Zyprische Unternehmen: Danke, dass ihr uns vernichtet habt!

31. März 2013 / Aktualisiert: 12. April 2018 / Aufrufe: 11.371

Unternehmer aus Zypern: Wir danken Frau Merkel & Co, uns vernichtet zu haben!

Eins der verlogenen Argumente, mit denen die Beschlagnahmung von Bargeld in Zypern „gerechtfertigt“ wurde, war, dass diese Konfiszierung hauptsächlich reiche Steuerhinterzieher und russische Oligarchen treffe. Die Informationen über die Kapitalflucht aus Zypern während des Zeitraums, in dem die Banken für das einfache Volk geschlossen waren, lassen jedoch vermuten, dass diese Kategorien der Anleger möglicherweise diejenigen sind, die von dem „Haircut“ am wenigsten getroffen wurden.

Dagegen zeigt sich immer mehr, dass diejenigen, die von dem „Schnitt“ getroffen werden, die nicht abgesicherten Sparer und die kleinen und großen Unternehmen sind, die ihr Bargeld ganz klar allein nur für Betriebskapitalzwecke auf Zypern geparkt hatten. Es handelt sich um unternehmerische Liquidität, die für immer verflogen ist und fortan nicht mehr für die Finanzierung unternehmerischer Aktivitäten wie Lohnzahlungen, Einkäufe und Betriebskosten verwendet werden kann.

Dies erklärt ein anonymer zyprischer Unternehmer in einem Post auf der (zufällig?) Digitalgeld-Plattform BitCoin bzw. dem Bitcoin-Forum, der auch einen Screenshot des aktuellen Status des Girokontos seiner Firma bei der Laiki-Bank einstellt:

Gesperrtes Kontoguthaben bei der Laiki-Bank in Zypern
Gesperrtes Guthaben eines Firmenkontos bei der Laiki-Bank in Zypern

Wir gehen in die Karibik …

Der größte Teil des Geldes auf dem Girokonto unseres Unternehmens ist blockiert. Mehr als 700.000 enteigneten Geldes werden für die Tilgung der Verschuldung des Landes verwendet werden. Möglicherweise werden wir in 6 – 7 Jahren ungefähr 20% dieses Betrags zurück bekommen.

Ich bin kein russischer Oligarch, sondern habe einfach nur ein europäisches Informatik-Unternehmen mittlerer Größe. Das Unternehmen ist mit Sicherheit vernichtet worden, alle Beschäftigten auf Zypern werden entlassen werden. Tausende andere Firmen auf ganz Zypern befinden sich in der selben Situation.

Wir ziehen in ein kleines Land in der Karibik um, wo die Behörden den Vermögenswerten der Leute größeren Respekt entgegen bringen. Ebenfalls überlegen wir uns, für die Zahlung von Löhnen und den Zahlungsverkehr zwischen unseren Gesellschaftern Bitcoin zu nutzen.

Speziellen Dank an:

  • Geroun Ntaiselmploum
  • Angela Merkel
  • Manuel Barozo
  • Die übrigen Bediensteten der Kommission

Vernichtende Regelungen für Kunden der Laiki und Cyprus Bank

Ergänzend sei angemerkt, dass gemäß den letzten Erlassen der Zyprischen Zentralbank vom 29 März 2013 alle per Einlagensicherung abgesicherten Guthaben natürlicher und juristischer Personen in Höhe von insgesamt bis zu 100.000 € von der Laiki Bank zur Cyprus Bank transferiert wurden, mit Stichtag den 26 März 2013. Alle über diesen Betrag hinausgehenden Guthaben verbleiben bei der „bad bank“ der Laiki  und gehen damit höchstwahrscheinlich bis zu 100% verloren.

