Die vierte Phase des Dritten Weltkriegs

20. März 2013 / Aktualisiert: 19. April 2014 / Aufrufe: 5.851

Zypern stellt das vierte Opfer des europäischen Holocaust dar und der 16 März 2013 wird als der Beginn des Endes der Eurozone in die Geschichte eingehen.

Zypern stellt das neue Opfer des europäischen Holocausts dar – während der 16. März 2013, an dem die direkte Konfiszierung des Vermögens von Bürgern beschlossen wurde, als das Datum des Beginns des Endes der Eurozone und des Euro in die Geschichte eingehen wird … . Ein schwerer, dunkler „Schleier“ scheint schrittweise den Himmel Europas zu verdecken – mit dem Ergebnis, dass sich viele leider auf die „Anagenese des nazistischen Gespenstes und des Hitler-Deutschlands“ beziehen.

Es wird ein Land nach dem anderen – nachdem es in den Bankrott geführt wird – von seinen Gläubigern „gerettet“ – also sein öffentlicher und privater Reichtum geplündert, verelendet, erniedrigt und in eine willenlose Kolonie verwandelt. In diesem Rahmen übernehmen „Männer in Schwarz“ absolutistisch, unmittelbar nach der Unterzeichnung einer jeden „Rettungsvereinbarung“, die Schattenmacht – in Abwesenheit der Bürger und ihrer gewählten – feigen oder nachgiebigen – Regierungen, die kampflos die Fäden an die Invasoren übergeben..

Finanzieller Nazismus und Holocaust des Eigentums

Heftige Phrasen, wie „finanzieller Nazismus“ oder „Holocaust des Eigentums“ erklingen leider von überall – wobei die Strömungen gegen den Euro immer stärker werden. Parallel werden „Bank Runs“ im gesamten europäischen Süden erwartet – was es zu vermeiden gilt, da es zur Pleite der Banken sowie ebenfalls zum Zusammenbruch des bereits „verwundbaren“ Finanzsystems führen würde (auch wenn dem vielleicht kurzfristig begegnet wird, da die EZB wahrscheinlich große „Quellen“ zur Bereitstellung außerordentlicher Liquidität vorbereitet haben wird).

Wer könnte jedoch fortan den Bürgern die Sicherheit ihrer Bankguthaben und übrigen Vermögenswerte garantieren, wenn diese in ihrer Abwesenheit von einem „neuetablierten Nationalsozialismus“, besser einem „Nationalkapitalismus“, auf eine dermaßen willkürliche Weise „konfisziert“ werden?

Im Fall Zyperns werden nicht nur die Guthaben der Zyprioten bei den Banken, sondern ebenfalls auch der Griechen, Engländer und Russen konfisziert, wobei letztere fast 50% inne haben. Die Gesamtguthaben sind einer Größenordnung von 68,4 Mrd. € (siehe nachstehende Tabelle), wovon laut den internationalen Massenmedien 30 Mrd. € abgesichert sind, während 38,4 Mrd. € es nicht sind.

Tabelle: Bankguthaben in Zypern in Mrd. € – insgesamt 68,4 Mrd. €, also fast das Vierfache seines BIP (vergleichsweise wären es in Griechenland über 800 Mrd. €!) – Ende Januar 2013. (Angaben unter Vorbehalt, weil die Quelle das Internet ist!)

Bank Betrag (Mrd. €) Gesamtanteil
Bank of Cyprus (BAC) 18,2 26,7%
Laiki (CPB) 8,8 12,2%
Hellenic Bank 6,9 10,1%
Griechische Banken 7,6 11,1%
Sonstige 26,9 39,9%
Summen 68,4 100%

Es sei angemerkt, dass eine eventuelle Massenflucht der Einlagen das Ende Zyperns bedeuten würde – wobei die Zyprioten bei den Wahlen selbst ihren Henker wählten.

Metaphorisch wurde also von Deutschland indirekt der Wirtschaftskrieg erklärt: Einerseits gegen Großbritannien, andererseits gegen Russland – von dem nicht vorstellbar ist, dass es „schweigen“ wird, wobei eins der ihm zur Verfügung stehenden stärksten „Mittel“, mit denen es leicht in den „Gegenangriff“ gehen könnte, in unserer Analyse „Szenarien einer weltweiten Konfrontation“ beschrieben wird.

