Offener Brief gegen rechtsradikalen Rassismus in Griechenland

15. Dezember 2012 / Aufrufe: 1.377

Griechische Schüler in Deutschland bringen in einem offenen Brief ihren Zorn über die rassistische Gewalt Rechtsradikaler gegen Immigranten in Griechenland zum Ausdruck.

256 griechische Schüler und Schülerinnen in Deutschland, die Schulen in München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Bochum, Essen und Gütersloh besuchen, unterzeichneten ein Schreiben gegen die rassistische Gewalt, die Aktivität nazistisch orientierter politischer Formationen und speziell die Chrysi Avgi in Griechenland. Die Schüler charakterisieren ihr Schreiben als „offenen Brief“, der in Griechenland von der Linken Bewegung Koordination der Schüler in Griechenland (S.A.S.A.) publiziert wurde.

Die allesamt aus griechischen Familien stammenden Jungen und Mädchen leben in Deutschland, wo die Gesellschaft gegenüber Fällen von Nazismus und Rassismus besonders sensibilisiert ist, und erklären in dem von ihnen unterzeichneten Schreiben, dass ihnen aus erster Hand bekannt sei, was rassistische Gewalt bedeutet, was Nazismus bedeutet, und bringen Ihre Wut über die Angriffe zum Ausdruck, welche Mitglieder der Chrysi Avgi gegen Immigranten, Arbeitern und Mitschülern von ihnen in Griechenland ausüben.

Offener Brief gegen rassistische Gewalt der Chrysi Avgi in Griechenland

Wir sind griechische Schüler und Schülerinnen in Deutschland. Die meisten von uns sind hier geboren worden. Unsere Familien waren wegen der Schwierigkeiten gezwungen, in vergangenen Jahrzehnten nach Deutschland auszuwandern, aber auch jetzt wegen der Krise in Griechenland. Mit diesem Brief von uns wollen wir unsere Wut und unsere Verurteilung bezüglich der Angriffe durch die Nazis der Chrysi Avgi zu Lasten von Immigranten, Arbeitern und unserer Mitschüler in Griechenland zum Ausdruck bringen.

Als Kinder von Immigranten in Deutschland ist uns aus erster Hand bekannt, was rassistische Gewalt bedeutet, was Nazismus bedeutet. Wir und unsere Familien sind viele Male mit der Aktivität nazistischer Organisationen in Deutschland wie der Chrysi Avgi konfrontiert worden, die ausländische Arbeiter angreifen, die in Deutschland leben und arbeiten. Die rassistische Gewalt unterscheidet nicht zwischen legalen und illegalen Immigranten, sie hat ein einziges Ziel. Die Völker, die Arbeiter, die jungen Leute zu spalten, damit sie nicht den tatsächlich für ihre Probleme Verantwortlichen sehen.

Wir wollen, dass Ihr wisst, dass jedes Mal, wo die nazistische Chrysi Avgi in Griechenland Immigranten jagt und auf engagierte Schüler losgeht, sie entsprechenden faschistischen Organisationen in Deutschland einen Anlass liefert, auf die selbe und schlimmere Weise uns und unsere Eltern anzugreifen.

Uns, die wir unsere Eltern sehen, wie sie für unser Überleben jeden Tag in den Fabriken und großen Unternehmen Deutschlands schwitzen, von morgens bis abends in einem Restaurant oder einem kleinen Betrieb kämpfen, und, die wir als Schüler häufig arbeiten um unseren Eltern zu helfen, ist bekannt, dass an den alltäglichen Sorgen unserer Familie nicht unser Mitschüler Schuld hat, der eine andere Hautfarbe hat, eine andere Religion hat oder aus einem anderen Land kommt.

Die faschistische Chrysi Avgi und ihre nazistischen Schwesterorganisationen in Deutschland verfolgen mit ihren Lügen und ihrem Schlägergehabe ein einziges Ziel: Uns und unsere Eltern zu terrorisieren, damit wir nicht mit der gerechten Wut und dem Ärger reagieren, die wir jeden Tag verspüren, und die Politiken des Kapitals und seiner Regierungen unangetastet bleiben, welche die Arbeiter und die jungen Leute in Griechenland und Deutschland verelenden.

WIR VERURTEILEN UND ISOLIEREN DIE AKTIVITÄT DER HITLERSCHEN CHRYSI AVGI UND IHRER GESINNUNGSGENOSSEN IN DEUTSCHLAND!