Übersteigt danach bei der Cyprus-Bank die Summe aller Guthaben einer natürlichen oder juristischen Person nach Verrechnung mit eventuellen Verbindlichkeiten den Betrag von 100.000 €, gilt für den darüber hinausgehenden Betrag Folgendes:

  • 37,5% des Betrags werden automatisch in Aktien 1. Klasse der Cyprus-Bank mit Stimmrecht und Dividenden-Anspruch umgewandelt.
  • Weitere 22,5% des Betrags bleiben vorläufig eingefroren und werden zum Zweck der vollständigen Rekapitalisierung der Cyprus-Bank spätestens innerhalb von 90 Tagen nach Abschluss der Bewertung der Bank vollständig oder teilweise in Aktien umgewandelt, wobei im letzteren Fall der verbleibende Betrag wieder in Guthaben umgewandelt wird.
  • die restlichen 40% des des Betrags werden bis auf weiteres zu Liquiditätszwecken ebenfalls eingefroren, jedoch weiterhin als Guthaben verzinst und nicht zur Rekapitalisierung der Bank herangezogen werden.

Praktisch bedeutet diese Regelung also, dass nicht durch die Einlagensicherung gedeckte Guthaben zu 37,5% definitiv „verloren“ sind, weitere 22,5% voraussichtlich ebenfalls vollständig für die Sanierung der Cyprus-Bank verwendet oder bestenfalls nach etlichen Monaten eventuell zu einem mehr oder weniger geringen Anteil wieder dem Guthaben zugeführt und die übrigen 40% bis auf weiteres eingefroren bleiben.

Die Kunden der Laiki-Bank laufen dagegen in Gefahr, mit hoher Wahrscheinlichkeit praktisch ihr gesamtes nicht durch die Einlagensicherung gedecktes Kapital zu verlieren. Ein weiterführender Beitrag mit einschlägigen Details wird in Kürze folgen.

(Quellen: Imerisia, StockWatch)

Relevante Beiträge:

  1. Fischer
    31. März 2013, 10:52 | #1

    Niemand hat Griechenland (oder) Zypern gezwungen deutsches oder franzoesisches Militaergeraet oder Mercedes, BMW etc zu kaufen. Profitiert haben nur die von Ihnen gewaehlten korrupten Politiker, gegen diese sollte sich auch ihre Abneigung richten.
    Im uebrigen hoffe ich, dass diese allseits verhasste EU baldmoeglichst auseinanderfaellt. Griechenland war, als es dort noch Esel gab, auch viel schoener, echten Fortschritt hat die EU keinem gebracht.

  2. Jannis
    31. März 2013, 12:51 | #2

    Genau, niemand hat Griechenland (oder) Zypern gezwungen deutsche Produkte zu kaufen. Gezwungen hat man Sie aber, neue Kredite aufzunehmen um (hauptsächlich) Kredite deutscher Banken abzulösen!
    Siehe Irland, Spanien und wohl bald auch Italien …


  3. nbird.de
    31. März 2013, 14:04 | #3

    Wir haben noch gar nichts gesehen… das geht erst los..

  4. Böse
    31. März 2013, 16:09 | #4

    Ich kann nicht verstehen, warum die 9,9% ab 100.000 € vom Parlament abgelehnt wurde. So ist es in der Tat ein unmöglicher Zustand, dass Unternehmen ihr Cash-Bestand fast komplett verlieren. Ich kann diese Lösung deshalb nicht akzeptieren!

    Was ich jedoch auch nicht verstehe ist, dass wohl die meisten Unternehmer ihr Cash-Guthaben über den 100.000 € hinaus noch in CY angelegt hatten, obwohl doch seit vielen Monaten bekannt ist, dass die Banken finanziell nicht gerade gut da stehen. Warum haben sei die großen Beträge nicht bei ausländischen Banken oder in handelbare Wertpapieren angelegt, dann wäre das Geld nicht verloren, denn nur Geldeinlagen direkt an die CY Bank sind verloren.

    Der Grund hierfür sind die frohlockenden hohen Zinserträge der CY-Banken. Warum haben die Banken selbst nicht ihre Kunden informiert, dass Beträge über 100.000 € nicht insolvenzgeschützt sind.