Abschließend ist die Antwort auf die Frage „Was wird mit den Bankguthaben in Griechenland geschehen, wenn nach den Wahlen in Deutschland ein zweiter Erlass (Cut) seiner Schulden beschlossen werden wird?“ wahrscheinlich leicht und verständlich: „Wenn schließlich die Konfiszierung in Zypern erzwungen sowie ebenfalls die selbe Fragestellung von vielen erhoben werden wird, wird es bis dahin in unserem Vaterland wahrscheinlich weder guthaben noch private Banken mehr geben.

Die Phasen der Krise

Zypern stellt das vierte Opfer des europäischen Holocausts dar – während der 16. März 2013, an dem die Konfiszierung der Vermögensteile der Bürger mit der Einfrierung eines signifikanten Teils ihrer Bankguthaben (als Resultat eines Eilgesetzes, das – wenn, es sieht nicht mehr danach aus – von dem Parlament verabschiedet werden wird) beschlossen wurde, als das Darum des Beginns der vierten Phase des Wirtschaftskriegs in der Geschichte verbleiben wird. Spezieller Folgendes:

(a) Phase 1: Gemäß der Ansicht der Gesamtheit der europäischen Regierungen, besser Deutschlands (2010), hätten die Steuerzahler die entsprechenden Schulden übernehmen müssen, welche über viele Jahre die Banken kumulierten – die Verluste des Finanzsystem hätten also „sozialisiert“ werden müssen, obwohl seine Gewinne niemals „sozialisiert“ wurden.

Die politischen Führer, fortan Diener der Finanzgewalt und nicht der Bürger, die sie wählten, beschlossen, den IWF anzurufen sowie ebenfalls „Verarmungsmaßnahmen“ zu ergreifen – welcher Umstand die Länder des europäischen Südens in eine katastrophale Rezession führte, die Bürger in gegnerische Lager aufteilte, Kollisionen zwischen den Staaten schuf und den Kontinent in zwei Teile trennte: den Norden und den Süden.

(b) Phase 2: Sie begann praktisch mit dem verbrecherischen PSI (2011), das Griechenland von Deutschland und dem IWF aufgezwungen wurde. Griechenlands Verluste, speziell die Umwandlung seiner ungefähr zu 90% in Drachmen „übersetzten“ öffentlichen Auslandsverschuldung in 100% Euro bei englischem Recht (welche Tatsache es automatisch in der Eurozone einschloss) waren und sind unermesslich.

Der Fluss der Gelder wurde auf jeden Fall umgekehrt – mit Deutschland als Hauptempfänger, bei Kosten von fast Null. Ebenfalls das Land, das sich von der Krise ernährt und wächst – deskriptiv der „Vampir“, der davon lebt, das Blut seiner Opfer zu trinken.

(c) Phase 3: Die EZB (Herbst 2012) gibt bekannt, jene Staaten zu finanzieren, die sich den deutschen Austeritätsprogrammen unterwerfen, indem sie unbeschränkte Mengen ihrer Obligationen aufkauft – mit dem Ergebnis, dass die Investoren idiotisch beruhigt werden, die nach dem PSI planten, die Gesamtheit ihres Kapitals aus dem Euro und der Eurozone wegzuleiten (was in einem hohen Grad Deutschland beunruhigt hatte).

(d) Phase 4: Höchstwahrscheinlich der Anfang des Endes für den Euro, nach dem unerhörten Beschluss über die Konfiszierung der Guthaben auf Zypern – die zusätzlich einen frontalen Angriff gegen Großbritannien und Russland signalisiert.

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2

  1. Aleko
    20. März 2013, 09:44 | #1

    Selten so einen hahnebüchenden Unsinn gelesen. Immer sind die anderen schuld, selbst wenn man massenweise Fehler produziert hat. Deutschland jetzt wieder als den Übeltäter hinzustellen heißt, den Wohltäter zum Missetäter zu machen.