WIR STÄRKEN DEN KAMPF IN GRIECHENLAND UND DEUTSCHLAND!

DIES IST UNSERE ANTWORT!

  1. Zero-11
    15. Dezember 2012, 02:03 | #1

    „Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.“

  2. Jörg
    15. Dezember 2012, 12:10 | #2

    Sehr gut gemacht !!! Diesen Brief unterschreibe ich von ganzem Herzen !

  3. V99 %
    15. Dezember 2012, 15:47 | #3

    „Als mein gelber Wellensittich aus dem Fenster flog,
    hackte eine Schar von Spatzen auf ihn ein,
    denn er sang wohl etwas anderes
    und war nicht so grau wie sie,
    doch das geht in Spatzenhirne nicht hinein.“

  4. Karlie
    16. Dezember 2012, 00:35 | #4

    Und wieder einmal muss Hitler, der Böse, zur Propaganda hinhalten. Die Chrysi Avgi mit den Nazis zu vergleichen verhindert eine sachliche Diskussion über die Situation in Griechenland, ist reine Polemik und eine Ablenkung von den Problemen erster Güte.

    Mich wundert es nicht, dass dieser offene Brief aus Deutschland stammt. Kein anderes Volk ist dermassen instrumentalisiert und dementsprechend bereit das Gehirn auszuschalten um mit erhobener Nazikeule anderen sagen zu wollen was sie zu tun und zu lassen haben und was nicht.
    Mal davon abgesehen dass die deutsche Geschichte wie sie heute gelehrt wird reine Propaganda darstellt, sollte man doch den Griechen genug Verstand und Initiative zugestehen, ihre Probleme auf ihre Weise zu lösen. Den Fokus auf die radikalen Elemente von Chrysi Avgi zu setzen, lenkt von den eigentlichen Fragen ab. Warum hat die Chrysi Avgi einen solchen Zulauf? Was ist ihr Programm?

    Es dürfte wohl logisch sein dass in der Situation in der sich Griechenland heute befindet eine Rückbesinnung auf die eigene Kultur, auf das eigene Volk stattfindet. Dies ist aber von den herrschenden europäischen/angelsächsischen Eliten aber nicht gewünscht. Siehe Kissingers Aussagen bezüglich der Destruktion der griechischen Kultur.
    Die Ursachen sind nicht bei den Griechen zu suchen sondern da wo Griechenland als Spielball multinationaler Intressen benutzt und verheizt wird. Die Chrysi Avgi hat ihre Berechtigung ebenso wie jede andere Partei in Griechenland, sie ist ein Barometer der verfehlten Europolitik. Nicht mehr und nicht weniger.

    Die Griechen haben ein Recht darauf ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Ob das den Herrschenden passt oder nicht ist irrelevant. Ob dies nun mittels Organisationen wie Chrysi Avgi oder anderen geschieht ist von Ausländern zu akzeptieren.

    Ich selber lehne Gewalt in jeder Form ab. So auch viele Leute die Mitglied bei Chrysi Avgi sind. Und, nein ich bin kein Deutscher, sondern ein Schweizer der in Griechenland mit einer Griechin zusammen lebt.

  5. Catalina
    16. Dezember 2012, 00:50 | #5

    Ich freue mich sehr, dass die Jugendlichen diesen öffentlichen Brief geschrieben haben. Bravo paidia !!

  6. Konstantin
    16. Dezember 2012, 19:52 | #6

    @ Karlie

    Mit Ihrer Aussage kann ich nicht konform gehen. Es ist schlichtweg falsch zu schreiben das es nicht die Schuld der Griechen ist, wenn Rechtsradikale an die Macht kommen und frei agieren dürfen. Natürlich sind die Griechen selbst schuld, einmal die Rechtsradikalen selbst und alle die diese gewählt haben. Würden meine Landsleute ihr Gehirn mal einschalten, gäbe es keine Rechtsradikale Partei die mitregieren darf.
    Ist auch uninteressant, warum sie gewählt werden und welches Programm sie haben. Wer Menschen verprügelt und das gut findet, ist etwas daneben.
    Und zum Schluß, es ist nicht das Ausland an der Situation in Griechenland Schuld, zumindest nicht was die Anfänge der Kriese angeht. Es sind die Politiker, welche das Land ausgenommen habe und die Bürger die in großen Mengen Steuern hinterzogen haben.
    Übrigens, Hitler hatte auch ein gutes Wahlprogramm, Arbeit für alle, Arbeit macht frei steht immer noch in einigen KZs geschrieben. Von Massenvernichtung der unbeliebten Ausländer, war in seinem Wahlprogramm auch nicht die Rede.