  5. Rainer
    31. März 2013, 16:23 | #5

    Die europäischen Banken sitzen auf einem Schuldenberg von 36 BILLIONEN bei 1,4 Billionen Eigenkapital: http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/12551-euro-banken-die-lunte-brennt. Die DB ist mit 44 gehebelt, mittlerweile reiner Casinoladen 😉

    Das Ende naht, Zypern war nur der Anfang. Um alles komplett zu zerstören und alle zu versklaven will man ja unbedingt noch das Bargeld abschaffen,dann bräuchte man nicht so doofe Container durch die Welt fliegen, ein Knopfdruck und alles wäre erledigt.

  6. giaoýrti giaoyrtáki
    31. März 2013, 16:46 | #6

    @Fischer
    Waffen und Autos bauen ist ein widerliches Verbrechen, alleine durch Autos u.ä. sterben jährlich 1,5 Millionen – vor allem wenn man für die Rohstoffe korrupt irgendwelche Terrorregimes lutscht. Solange Deutschland keine eigenen Rohstoffe benutzt, sollte es das Maul halten und endlich nach Öl bohren.

  7. Ichhabssosatt
    31. März 2013, 18:39 | #7

    Das steht es doch und er schreibt es ja selbst :“Mehr als 700.000 enteigneten Geldes werden für die Tilgung der V e r s c h u l d u n g des Landes verwendet werden.“ Da kann doch Deutschland nichts dafür, sondern muss er sich bei seiner eigenen Regierung, Indudtrie, Bank, Nachbarschaft, … beschweren, die alle nicht mit (zugegeben: billigem) Geld umgehen können/konnten! Wer vorausfrisst muss halt hinterherhungern. Die einzige Schuld, die DE trifft ist, dass wir die als Nettozahler im Laufe der Jahre immer mehr verwöhnt haben – und jetzt jammert das verzogene Balg und will Nachschlag!

  8. GR-Block
    31. März 2013, 18:46 | #8

    @Jannis
    Das war auch nicht nötig. Die Griechen hatten sich weder früher noch während der Krise übermäßig verschuldet. Die Deutschen überbewerten immer die Attraktivität deutscher Produkte. Es ist der griechische Staat der verschuldet war und dessen Schulden künstlich auf die Bevölkerung umgewälzt wurden, um gleichzeitig die Kreditzinsen für die Staatsschulden in die Höhe zu treiben.

    Die Athener Europolitiker sind leider zu sehr deutschen (französischen, englischen, amerikanischen …) Konzernen verpflichtet. Die Schmiergeldwelle der 90er und 2000er aus Mittel- und Westeuropa war sehr attraktiv für die notorisch schlecht geschmierten Athener Politiker. Griechische Konzerne konnten nicht mehr mithalten. Der griechische Staat kaufte überteuerte importierte Dienstleistungen und Waren.
    Leider hat Frau Merkel es geschafft, durch viel Getöse die Lobbyisten deutscher Konzerne in GR zu halten. Die Katastrophe Tsipras wurde abgewendet.

  9. Janz
    31. März 2013, 20:16 | #9

    Du schimpfst in erster Linie auf das zyprische Volk und σεινε Politiker. Ich denke, unsere Banken und ηochfinanzhörigen Politμαριονεττε, die sich für Halbgötter halten, sind viel schlimmer!

  10. Janz
    31. März 2013, 20:23 | #10

    @Ichhabssosatt
    Deutschland,kann nichts dafür, aber die deutsche Politik,und vor allem die widerlichen Banken,die sich wieder einmal verzockt haben.Und glaub ja nicht, das es uns nicht genauso gehen könnte. Bis jetzt ist jedes mal das Gegenteil eingetreten,von dem was Mutti gesagt hat!

  11. Moppel
    31. März 2013, 20:45 | #11

    @Böse
    Es ging nicht um 9,9% ab 100 Tsd. €, sondern um bis zu 9,9% für alle Einlagen ab dem ersten (!) Euro bei allen (!) Banken. Im übrigen war definitiv von vornherein bekannt, dass diese Vereinbarung im Parlament scheitern würde und Anastasiadis damit absichtlich ins Messer gestoßen wurde, um danach die Forderungen durchsetzen zu können, die von Anfang an auf den Tisch gebracht worden waren.
    Weiter wird in der Mainstream-Hetze weitgehend verschwiegen, dass es weniger um die „Sanierung“ als die Zerschlagung des zyprischen Bankwesens ging. Nachdem nun die Laiki gespalten und deren Miese der Cyprus Bank aufgezwungen wurden, befindet diese sich – wie gewünscht – ebenfalls vor dem Aus.

