Simitis fror 1995 Erdöl-Suche in Griechenland ein

10. April 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 1.428

Brisante Enthüllung einer Professorin der Geophysik: in Griechenland fror Premierminister Simitis 1995 die Forschung nach Erdöl im Ionischen Meer und bei Kreta ein!

1995 führt das französische Forschungsschiff „Atalanti“ geophysikalische Untersuchungen zur Auffindung von Strukturen durch, welche Energievorkommen innerhalb der griechischen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) beherbergen können. Die durchgeführte Untersuchung wist offiziell und wird von der Europäischen Union mittels des Programms MAST II finanziert. Jedoch sind nicht alle Forscher auf dem Schiff Franzosen, auch Griechenland ist vertreten …

Bei dieser signifikanten Untersuchung (durch die französische Universität École Normale), die praktisch den Meeresboden in der griechischen AWZ sowohl im Ionischen Meer als auch südlich von Kreta kartographisierte, wurde Griechenland durch die Geophysikerin Frau Panagiota Georgopoulou vertreten, die bereits ihre Dissertation zu diesem Thema ausarbeitete. Einen signifikanten Teil dieser Ergebnisse wiederum wertete sie selbst aus.

Die Ergebnisse der Untersuchungen

Der südlichere Abschnitt der durch seismische Untersuchungen abgedeckten Untersuchungen ist jener, dessen Grenzen sich westlich von dem libyschen Golf von Sidra / Syrtis bis hin zu dem südwestlich von Zypern gelegenen Herodot-Becken im Osten erstrecken„, führt Frau Georgopoulou gegenüber einer Sonntagszeitung in Zusammenhang mit dem Raum der Erforschungen an, der praktisch auch mit dem Areal zusammenfällt, welches neulich die norwegische PGS erforschte.

Laut Frau Georgopoulou wurden seit 1974 Erforschungen durchgeführt. Untersuchungen, welche – wie sie betont – zu außerordentlichen Entdeckungen führten:

  1. Der gesamte Meeresbodens des Ionischen Meers ist mit Salzen der Messinischen Epoche bedeckt.
  2. Es existieren Evaporite, deren Stärke auf über 8 Kilometer veranschlagt wurde.
  3. Es existieren Kalkgesteine aus der Kreidezeit, in denen die Kohlenwasserstoffe vermutet werden.
  4. Es wurde eine Fülle an Schlamm-Vulkanen entdeckt.
  5. Charakteristische Entdeckungen waren auch die Kartierungen der Salzseen unter dem Meer.

Dermaßen ermutigende Befunde über die Präsenz großer Erdöl- und Erdgasvorkommen hätten das ungeheure Interesse einer jeden Regierung hervorgerufen. Die Regierung Simitis begrub das Thema jedoch in einer Nacht.

Wie Grigoris Tsokas, Professor der Geophysik an der Aristoteles-Universität Thessaloniki (AUTH) erklärt, verschmähte der ehemalige Premierminister Kostas Simitis die Forschungsabteilung der Hellenic Petroleum SA (ELPE). Die Suche nach Erdöl in Griechenland endete, bevor sie überhaupt begann.

Die norwegische PGS vollendete ihre Untersuchungen

Trotz allem und sei es auch mit ungeheurer Verzögerung vollendete die norwegische Petroleum Geo-Services (PGS) vor wenigen Monaten ihre Untersuchungen in dem Gebiet. Frau Georgopoulou unterstrich, dass die konkrete Untersuchung die Existenz von Energievorkommen enthüllen wird. Abschließend ist es anzumerken wert, dass die Länder, welche Erdöl produzieren, sich nicht dem Euro anschlossen.

Die Rückschlüsse mag jeder selbst anstellen.

(Quelle: TheBest.gr)

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  1. Jannis
    10. April 2013, 17:54 | #1

    Öl wird in Dollar abgerechnet. Wer das ändern will, ist entweder tot oder oder wird als „Schurkenstaat“ verfemt und der „Achse des Bösen“ zugerechnet. Stichworte: Saddam, Gaddafi, Iran. Was wäre aber, wenn Öl in nennenswerten Mengen einfach in Euro abgerechnet werden müsste, weil das Öl in einem Land gefördert wird, das den Euro als Währung hat?

    Es wurde schon lange davon gesprochen, aber jetzt gibt es Gewissheit aus mehreren Quellen: Griechenland sitzt auf riesigen Öl- und Gasvorkommen. Und: Das ist seit einigen Jahren bekannt. Amerikanische Ölfirmen haben bereits mit Bohrungen begonnen und Israel baut für wirklich viel Geld auf Zypern einen Verladeterminal für Flüssiggas. Solange Griechenland im Euro ist, würde dieses Öl auch in Euro abgerechnet. Nordseeöl hingegen wird schon in Dollar abgerechnet, weil die Förderländer Großbritannien und Norwegen dem Euroverbund nicht angehören. Die Vorgänge interessierter Kreise, den griechischen Austritt aus dem Euro zu erreichen, erhalten damit ein neues Gesicht.

    Man kann davon ausgehen, dass in zwei bis drei Jahren in Griechenland Öl gefördert und exportiert wird. Sollte also Griechenland aus dem Euro ausscheiden, zur Drachme zurückkehren, dann wird griechisches Öl selbstverständlich in Dollar abgerechnet. Die Griechen werden reich sein.

  2. Rikafel
    11. April 2013, 09:25 | #2

    Auch wenn die USA ein großes interesse am Dollar als Leitwährung haben, weil ihnen das den zugang zu den Kapialmärkten sichert, bedeutet das nicht, daß Griechenland kein Öl förden darf, weil es im Euro ist. Viele andere Produkte aus dem Euroraum werden ja auch in Dollar abgerechnet, Auch Gold, das in Griechenland gefördert werden soll.
    Im Artikel steht ja, man habe die ersten Untersuchungen bereits 1995 durchgeführt. Auch wenn es dann noch 5 Jahre gedauert hätte, um die Art und Größe der Ölvorkommen zu ermitteln, wäre für die griechische Regierung genug Zeit gewesen, sich gegen den Euro zu entscheiden.
    Norwegen und Großbritanien wollten den Euro nicht, weil das eine engere Bindung an den EU und damit mehr Verantwortung, auch für die Ärmeren EU Länder bedeutet hätte. So aber muß sich Norwegen, das mit Abstand reichste Land Europas nicht an der Rettung der Armen beteiligen.

  3. Mark
    11. April 2013, 09:41 | #3

    1995 war der Rohölpreis bei USD 20,- . Bei dem Preis rechnet sich eine Exploration nicht.

    @Jannis
    Ihre Aussagen sind durch nichts belegt. Es sind reine Hoffnungswerte.
    Insbesonders die Annahme das in 2-3 Jahren Öl und Gas in GR gefördert wird ist völlig aus der Luft gegriffen. Es wird Öl und Gas geben, wieviel ist nicht sicher und gefördert wird in frühestens 7-8 Jahren.

    Reich werden die Griechen auf jeden Fall dadurch nicht. In keinem größeren Land ist die Bevölkerung durch Öl / Gas reich geworden, außer es handelt sich um ein Land mit Westlich/Europäischen Werten. Da GR diese Werte nicht besitzt werden wohl nur die Beamten und Ihre Speichellecker die Gelder abschöpfen.

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