  7. Karlie
    16. Dezember 2012, 20:41 | #7

    @ Konstantin

    Ich verurteile und verabscheue Gewalt ebenso wie Sie. Doch wir sollten uns davor hüten die Schläger und die Bewegung in einen Topf zuwerfen. Die Chrysi Avgi ist für mich eher das Gegenstück zur schweizerischen Volkspartei. Wie jeder weiss hat auch diese mit rechtsradikalen Elementen zu kämpfen.

    Der Vergleich zur NSDAP ist aber an den Haaren herbei gezogen bzw. wird bewusst zur Manipulation benutzt. Vielleicht schauen Sie sich mal ein paar Vorträge von Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof an und recherchieren Sie die deutsche Geschichte etwas genauer.

    Es stimmt schon, Griechenland war nach der Diktatur eigentlich eine Ogliarchie und ist es immer noch. Das hinterziehen von Steuern hingegen ist in jedem Land der Erde ein beliebter Volkssport und sollte nicht dem Volk angelastet werden, sondern vielmehr dem Unvermögen der Regierung diese aufzudecken bzw. zu verfolgen.

    Man sollte nicht vergessen dass diese Ausländerfeindlichkeit nicht zuletzt auch von der Regierung (Griechenland und Brüssel) durch die Einwanderungspolitik gefördert wurde. Viele Griechen wollen dagegen etwas tun, doch welche andere Partei spricht sich denn dafür aus, erst einmal für die eigenen Leute zu sorgen und die Einwanderung zu stoppen?

    Mitglieder der Chrysi Avgi versprechen den Griechen Jobs wenn diese zuerst Mitglied werden und diese erhalten dann auch Arbeit (Bin selber Zeuge von diesem Vorgehen). Wie soll ein arbeitsloser Familienvater da entscheiden?

    Wir dürfen nicht vergessen was in allen Krisenzeiten galt: Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral.

  8. Konstantin
    16. Dezember 2012, 21:52 | #8

    @ Karlie

    Es war immer schon üblich, dass Parteien, bzw. Politiker und Wahlhelfern den Wählern jobs versprochen haben. Dieses wurde immer schon so praktiziert. Da bringt die Chrysi Avgi wirklich nichts Neues. Jede Rechte-Partei wirbt mit Arbeitsplätzen und mit Vorteilen für die Inländer, wie die das hinbekommen wollen ist dann immer fraglich.
    Ein Vergleich mit Nazis ist keineswegs an den Haaren herbeigezogen. Wie gesagt, Hitler hatte auch ein sehr schönes Wahlprogramm. Es ist ein wenig widersprüchig, zum einen für die Chrysi Avgi zu sein, auf der anderen Seite, zu sagen ich bin gegen jede Gewalt.
    Da die Chrysi Avgi gewälttätig ist, gibt es da keine Unterscheidungsmöglichlichkeiten, entweder für die und für die Gewalt oder gegen die und gegen die Gewalt.
    Außer Gewalt und viel Gerede in Richtung Patriotismus, bekommen die Rechten Erfahrungsgemäß nichts hin.
    Und ich unterscheide nicht, zwischen Schlägern die aufgehetzt werden oder im Auftrag handeln und deren Auftraggebern. Habe selbst im Fernsehen gesehen wie ein Politiker der Chrysi Avgi eine Frau mehrmals geschlagen hatte. Ich weiß nicht ob sie Griechisch verstehen, das Gerede von denen ist kaum aus zu halten.

  9. Karlie
    16. Dezember 2012, 22:29 | #9

    @ Konstantin

    Sie scheinen mich misszuverstehen. Ich bin nicht für Chrysi Avgi. Ich bin, sollte ich mich für eine Partei entscheiden müssen ein Liberaler, ansonsten stehe ich dem Voluntarismus nahe.

    Ich bin jedoch gegen eine Einschränkung der Meinungs-, Rede- und Wahlfreiheit.