    Sich über die „dummen Unternehmer“ auszulassen, die ihr Geld nicht rechtzeitig ins Ausland brachten, ist nicht mehr als platte Häme. Wenn ein Unternehmen seinen Sitz in einem konkreten Land und dort seine Betriebsstätten hat, Personal beschäftigt und seine Geschäfte tätigt ist, wird es schon allein aus praktischen sowie ggf. auch gesetzlichen Gründen nicht darum herum kommen, mit einer oder mehreren Banken in diesem Land kooperieren zu müssen.
    Es sei nur einmal an die Hotelbetriebe erinnert, die zu dieser Zeit beachtliche Anzahlungen überwiegend ausländischer Reiseveranstalter auf den Konten hatten. Wie viele dieser Betriebe infolge der Blockierung / Konfiszierung ihrer Barmittel bereits jetzt zahlungsunfähig sind, ist noch unbekannt, jedenfalls wird es einen großen „Krach“ – und zwar in allen Branchen – geben, der schließlich nicht zuletzt auch die Banken noch tiefer in die Misere treiben wird.

    Das Märchen von den „frohlockend hohen Zinserträgen“ ist ebenfalls ein Produkt der Schmierenpropaganda. Das allgemeine Zinsniveau war durchaus mit den Verhältnissen auch in anderen Ländern vergleichbar (über die entsprechend hohen Kreditzinsen wird geflissentlich kein Wort verloren) und lag kaum höher als sogar in Deutschland, bevor dort die Geldschwemme aus dem Ausland einzusetzen begann.

  12. Böse
    31. März 2013, 21:44 | #12

    @Moppel
    Es lag nicht in meiner Absicht die Unternehmer zu beleidigen. Ich war selbst einmal ein Unternehmer und kenne die Sorgen und Probleme gut.

  13. Ottfried Storz
    31. März 2013, 22:17 | #13

    Es gibt weder ein Gesetz noch eine Verpflichtung der 26 anderen EU-Staaten, zypriotische Banken und alle (!) Einlagen retten zu müssen. Im GEGENTEIL: Art. 125 des AEU-Vertrag schließt AUSDRÜCKLICH die Haftung der Europäischen Union sowie aller Mitgliedstaaten für Verbindlichkeiten anderer Mitgliedstaaten aus. Für den Einlagenschnitt bzw. die Teilrückzahlung der Einlagen ist Zypern entsprechend alleinverantwortlich. Zypern hat unter der alten Regierung kaum etwas zur Bankenrettung unternommen. Erst Ende Februar 2013 kam die neue Regierung, die für die im Verhältnis zur geringen Staatsgröße extrem hohen erfordlicheren Summen jedoch fast keine Zeit mehr hatte. „Vernichtet“ haben die alten Banker und Regierungspartei die Wirtschaft in Zypern – und nicht der Euro, die EU-Staaten oder Merkel / Schäuble“.

  14. Laokoon
    31. März 2013, 22:56 | #14

    Selbstverständlich hat das Großkapital keinen Verlust erlitten – mittelständische Unternehmen ohne politische Lobby aber schon. In der Woche vor der ersten Entscheidung des zyprischen Parlaments (zur Zwangsenteignung von Konten) sollen 45 Milliarden Euro aus Zypern abgeflossen sein. Mittlerweile ist wohl eine Liste von Politikern aufgetaucht, die verdächtig hohe Summen in der Vorwoche der Entscheidung ins Ausland transferiert haben sollen.
    Die 45 Milliarden sollen von „wenigen hundert Konten“ abgezogen worden sein. Mittelwertrechnung: geschätzte 500 Kunden = „wenige hundert Kunden“ 45 Milliarden geteilt durch 500 Kunden = 9 Millionen
    Hätte also jeder der 500 ca. 9 Millionen Euro ins Ausland verschoben.
    Wenn die reichsten der Reichen ihr Geld also ins Ausland retten konnten, müssen zwangsläufig bei gleicher aufzubringender Schuldsumme des zyprischen Staates der nicht so reiche Rest deutlich mehr aufbringen – 10% der Liquidität zu verlieren würde jedes üblich ausgestattete mittelständische Unternehmen an den Rand des Ruins bringen – und so ist es wohl auch auf Zypern.

