60.000 Firmenschließungen und 30% Arbeitslosigkeit in Griechenland

28. April 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 1.954
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Der Präsident der IHK Athen in Griechenland prognostiziert für 2013 rund 60000 Unternehmensschließungen und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 30 Prozent.

In seinen Erklärungen gegenüber der Österreichischen Nachrichtenagentur (APA) am 25 April 2013 veranschlagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer Athen (EBEA), Pavlos Ravanis, die Anzahl kleiner Unternehmen in Griechenland, die 2013 ihren Betrieb einstellen werden, nunmehr auf 60.000 und fügte an, dies bedeute, dass fast 120.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

Wie er anmerkt, „ist die Sterbefrequenz der Unternehmen“ gesunken, jedoch schließen auch weiterhin mehr Unternehmen als neue gegründet werden. Im Jahr 2011 kamen statistisch gesehen auf jedes neugegründete Unternehmen 2,5 Unternehmensschließungen, im Jahr 2012 sank dieses Verhältnis, da jeder Unternehmensgründung „nur“ noch 2 Schließungen gegenüber standen, und für das laufende Jahr wird mit einem Verhältnis von 1 : 1,5 gerechnet.

Bürokratische und steuerliche Belastung muss reduziert werden

Weiter erachtet der Kammerpräsident, dass 2013 die Arbeitslosenquote einen neuen Rekordwert in der Größenordnung von 30% (gegenüber derzeit 26%) erreichen wird und die höchste Quote im Raum der Eurozone darstellt. Wie er ergänzt, wird im Sommer wegen des Tourismus möglicherweise ein einschlägiger Rückgang der Arbeitslosigkeit zu beobachten sein, im September wird sie jedoch wieder auf unfassbare Werte ansteigen.

Als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit schlägt Herr Ravanis die Senkung der Besteuerung und die Eliminierung bürokratischer Hindernisse vor, damit für die Unternehmen ein ähnliches Niveau der Belastung wie in den Nachbarländern erzielt wird. Seines Erachtens benötigen die Kleinunternehmen einerseits die Unterstützung durch den Staat und andererseits eine steuerliche Entlastung, damit das Steuersatz 15% nicht übersteigt.

(Quelle: Marketbeast.gr)

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  1. MamaBiene
    28. April 2013, 18:03 | #1

    Das ist hier in der BRD bis auf ganz wenige regionale Ausnahmen nichts anderes. Nur es wird alles getan um dies auf den offiziellen Statistiken zu verheimlichen.
    So ziemlich alles was hier pleite gehen kann ist pleite gegangen. In den letzten Jahren sind in den Städten fast alle (!) kleinen Privatgeschäfte verschwunden. Die Insolvenzen gehen seit Jahren durch die Decke. Arbeitslosigkeit von gut und gerne 15%. Schlimmer noch 90% der Arbeitnehmer arbeiten in völlig prekären Verhältnissen unter, oder nur knapp über, dem absoluten Existenzminimum. Fast alle Betriebe haben Einstellungsstop oder entlassen weiter … Es ist ein Horrorszenario das hier abläuft!

  1. 12. Dezember 2013, 12:06 | #1

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