    Die Umstände in denen Hitler aufgebaut wurde waren entschieden andere als diejenigen die heute in Griechenland herrschen. Griechenland hat weder einen Weltkrieg verloren, noch wurde ihnen einen Versailler Vertrag oktroyert. Zudem herrschte in Deutschland zu dieser Zeit so etwas wie ein inoffizieller Bürgerkrieg und eine weit höhere Arbeitslosigkeit als heutzutage in Griechenland. Würden Sie sich mit diesen Begebenheiten befassen und gewissenhaft recherchieren, würden Sie von einem direkten Vergleich mit den Nazis (das waren übrigens Linke, Sozialisten, haben Sie das gewusst?) absehen.

    Die Realität in den Medien und die Wirklichkeit sind zwei verschiedene Dinge, auch das sollten Sie vielleicht bemerkt haben. Gruppen die nicht Eurokonform gehen, werden von den Medien gezielt verunglimpft. Wie Sie vielleicht wissen sind diese in der Hand von nur wenigen Leuten. Von einer seriösen und parteilosen Berichtserstattung kann heute keine Rede mehr sein. Wenn Sie Ihre Informationen durch diese Medien beziehen, rate ich zur Skepsis. Feindbilder wirken immer und sind das Salz in der Manipulationssuppe.

    Ich kann etwas Griechisch, doch leider nicht genug um fliessend mitreden zu können. Jedoch soviel um zu verstehen, dass Gewalt und Ausländerfeindlichkeit kein Thema sind. Jedenfalls nicht dort wo ich mich befinde und nicht bei den ’normalen‘ Mittelständlern mit denen ich verkehre.

    Ich verteidige weder die eine noch die andere Gruppierung, mir fällt nur auf dass sehr polemisch Polarisiert wird. Genau das verschärft die Problematik und trägt keineswegs zu Lösungen bei.

  10. V99 %
    16. Dezember 2012, 23:29 | #10

    Kennt hier jemand die Buecher von Haris Kousumvris (Kousoumbres) oder Dimitris Psarras, beides ehemalige Mitglieder der kackbraunen Morgenroete? Anscheinend nicht.

  11. admin
    17. Dezember 2012, 00:04 | #11

    @V99 %
    Es werden ja nicht einmal die hier publizierten Beiträge gelesen / recherchiert:
    Der Möchtegern-Führer der Chrysi Avgi in Griechenland

  12. ars
    17. Dezember 2012, 02:45 | #12

    Ich war bisher nur Beobacheter des Blogs, aber die Aussage von „Karlie“ bewegt mich zu einer Reaktion! Wie kann ein Schweizer mit griechischer Verwurzelung (Beziehung) solche Äußerungen machen: „Die Chrisi Avgi hat ihre Berechtigung“ oder „Nazis, dass waren übrigens Linke, u. Sozialisten, haben sie das gewusst?“.
    M. E. ist nicht eine verfehlte Europapolitik, sondern z. B. Aussagen wie diese dazu geeignet, dass Menschen solch einer Partei folgen.

  13. GR-Block
    17. Dezember 2012, 12:22 | #13

    @Karlie
    Hallo Karlie
    Bei aller Sympathie, bitte bedenken Sie, dass Ihre Worte von anderen immer anders interpretiert werden, als Sie es eigentlich beabsichtigen. Eine pauschale Ablehnung von rechten Parteien widerspricht dem demokratischen Prinzip. Trotzdem muss gegen Verbrecher der Chrysi Avgi gerichtlich vorgegangen werden. Leider ist es zurzeit so, dass diese Partei so sehr den Auftrieb spürt, dass sie öffentlich mit Verbrechen ihrer Mitglieder kokettiert. Die Tatsache, dass in einer parlamentarischen Fraktion Türstehern und „Security“-Schläger das Wort ergreifen und ungehindert Hass predigen dürfen, ist zwar eine Kuriosität. Fatal daran ist aber, dass das der Jugend schwer imponiert. Wenn diese dann auch noch sehen, dass sich Alte, deren Rente unter das Existensminimum gerutsch ist, solidarisieren, dann wird die Jugend einen bleibenden Schaden davon tragen. Alte Leute sind meist pragmatischer, weil sie schon viel erleben mussten. Die Jugend aber ist unerfahren und läßt sich fanatisieren. Wenn sie jetzt von Oma unterstützt werden, dann setzt sich das im Kopf fest. Die Alten werden aber sterben und später nichts mehr dagegen unternehmen können.
    Das ist der Grund, warum heute die Braunen den Alten über die Straße helfen. Die Jugend ist der Adressat.