  15. udo
    31. März 2013, 23:08 | #15

    Die Zyprischen Banken haben doch allen Parteien Kredite gegeben und dann erlassen. Wie soll so ein korruptes Land funktionieren? Die Kommunisten haben sich bis zu letzt verweigert, überhaupt über Reformen zu sprechen. Wieviel % Zinsen hat man in Zypern bekommen? Wieviel in Deutschland?

  16. Werner
    1. April 2013, 02:17 | #16

    Seit langer, langer Zeit habe ich diesen Blog als Newsfeed-Lesezeichen in meinem Browser an erster Stelle und lese täglich, was hier veröffentlicht wird.

    Seit über 20 Jahren bin ich als deutscher Staatsbürger in Griechenland ansässig und zahle dort brav meine Steuern, Wassergeld, Stromgeld, befolge alle mehr oder weniger eigentümlichen Vorgaben der örtlichen Befehlshaber (darf ich so schreiben, mein neues Ziegeldach durfte ich gegen örtlichen Schiefer austauschen, derweil der Bürgermeister sein Haus ziegeln ließ…).

    Ich kenne als Auswärtiger Griechenland und die Verhältnisse vor Ort aus eigener Erfahrung zumindest so weit, dass ich schon oft genug die Steuerschulden griechischer Mitbürger bei den allfälligen Geschäften übernahm. Begann bereits damit, dass ich Erbschafts- und Grundsteuern der Vorbesitzer meines Grundstücks per Notar beim Verkauf übernahm und endet noch lange nicht bei der fiskal korrekten Beschäftigung von Leuten, die sich derzeit um meinen Besitz kümmern: Ein lächerliches 4.000qm-Grundstück mit einem winzigen Haus, das ich – von griechischen Handwerkern – darauf bauen ließ. Und seit inzwischen mehreren Jahren muss ich in diesem Blog lesen, was für ein asozialer Idiot ich bin, weil ich eben Deutscher bin.

    Ich habe Frau Merkel nicht gewählt. Aber ich habe es inzwischen gründlich satt, als Deutscher mit Frau Merkel gleichgesetzt zu werden, und ich habe es gründlich satt, als Deutscher an dem ganzen Katastrophen-Gerede schuld sein zu sollen. Mir reicht es. Ich bin weit nach Hitler geboren, aber in Griechenland, dessen Menschen, Landschaft, Kultur ich so sehr liebe, werde ich mit Hitlerbärtchen-Bildern und gestrecktem rechten Arm empfangen. Und dieser Blog befördert diese Stimmung mit offensichtlicher Freude. Es ist mir maximal unverständlich.

  17. Politikerhasser
    1. April 2013, 03:11 | #17

    Ich kann mich wie in jedem Forum immer nur wiederholen. Bitte wählt alle die Alternative im September. Wenn wir Deutschen es schaffen die Merkel, den Steinbrück, den Schäuble, die Roth, den Trittin etc. und deren Spießgesellen aus dem Amt zu werfen, dann ist es endlich mit der Euroretterei vorbei. Und als nächstes werden wir uns dann die Spacken in der EU vorknöpfen. Helft bitte einfach alle mit. Es lohnt sich, noch nie war die Chance auf Veränderung so enorm groß und gut. DANKE

