Griechenland soll Medikamenten-Verkauf in Supermärkten gestatten

8. März 2013 / Aufrufe: 423

Die Troika fordert von Griechenland die Freigabe des Verkaufs nicht erstattungsfähiger Medikamente in Supermärkten, was jedoch die Apotheker als Casus Belli erachten.

Informationen zufolge soll der Vertreter des IWF in der Troika, Poul Thomsen, von dem griechischen Gesundheitsminister Andreas Lykourentzos bei einem Treffen am 07 März 2013 die Liberalisierung des Vertriebs der rezeptfreien bzw. nicht erstattungsfähigen Medikamente und deren Verkauf durch die Supermärkte gefordert haben.

Es geht um Medikamente wie beispielsweise Schmerzmittel und Hustensäfte, die entweder einfach nur vom Arzt empfohlen oder auf ärztliches Rezept ausgegeben, jedoch auf keinen Fall von den Kassen erstattet werden.

Das Gesundheitsministerium lehnte die Forderung der Troika auf die Freigabe des Verkaufs dieser Medikamente in Supermärkten ab. Es stellt sich allerdings die Frage, was geschehen wird, wenn die Vertreter der Gläubiger bezüglich der Supermärkte nachgeben und den Verkauf der Medikamente gemäß dem Vorbild anderer europäischer Länder durch andere Stellen verlangen werden.

Für die Apotheker stellt jedenfalls die Möglichkeit des Verkaufs der in Rede stehenden Medikamente außerhalb der Apotheken einen Casus Belli dar und wird erwartungsgemäß eine neue Runde harter Konfrontationen mit der Regierung zünden.

(Quelle: Voria.gr)

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