanderer +Griechenland +Studien googeln.
    Als Hauptproblem wird in den Studien die extrem ineffiziente Bürokratie Griechenlands und eine falsche politische Schwerpunktsetzung hinsichtlich der Grenzsicherung angesehen. Letzteres bedeutet: Griechenland war bis vor kurzem ein sehr starkes Militär hundert Mal wichtiger, als konsequentere Grenzabschottung. Z.b. Nachsichtgeräte für das Militär ja, aber doch nicht für Grenztruppen. Für ein einziges U-Boot oder zusätzliche Fregatte wurde mehr Geld ausgegeben, als für die Grenzabsicherung gegenüber der Türkei. Zudem keine erkennbare wirkliche Strafverfolgung korrupter Grenzer.
    Das nutzen Schlepperbanden aus, die wissen, das man über Griechenland viel einfacher Einwanderer in die EU bekommt, als über andere EU-Aussengrenzenländer. Sind Einwanderer einmal in Griechenland, werden sie „ineffizient bürokratisch“ passiv geduldet oder verwaltet.

  11. Götterbote
    29. April 2013, 14:36 | #11

    @Ottfried Storz
    Erklären Sie mir mal bitte, wie Sie die Grenze so abschotten wollen, dass dort niemand mehr drüber gelangt? Das ist vielleicht noch zu Lande irgendwie möglich, aber Griechenland hat zig tausende Küstenkilometer zu überwachen, was die Sache unmöglich macht. Selbst wenn die Flüchtlinge „erwischt“ werden, darf man sie ja nicht mal eben einfach wieder auf die andere Seite schmeißen, sondern ist dann zu entsprechenden Maßnahmen verpflichtet. Dazu kommt noch, dass die Türkei sich wohl nicht so sehr an die entsprechenden Vereinbarungen zur Rückführung der Flüchtlinge hält.

    Die EU sollte hier mal zeigen, dass dies ein EU-Problem ist und nicht nur eines von Griechenland, Italien oder Spanien und die Kosten dafür übernehmen und wie schon jetzt im Einsatz, die EU-Grenztruppen verstärken.

  12. GR-Block
    29. April 2013, 17:10 | #12

    @Werner
    „ultralinkes Geschwurbel!“ ???
    „Niemand hat die Immigranten eingeladen!“ Doch, es ist die altägliche Dauerwerbung in allen Medien dieses Planeten über die Lebensqualität in Europa.
    „Niemand hat sie gebeten zu bleiben!“ Doch, die Plantagenbesitzer. Und zwar mit dem Druckmittel, weiterarbeiten, bis ich euch zahle, was ich euch schulde.
    „Niemand (von den offiziellen Stellen) traut sich, sie nach Hause zu schicken“ Doch, Abgordnete der Chrysi Avgi.
    „Niemand will Arbeits- oder Nahrungskonkurrenten haben, außer die Linken“ Na klar, vor allem Plantagenbesitzer sind die treuesten Wähler der KKE.
    „dann fresst die Scheiße und gebt den Immigranten euer letztes Stück Brot, aber hört auf zu lamentieren und den Rest der Menschheit für euer unrealistisches Menschenbild und den Tod der Immigranten verantwortlich zu machen.“ Καλή όρεξη.
    „Toleranz heißt nicht Gleichgültigkeit heißt nicht Toleranz.“ ?¿?
    „Wer arbeitet soll essen, wer nicht arbeitet soll gehen.“ Ihr Satz klingt wie die menschenverachtende vollständige Verwertung des Menschen im industriellen Produktionsprozess des dritten Reiches. Wieviele Millionen Arbeitslose der EU sollen denn nach Ihrer Vorstellung gehen, und wohin. Etwa zu den europäischen Joint Ventures in China.

    Außerdem, selbst wenn es für einen Germanen unverständlich erscheint: sowohl zum Arbeiten als auch zum Gehen muss man essen, nicht umgekehrt 😉

  13. Ottfried Storz
    29. April 2013, 17:34 | #13

    @Götterbote:

    Spanien und Italien (und deren Inseln) haben ebenfalls reichlich Küstenkilometer, deren Grenzschützer sind jedoch besser ausgestattet und entsprechend effektiver.

    Im letzten Jahrzehnt kamen hundertausende Einwanderer über den Grenzfluss Evros (2011 wurden dort rd. 35.000 zurück geschickt) nach Griechenland, aber erst 2012 (!) wurde mit dem Bau eines nur 3 Mio teuren Grenzzauns begonnen. Das meine ich mit „Griechenland war bis vor kurzem ein sehr starkes Militär hundert Mal wichtiger, als konsequentere Grenzabschottung“: Milliarden für Fregatten und U-Boote, aber fast nichts für Grenzzäune und Nachsichtgeräte für Grenzschützer.

  14. Catalina
    29. April 2013, 18:15 | #14

    Ottfried Storz:
    Spanien und Italien (und deren Inseln) haben ebenfalls reichlich Küstenkilometer, deren Grenzschützer sind jedoch besser ausgestattet und entsprechend effektiver.

    Effektiver? Ach ja, und dafür schwimmen tausende von namenlosen Leichen im westlichen Mittelmeer … Und was heißt denn „konsequente Grenzabschottung“? Sollen um jedes europäische Land meterhohe Mauern gezogen werden? Ist es das, was Sie wollen? Und dann sagen Sie wohlmöglich noch „ich bin ein freier Europäer“?

  15. Götterbote
    29. April 2013, 19:54 | #15

    @Ottfried Storz

    Küste Spanien: ca. 4.000KM
    Küste Italien: ca. 7.700KM
    Küste Griechenland: ca: 16.000 (!!!) KM.

    Zudem sind die Voraussetzungen ganz andere. Während Spanien sich mehr oder weniger auf Marokko verlassen kann und in erster Linie das weit entfernte spanische Festland angepeilt werden müsste (der Abschnitt in Gibraltar kann recht einfach überwacht werden), reichen in Griechenland von der Türkei steinwurf entfernte Inseln aus, um in die EU zu gelangen. Griechenland hat definitiv ein viel schwereres Los, was das angeht.

    Das der Zaun nicht gebaut wurde, hatte weniger finanzielle Gründe, als viel mehr politische. Nicht nur, dass Menschenrechtler in ganz Europa schon immer dagegen waren und protestiert haben, auch der freundliche Nachbar Türkei hatte sich dagegen gewehrt und Unterstützung der EU gab es dafür auch nicht.

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