  18. Sakis
    1. April 2013, 03:28 | #18

    @Werner
    Mal abgesehen davon, dass es im Vorliegenden um Zypern und nicht um Griechenland geht, wird ein vermutlich „älteres Semester“ sehr wohl zwischen naiven Tumbheiten und substantiellen Ressentiments zu unterscheiden wissen.
    Hätte jeder Grieche, der speziell in den 60-er / 70-ger Jahren neckisch „Papadopulos“ oder „Makarios“ tituliert wurde, gleichermaßen verbiestert wie die heutigen „Merkels“ reagiert, wären vor den „Dönermorden“ schon sehr viel früher „Bratwusrtmorde“ in die Historie eingegangen. Im übrigen lautet es im griechischen Volksmund nicht von ungefähr „όποιος έχει τη μύγα μυγιάζεται …“

  19. Laokoon
    1. April 2013, 09:03 | #19

    @Politikerhasser
    Persönlich werde ich mein Bestes geben – meine Stimme für die AfD. Aber es muss auch vor Hoffnungen gewarnt werden: Erstens ist es leider so, dass immer noch mehr als die Hälfte der Menschen bereitwillig die etablierten Parteien wählen wird und zweitens werden die etablierten Parteien, wie jedesmal, auch diesmal wieder die Wahlergebnisse fälschen – über die Briefstimmen! Alle anderen Stimmen können kontrolliert werden – die Briefstimmen nicht. Eine Manipulation zwischen fünf und zehn Prozent reicht völlig aus um den Ausgang der Wahl entscheiden zu können. Hinzu kommt, dass die alternativen Parteien sich leider zersplittern und sich nicht vereinen.

  20. Ron Poul
    1. April 2013, 09:10 | #20

    ich hab jetzt mal die hier abgegebenen kommentare gelsesn u. zum großen teil haben hier einige recht, weil sie im kleinen …das system ein wenig durchschauen, aber in der endkonsequenz ist alles humbug, wir alle sollten u. müssten uns ISLAND als VORBILD nehmen. die haben alle in den knast gesteckt ohne federlesen, einige werden noch gesucht. vor einiger zeit war das land sogar so mutig die amis aus ihrem land zu schmeisen. das ist so etwas großartiges dass dies alle nachahmen sollten u. wenn der dumme deutsche michl weiterhin sich v der MERKELK BRD GMBH-BANDE belügen u. betrügen lässt gibts für den in kürze ein böses erwachen. erstens werden die ebenfalls komplett enteignet und danach jammer brauchen die auch nicht mehr in der welt, weil die hochverräter aus berlin den guten ruf des fleissigen guten deutschen ruiniert haben weltweit. die ahnen alles ihren besatzern in nach. führen illegale kriege u machen auch noch waffengeschäfte die sie laut alter verträge garnicht machen dürfen. also … ich wünsche allen nich einen tollen ostermontag … achja noch was … nach den sogenannten bundestagswahlen werden die verbrecher die katze aus dem sack lassen …

  21. Böse
    1. April 2013, 11:22 | #21

    @Politikerhasser
    Oh Gott, solche Worte hatte ich schon einmal gelesen. Danach kam immer schon die Hölle. Lenin, Stalin oder Hitler …
    In einer Demokratie braucht man Mehrheiten um zu regieren, das macht doch alles so schwer für die Entscheidungsträger. Wer das nicht will, der zielt auf eine Diktatur zu.

  22. GR-Block
    1. April 2013, 13:15 | #22

    @Werner
    ich wünsche Ihnen gute Nerven in diesen gehässigen Zeiten. Es leiden immer die Menschen, wenn Feudalherren Völker aufeinander hetzen. Die Menschen die mit Fingern oder ausgestreckten rechtem Arm auf Sie zeigen, wissen nicht, wie empfindlich manche Deutsche darauf sind. Es gibt in GR leider eine Art verhasster Bewunderung der Nazis, weil sie (trotz ihres Versagens) Stärke und Selbstbewußtsein symbolisierten. In sofern glaubt man, die Deutschen wären eigentlich stolz darauf und werden selbstverständlich einen nächsten Anlauf nehmen.
    Die Expansion des deutschen Großkapitals auf den 1993 erschaffenen Binnenmarkt wird in diese Richtung gedeutet. Die nunmehr initiierte Rassenhetze gegen die Staaten der EG-Süderweiterung aus den 80ern passt ins Schema. Wir kämpfen wieder gegeneinander und die Feudalherren machen ihre Geschäfte.