  2. Ottfried Storz
    20. März 2013, 10:16 | #2

    Auch hier wieder: Man nehme einen extremen Deutschenhass, verwende reichlichst Nationalsozialismus-Vorwurfsgeblabber, habe ein festbetoniertes Feindbild, volkswirtschaftliche Unkenntnis und vermeide zudem jedwede Nutzung von Fakten. Dann kommt so eine demagogischer Schwachsinn raus.

    Bei Zyperns Banken Geld anzulegen, war bislang herausragend attraktiv: Es gibt keine Abgeltungssteuer (!) und dortige Banken zahlten im Durchschnitt das Dreifache (!) der Einlagezinsen (rd. 4,5 %), was z.B. in Deutschland gezahlt wird. Der im europäischen Vergleich extrem laxe Umgang mit Geldwäscheparagraphen führte zudem dazu, das außerordentlich grosse Summen aus Russland dort angelegt wurden. Hierdurch wurde der Bankensektor im internationalen Vergleich übergroß, so dass der ohnhin marode Staat eine Bankenrettung alleine kaum noch schultern kann. Jetzt geht es Zyperns Banken extrem schlecht und die Frage ist, ob und wie sie gerettet werden. Wenn sie nämlich nicht gerettet werden, würden die Anleger nur kleinere Bruchteile (!) ihres Sparvermögens erhalten.

    Entgegen dem demagogischen Quatsch („Weil das böse Deutschland möchte …“) herrscht auf Euro-Ebene unter den 16 anderen EURO-Staaten extrem große Einigkeit, die Geldanleger in Zypern an der Bankensanierung mit ca. 7,5 Prozent ihrer Einlage zu beteiligen. Denn auch die 16 andere Euro-Staaten (!) haben kein Interesse, Milliarden für die Rettung von Riesensummen russischer Milliardäre etc auszugeben.

    Genau das, was als Vorwurf im Artikel genannt wird („indirekte Sozialisierung der Verluste der Banken“) ist nämlich das, was ansonsten käme: Die Bürger der 16 andere EURO-Staaten müssen für die Verluste von Zypern Banken aufkommen.

  3. windjob
    20. März 2013, 11:29 | #3

    Ich bin auch dafür, dass Deutschland aus der Eurozone austritt. Genau genommen hätte es nie eintreten sollen. Mal sehen was die Wechselkurse machen, wenn es wieder die DM gibt. Das wäre für die betroffenen Länder mit Sicherheit schlimmer.

  4. Kostantinos
    20. März 2013, 14:35 | #4

    Finde die Ablehnung Zyperns genau richtig. Lieber das Risiko einer eventuellen Staatspleite eingehen, als ein EU-Rettungschirm der einen in die totale Abhängigkeit, schrittweise Pleite und Bevormundung, sowie Enteignung führt.
    Wenn ich EU Rettungschirm lese, bedeutet das für mich Zwangsverwaltung unter Aufgabe aller Rechte und gesetzlich legitimierte Plünderung des Volkes.
    Allerdings ist mit dem Versuch der EU Bankenguthaben teilweise zu beschlagnahmen, eins nun absolut sicher. Sparguthaben auf Banken in allen EU-Ländern sind Freibriefe zur Befriedigung der Staaten. Banken werden zu Selbstbedienungsläden für Staatschulden.

  5. halbgrieche
    20. März 2013, 17:57 | #5

    … und so ein Müll wird tatsächlich gedruckt? Das Schlimme daran ist, dass die Leser in CY und GR das auch noch glauben … nur damit sie jetzt noch einen Grund mehr haben, auf die Straße zu rennen und Frau Merkels Konterfei mit einem Hitler-Bärtchen zu versehen!

    So langsam glaube ich, dass es vielen Leuten allen voran die Jounalisten in CY und GR nur noch darum geht Hass zu schüren und gar kein Interesse daran haben, wie ihr Land aus dem Schlamassel kommen kann. Sie wollen lieber die Straße brennen sehen!

    UNFASSBAR !!

  6. vasili
    20. März 2013, 17:58 | #6

    @Kostantinos

    Ich stimme dir voll und ganz zu.

  7. Keram
    20. März 2013, 18:02 | #7

    Sowas hat Adorno mit seiner Theorie der Halbbildung gemeint.