  14. GR-Block
    17. Dezember 2012, 12:56 | #14

    @Karlie
    Nazis waren kaum Linke oder Sozialisten. Richtig ist, dass viele Wähler, die vorher KPD oder SPD gewählt hatten, zu den nationalen Sozialisten übergingen, um endlich mal zu den Siegern zu gehören. Damals machte man nämlich den deutschen Arbeitern glauben, dass sie eigentlich eine Siegernation sind. Es seien nur die neidischen Nachbarn, die Deutschland seine Wirtschaftsleistung und damit seine Stärke aussaugen.

    Das glaubt leider kaum einer im heutigen GR. Nein, der deutsche und der griechische Faschismus haben einen anderen aber wesentlichen Unterschied. Vom Aufschwung der Chriysi Avgi werden keine griechischen Großindustriellen wirtschaftlichen nutzen haben. Die Karrieren ihrer Politiker werden nicht protegiert werden (hoffentlich). Große westeuropäische Industrielle haben in ND und PASOK investiert. Wenn sich daran etwas ändern sollte, dann bestimmt nicht nach rechts außen. Nein, auf der linken Seite des Parteienspektrums ist der nächste Aspirant

  15. Karlie
    17. Dezember 2012, 14:31 | #15

    @ GR-Block

    Sie sagen es:
    „Eine pauschale Ablehnung von rechten Parteien widerspricht dem demokratischen Prinzip.“

    Genau darum geht es.

    Gegen Kriminalität muss mit aller Härte vorgegangen werden. Egal von welcher Seite sie kommt. Dazu sind die Gesetze da und dafür sind Gerichte zuständig. Das gilt ebenso für das organisierte Verbrechen.

    Wie ich schrieb geht es um die Meinungs-, Rede- und Wahlfreiheit. Hier scheinen einige nicht zu verstehen dass wenn diese eingeschränkt wird, auch die eigene Meinungs-, Rede- und Wahlfreiheit eingeschränkt wird. Man scheint seine Rechte gegen eine illusorische Sicherheit eintauschen zu wollen. Dies hat, und wird nie funktionieren.

    Die Aufgabe von Freiheiten zugunsten einer illusorischen Sicherheit ist in Europa an der Tagesordnung. Dass damit die Freiheiten aller eingeschränkt werden ist Fakt. Das Ergebnis ist ein Überwachungs- und Gängelungsstaat der immer mehr in das Alltagsleben seiner Bürger eingreift.

    „Wer Freiheiten aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ Benjamin Franklin

  16. Götterbote2012
    17. Dezember 2012, 17:05 | #16

    Ich bin gegen jeglichen Rassismus, Gewalt oder Nazionalismus, wenn dieser dazu führen soll, andere zu unterdrücken, zu benachteiligen oder gar auszumerzen. Dennoch sehe ich es ähnlich wie Karlie: das Problem sind nicht die gehirnlosen (oder vielleicht auch einfach nur fehlgeleiteten) radikalen Gewalttäter (egal ob rechts oder links oder wo auch immer), sondern eine verfehlte Politik, die dazu führt, dass Menschen solches Gedankengut aufnehmen und sich damit identifizieren. Die gleiche Problematik findet sich in Deutschland und überall sonst auch: statt die Ursachen (soziale Ungleichheit, Untergerechtigkeit usw.) zu bekämpfen, meckert man über diese Schwachköpfe und versucht durch ein wenig Kratzen an der Oberfläche deren Bild aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Die Fehler liegen dabei bei den anderen, „demokratischen“ Parteien, die Wasser predigen, aber Wein saufen.

  17. Heinz
    19. Dezember 2012, 15:15 | #17

    @Götterbote2012

    Sie sagen, das Problem wären nicht die „gehirnlosen (oder vielleicht auch einfach nur fehlgeleiteten) radikalen Gewalttäter (egal ob rechts oder links oder wo auch immer),“

    Dann sollten Sie sich das mal anschauen, falls der Moderator das frei gibt:

    Die Narben des Hassan Mekki

  18. Joerg
    21. Dezember 2012, 00:17 | #18

    Das Thema ist zwar durch aber mit der Meinung eine pauschale Verurteilung rechter Parteien ist abzulehnen bin ich nicht einverstanden ! Wehret den Anfängen ! Siehe link meines Vorgängers, in dem Sinne frohe Weihnachten.

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