    Sie, Werner, sind nicht Schuld. Aber natürlich sind es ihre Peiniger auch nicht. Sie beide sind Sündenböcke, die aufeinander einschlagen. Das müssen Sie denen klar machen. Auch wenn es eine ganze Nacht und ein Liter Ouzo kostet.

  23. Werner
    1. April 2013, 13:38 | #23

    @Sakis
    Ich bin nicht verbiestert, ich bin nur die Hassprediger leid. Das ist ein enormer Unterschied. Ihr Statement klingt übrigens typisch deutsch. Getreu dem Motto „Der will doch nur spielen“.

  24. jannis
    1. April 2013, 13:58 | #24

    @sakis

    Naja auf Zypern gab es wohl paar mehr Dönermorde oder?

  25. GR-Block
    1. April 2013, 15:03 | #25

    @udo
    Seine Wirtschaft auf das Bankenwesen zu stützen ist noch keine Korruption. Korruption ist per Definition (OECD), die Förderung der eigenen Geschäfte durch Geschenke an Verantwortliche in den öffentlichen Ämtern (hardcore). Je nach Blickrichtung klammert man in manchen Ländern die Förderung von Parlamentariern (soft) aus. Einladungen zu bezahlten Vorträgen, Gewährung von günstigen Krediten, Unterstützung der politischen Karriere durch Parteispenden sind Beispiele dafür. Der „alte Flick“ hatte das mit allen Parteien des Bonner Parlaments praktiziert. Nur die Neulinge, „Die Grünen“ mußten ein paar Jahre warten, bis sie teilhaben durften. Seit dem Binnenmarkt 1993 ist die deutsche Schmiergeldwelle in die EU Süderweiterung geschwappt; mit verheerenden Folgen für die dortige Privatwirtschaft und dann für den Staat.

    Freilich ist diese „Klientelwirtschaft“ schwer abzugrenzen und deshalb kaum zu bekämpfen. Was aber sehr gut geht, ist die Quellen der Korruption (soft and hard) aufzuzeigen und gesetzlich einzuschränken. Aufgezeigt hat die OECD, und die Staaten einigten sich auf eine standartisierte Bekämpfung. In D dürfen seit kurzem keine Schmiergelder fürs Ausland von der Steuer abgesetzt werden. Ein später aber gewaltiger Schlag gegen europäische Wirtschaftskriminalität.
    Da die Zielrichtung des Kampfes (der OECD) von Anfang an eindeutig gegen die großen Konzerne in der damaligen EG und späteren EU ging, hatten die kleinen Staaten sofort zugestimmt und entsprechende Gesetze verabschiedet. Die großen, allen voran D, sträubten sich dagegen vehement. Kohl, Schröder/Fischer, Merkel alle waren sich darin einig: wir beschmutzen den Süden und diffamieren ihn dann als schmutzig, Hauptsache wir kriegen seine Märkte. Das Argument Arbeitsplätze, von Kohl angeführt, diente dabei die neuen deutschen Ermächtigungsgesetze für die eigenen Konzerne gegen Moralisten zu verteidigen. Diese Gesetze waren eindeutig gegen die Süderweiterung gerichtet, die ein solches Ausmaß an Korruption nicht kannten und deshalb juristisch nicht vorbereitet waren.

    In diesen „Binnenmarkt“ passt der Neuling Zypern nicht ins Schema. Es darf nicht sein, dass Bänker und ihre Kunden miteinander erfolgreich Geschäfte machen und deshalb nicht erpressbar für EU-Konzerne sind.
    Das Konzept den Konkurrenten mit allen (auch kriminellen) Mitteln platt zu machen und dann dessen Volk zu bezichtigen, ist keine Erfindung der FUKG-Staaten. Bestimmt wurde es auch nicht vor 2000 Jahren zum ersten Mal praktiziert. Es ist das alte Herrscher-Spiel: teile und herrsche und wasche dabei ständig deine Hände in Unschuld.