  8. Petros
    20. März 2013, 18:27 | #8

    @halbgrieche
    Der Artikel stammt nicht etwa von einem „Hass schürenden Journalisten“, sondern von einem renommierten Wirtschaftswissenschaftler. Verständlicherweise werden Leute dieser Schule (wie u. a. auch Varoufakis) diffamiert, als Nestbeschmutzer abgestempelt oder sogar mundtot gemacht, kratzen sie doch nachhaltig am dünnen Lack der schönen heilen virtuellen Welt.

  9. Rudi
    20. März 2013, 18:47 | #9

    Niemand hat Zypern in die EU oder in den EURO gezwungen. Das haben die zypriotischen Volksvertreter zu verantworten, also letztendlich diejenigen, die diese gewählt haben. Solange die zypriotischen Banken mit ihrer Zockerei Milliardengewinne gemacht haben, hat auch der zypriotische Staat gut verdient und kein Mensch hat sich aufgeregt. Nun, wo der Schuss nach hinten losgegangen ist, sollen die anderen EU Staaten dafür bezahlen. Diese Dreistigkeit ist nicht zu überbieten. Aber mittlerweile wacht man auch im Resteuropa auf und lässt sich nicht mehr so leicht erpressen.
    Mir tun nur die kleinen Leute auf Zypern leid, die gar nicht wissen, wie ihnen geschieht.

  10. AlphaOmega
    20. März 2013, 19:33 | #10

    Ottfried Storz :
    Auch hier wieder: Man nehme einen extremen Deutschenhass, verwende reichlichst Nationalsozialismus-Vorwurfsgeblabber, habe ein festbetoniertes Feindbild, volkswirtschaftliche Unkenntnis und vermeide zudem jedwede Nutzung von Fakten. Dann kommt so eine demagogischer Schwachsinn raus.

    Von Deutschenhass kann ja gar keine Rede sein, oder fühlen sie sich persönlich angesprochen? Die Vorbehalte richten sich immer gegen die deutsche Regierung, deren Hauptrepräsentanten in Person von Merkel und Schäuble als zentrale Antriebskraft im Brüsseler Kuriositätenkabinett angesehen werden. Leider haben das aber auch viele Deutsche noch nicht ganz begriffen, von wem sie da eigentlich regiert werden und wessen Interessen ihre Regierung eigentlich vertritt: es sind weder die Interessen des griechischen Volkes, noch sind es jene des deutschen Volkes. Es sind einzig die Interessen der Gläubiger und jener potentieller Investoren, die sich nicht mit menschlichen Schicksalen aufhalten sondern allein auf permanent in ihre Taschen fließende Geldströme bedacht sind und auf unkomplizierte Möglichkeiten, sich Land oder Rohstoffe – sozusagen als Filetstücke in ihrem Portfolio – unter den Nagel zu reissen. Dies gelingt umso besser, je mehr ein Land unter Aufsicht und Kontrolle steht (Troika) und je stärker es politisch handlungsunfähig in die Ecke gedrängt und seiner Würde beraubt wird.

    Vergessen wir auch nicht folgende Schlagzeile eines bekannten Nachrichtenmagazins, mit der die Provokationen anfingen: “Betrüger in der Euro-Zone!“ – sehr einprägsam untermalt mit einer den Mittelfinger zeigenden Dame. Hätte sich das die deutsche Presse auch gegenüber Polen oder Franzosen oder Türken getraut? Natürlich nicht, denn in ihrer heuchlerischen und opportunistischen Art pickt sich immer den heraus, der kleiner ist.

    Und noch ein Sätzchen zu Zypern: reiche Russen mit in Haftung nehmen zu wollen, hat schon einen faden Beigeschmack. Vermutlich paßt es einigen Personen in der EU-Planungszentrale nicht, dass ein kleiner peripherer Inselstaat so viel Vermögen anzieht. Mit dem Geld bekäme es auch eine gewisse Macht und insbesondere reiche Russen könnten mit ihrem Geld dort sehr schnell auch politischen Einfluß gewinnen. In einer erdgasreichen Region wie Zypern ein gefährliches Spiel für die EU – schließlich möchte man das Gas lieber selbst anzapfen. Also liegt es doch nahe, die Russen rauszuekeln und Zypern somit quasi lahmzulegen und ihm nur noch ein bischen Tourismus zu überlassen.