  26. NYG
    2. April 2013, 04:03 | #26

    @Werner
    Und ich bin es leid, in Deutschland als fauler Grieche beschimpft zu werden, der keine Steuern zahlt!

  27. Roditisa
    3. April 2013, 19:27 | #27

    @Werner
    Lieber Werner,
    auch ich lebe schon einige Jahre als Deutsche in Griechenland und meine Kinder werden hier groß. Diffamierung und Gleichsetzung mit Frau Merkel habe ich noch nie erlebt. Nach meiner Erfahrung differenzieren die Menschen in Griechenland ziemlich klar zwischen Regierung und Volk, während man in Deutschland den Menschen in Griechenland einen großen Teil der Verantwortung anlastet, mit der Begründung, diese hätten ja diese „korrupten und inkompetenten Regierungen gewählt“. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon von deutschen Foristen gelesen habe, die Griechen hätten „es verdient“. Das ist manchmal erschreckend zynisch.
    Was ich hier schon erlebt habe, das sind (für deutsche Gemüter) grenzwertige „Späße“, wie der Hitlergruß oder Bemerkungen über deutsches Großmachtstreben. Das ist allerdings genauso ernst gemeint, wie die Behauptung, der befreundete Metzger würde Eselfleisch verkaufen oder der beste Freund hätte eine untreue Ehegattin.

  28. Lucy Sky
    4. April 2013, 16:14 | #28

    @Roditisa
    Genau so erlebe ich es auch immer als Deutsche hier in Griechenland. Und keiner stoert sich daran, dass ich, wenn ich von den Griechen rede „wir“ und nicht „ihr“ sage. Mich hat noch nie jemand wegen meiner Nationalitaet beleidigt oder angegriffen. Und auch mit unserer Bundeskanzlerin hat mich auch noch nie jemand gleichgesetzt.

  29. GR-Block
    4. April 2013, 19:30 | #29

    @Roditisa
    @Lucy Sky
    Vielen Dank, die Damen, für Ihre Richtigstellung. Hier ist in den deutschen Medien etwas aus dem Ufer geraten, was in den Köpfen alte nicht-geliebt-werden-Phobien ausgelöst hat. Niemand hasst die Deutschen so sehr, wie sie selbst immer befürchten.

    Bei einer Tortenschlacht gehört nun mal dazu, dass alle Seiten sich gegenseitig bis zur Unkenntlichkeit vollschmieren. Dazu braucht man natürlich viele Torten aus GR und D. Unter einem Berg von Sahne hat Hass nicht wirklich Bestand. Probieren Sie es aus beim nächsten Strandurlaub. Man achte dabei bitte auf Geschlechterparität, denn der richtige Spass kommt spätestens dann, wenn man sich anschließend das Zeug gegenseitig vom Körper leckt.

  30. Dimi
    4. April 2013, 23:41 | #30

    Bezogen auf den gesamten europäischen Polit-Adel, die für die bisherige und noch bevorstehende weitere Katastrophe verantwortlich zeichnet … irgendwann werden genug Menschen erwacht sein und diesem Spiel ein Ende bereiten. Dann kommt es vielleicht zu dem, was der Dichter Carl Theodor Körner einmal beschrieben hat:
    Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten,vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.

  31. Michael
    9. April 2013, 15:53 | #31

    Dieser Mittelständische IT-Unternehmer ist doch selber Schuld. Wer hat Ihn gezwungen sein Konto bei einer Bank zu nutzen die Ihm 4%-6% Zinsen verspricht? Alleine die Tatsache dass er nun angekündigt hat sein Konto in Zukunft auf den Kaimaninseln führen zu wollen spricht doch Bände. Der Typ hat sein Geld zu einer kleinen Insel getragen, die ausser Finanzdienstleisstung und unrealistischen Zinsen nichts zu bieten hatte und das ist deftig daneben gegangen. Nun macht er den selben Fehler nochmal und geht zu einer noch kleineren Insel mit noch weniger wirtschaftlichen Alternativen zum Finanzwesen und noch höheren Zinsen.
    Wer da Mitleid hat ist selber schuld!

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