    Tja, wenn diese Strategie mal nicht zum Rohrkrepierer wird, denn ausländische Anleger sind nicht gut auf solche Zwangsabgaben zu sprechen. Geld ist sehr mobil und kann auch in Singapur angelegt werden, während die EU unter der Fachkompetenz der Finanzminister zum Armenhaus mutiert, das weltweit nur noch belächelt und gemieden wird.

    Wir sehen einmal mehr: der Euro bringt den Völkern Frieden und Wohlstand. Er ist alternativlos! …solange, bis wir alle auf dem Zahnfleisch gehen.
    Kann nur empfehlen, sich die neue AfD-Partei mal näher anzusehen. Mir scheint, sie ist die einzige, der die Zukunft Europas und seiner Völker noch wirklich am Herzen liegt.

  11. halbgrieche
    20. März 2013, 19:39 | #11

    @Petros
    Renommiert? habe mir eben seine page angeschaut … naja, ändert trotzdem nichts daran, dass das was er da schreibt absoluter Schwachsinn ist … und nur darauf abzielt mit dem Ffinger auf andere zu zeigen … nach dem Motto … DIE da waren es! … Hängt sie!

  12. Stipsi Fan
    20. März 2013, 19:55 | #12

    Ich kann die Menschen nicht verstehen, die immer noch nicht kapieren, was gerade geschieht! Der Autor hat 100 Prozent recht. Übrigens wird seit 50 Jahren vor der Abschaffung der Demokratie durch das Kapital gewarnt! Die permanente Gehirnwäsche durch hilflose (dem Kapital hörige) Politiker und eine angepasste Presse hat bei einigen ja toll funktioniert! Die neue Partei „Alternative für Deutschland, bestehend aus vielen Wirtschaftsgelehrten“ sieht das so ähnlich (danke Blog Team, diese Partei wird ja wenig kommuniziert, müssen die eine Angst haben!). Der Artikel klingt für Deutsche ein wenig pathetisch, aber das ist der blumenreichen GR Sprache geschuldet. Und ich glaube nicht an ein originär deutsches Ziel. Es gibt nur ein Ziel des Kapitals wie im Artikel beschrieben. Und das schließt D mit ein, nur später! Wer sich nicht mit den gebeutelten Südländern solidarisiert, beschließt seinen eigenen Untergang!

  13. Stipsi Fan
    20. März 2013, 23:29 | #13

    @AlphaOmega
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    Halbgrieche hat nichts verstanden, tut mir in der Seele weh!

  14. dutch
  15. Philellene
    21. März 2013, 09:37 | #15

    Egal wie falsch oder wie halbfalsch diese Analyse ist: Der Autor sollte sich nur mal einen Augenblick überlegen, was es bedeutet, wenn Millionen Menschen systematisch ermordert werden. Und sich dann fragen, ob er sich durch Verwendung des Begriffs Holocaust in Zusammenhang mit der Finanzkrise nicht vollständig diskreditiert.

  16. Dhana
    21. März 2013, 13:29 | #16

    Hallo Griechenlan Blog
    Ich konnte es erst nicht glauben.
    Da ich des Griechischen nicht mächtig bin, vergleicht der Autor in der Originalquelle die zypriotische Finanzkrise tatsächlich mit dem Holocaust?
    Falls nein, wer ist für die Übersetzung verantwortlich?
    Man kann nur hoffen dass dem Autor und den Übersetzern die diesen Artikel hier unkommentiert reingestellt haben nicht klar ist was denn der europäische Holocaust ist und was die Shoa für uns europäische Juden bedeutet.
    Denn sonst hätte er diesen empörenden Vergleich nicht gebracht!
    Der europäische Holocaust ist Entrechtung, Versklavung, Ausgrenzung. Der industrielle Massenmord an Männern Frauen und Kindern die man nicht für lebenswert erachtete.
    Kein Vergleich zu einer Lappalie wie ein Staatsbankrott, der zudem noch höchst selbstverschuldet ist!

  17. Willi F. Gerbode
    21. März 2013, 16:18 | #17

    @AlphaOmega
    „Vermutlich paßt es einigen Personen in der EU-Planungszentrale nicht, dass ein kleiner peripherer Inselstaat so viel Vermögen anzieht.“ – Nicht der Inselstaat Zypern zieht das Geld der russischen Oligarchie an, sondern die extrem hohen Zinsen der zyprischen Banken, die ca. doppelt so hoch wie in der übrigen Eurozone sind. Kapital fließt nun einmal dorthin, wo es sich am besten verzinst, egal, ob die Quelle Zypern, Deutschland oder Fidschi heißt. Das Geschäftsmodell, mehr auszugeben, als man einnimmt, führt im Allgemeinen dazu, dass auf auf Dauer pleite geht. Das ist neben einer horrenden Staatsverschuldung und dem Engagement der zyprischen Banken in griechischen Staatsanleihen die Ursache für die finanzielle Lage Zypern insgesamt.

  18. GR-Block
    21. März 2013, 18:52 | #18

    @Willi F. Gerbode
    Hallo Herr Gerbode, Sie biegen mal wieder an den Tatsachen wie andere an Balken. Zypern hat seine Staatsschulden seit dem EU-Beitritt von 71% auf 49 % des BIP gedrückt (weit weniger als D), um die Kriterien zu erfüllen. Erst seit 2009, mit GRs Finanzproblemem und „deren Rettung“ steigen die Schulden.

    Zypern ist als Commonwealth-Land schon lange eine Finanzdrehscheibe, keineswegs nur seit dem die Russen da sind. Die hohen Zinsen brachten dem Staat indirekt Wohlstand. Probleme hingegen machte der bail-out deutscher Spekulanten in GR und der aufgezwungene Schnitt. Der betraf nämlich mehrheitlich Banken von GR und CY. Die privaten Spekulanten mussten auf EZB-Anordnung vollständig entschädigt werden. Und das gr. Volk stand plötzlich tief in der Kreide. Das wollen die Zyprer offensichtlich nicht mitmachen. Schmutziges EU-Geld brauchen sie nicht. Sie nehmen russisches. Da sind die Quellen nicht so trübe.

  19. Team
    21. März 2013, 18:53 | #19

    Bevor sich weitere Leser inspiriert fühlen, hier zum Teil äußerst unflätige Kommentare zu hinterlassen (die natürlich gelöscht werden), sei Folgendes klar gestellt:
    Der Autor des strittigen Artikels bezieht sich nicht auf „den Holocaust„, sondern verwendet einen – im Jahr 1979 übrigens in Deutschland (!) zum „Wort des Jahres“ gekürten – aus dem Griechischen abgeleiteten Begriff in seiner ursprünglichen Bedeutung, die er schon belegte, als die Menschheit vielerorts überwiegend noch auf Bäumen lebte.

  20. GR-Block
    21. März 2013, 19:06 | #20

    @Team
    Danke für die Richtigstellung, liebes dream team. Zur Vervollständigung noch dies: im Griechischen wird der Begriff ολοκαύτωμα (vollständiges Verbrennen) oft im übertragenen Sinne wie „vollständige Vernichtung“ verwendet. Und hier gibt es kein deutsches Patent drauf.

  21. guguk
    24. März 2013, 12:44 | #21

    Liebe Leute,

    versteht einfach nur die eine Tatsache, dass sich alles ausschliesslich um das Wohl und Wehe der Banken dreht.
    Der Grieche, der Zypriote, der Deutsche oder der Italiener ist in diesem dreckigen Spiel nur der Bauer auf dem großen Schachbrett. Nicht nur der deutsche, die europäischen Politiker und auch die griechischen spielten dieses Spiel zu alleinigen Gunsten der Bankenwelt und haben sich umfänglich dabei selbst bereichert.
    Nicht unsere europäischen Völker sollten deshalb den Zorn gegen sich untereinander richten, sondern diesen berechtigten Zorn noch etwas aufheben, um in der kommenden, entscheidenen Phase genau diesen Zorn auf genau die wirklich verantwortlichen für diese menschenverachtenden Politik möglichst gemeinsam zu richten!

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