Grenzzaun am Evros-Fluß in Griechenland ist fertig

18. Dezember 2012 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 2.205

Der über 10 Kilometer lange Grenzzaun am Evros in Griechenland zur Abwehr illegaler Immigranten aus der Türkei wurde am 15 Dezember 2015 fertiggestellt.

Der Zaun zur Abwehr der illegalen Immigranten am Grenzfluss Evros ist fertig. Die Arbeiten zum Bau des Zauns wurden gestern am späten Nachmittag abgeschlossen und es steht nun noch das Verfahren der Abnahme des Projekts durch die Behörden des Ministeriums für öffentliche Ordnung und Zivilschutz an.

Nach koordinierten Anstrengungen unserer Gesellschaft DAGRES A.T.E., der das Projekt zugeschlagen wurde, und der leitenden Behörde wurde die Erstellung eines bedeutenden und hinsichtlich seiner Konstruktion besonderen Projekts mit imposanten Resultaten der Entsprechung hinsichtlich der Gründe seiner Erstellung abgeschlossen„, führte der Präsident der Baugesellschaft, Petros Dagres, an.

Grenzzaun gegen illegale Immigranten kostete 3,16 Mio. Euro

Das Projekt mit einer Gesamtlänge von 10.365 Metern erstreckt sich über die gesamte Länge der Festlandgrenze von der Wachstation bei Kastaneon bis zum Evros-Fluß, während die Höhe des Hindernisses 4 Meter beträgt und es als ohne mechanische Mittel unüberwindlich gilt. Laut Herrn Dagres wurden für die Erstellung des Zauns ungefähr 6.000 Kubikmeter Beton, 800 Tonnen Stahl, 20.700 Drahtzaungeflecht, 140.000 Meter Stacheldrahtrollen und 210.000 Meter Draht (Saum) verwendet.

Wie der Präsident der Baugesellschaft anmerkte, beruht die Verzögerung der Ausführung des Projekts, für das der Vertrag am 19 Januar 2012 unterzeichnet wurde, auf den ungünstigen Witterungsverhältnissen, die während der Wintermonate in dem Gebiet herrschten, aber auch der endgültigen Bestimmung des Verlaufs, die schließlich am 3 Mai vollendet wurde. Bis zu jenem Zeitpunkt konnten keine Arbeiten ausgeführt werden, da korrigierende Eingriffe im Netz der optischen Fasern erforderlich waren, dessen Erstellung vorhergegangen war.

Die Ausführung des mit einem Etat von 5.500.000 Euro ausgeschriebenen Projekts begann am 5 Mai, kostete 3.160.000 Euro – also so viel, wie der anfängliche Vertrag vorsah, ohne irgend eine Überschreitung – und wurde am 15 Dezember 2012 vollendet, führte Herr Dagres an. Er brachte seinen persönlichen Dank an alle zum Ausdruck, die zur fristgerechten Erstellung an der Erbauung der Zaunanlage beteiligt waren, und gratulierte und dankte dem Ministerium für öffentliche Ordnung und dessen technischer Direktion sowohl für die umgehende Lösung wegen der Eigenart des Projekts alltäglich auftretender baulicher Themen als auch für die reibungslose Finanzierung der Arbeiten.

(Quelle: Kathimerini)

Schlepper lenken Immigrantenstrom aus der Türkei auf den Seeweg um

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass im Dezember 2011 die beantragten EU-Mittel zur (Mit-) Finanzierung der Sperranlage von der zuständigen EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström mit der Begründung abgelehnt worden waren, der Zaun werde den Strom der illegalen Immigranten nicht abwehren können, woraufhin Griechenland das Projekt mit eigenen Mitteln in Angriff nahm.

In der Praxis nahm bereits seit Beginn der Errichtung des Sperrzauns in der in Rede stehenden Region der Strom über die Türkei eingeschleuster illegaler Immigranten von Monat zu Monat rapide ab und ist inzwischen fast völlig „versiegt“. Parallel begannen die skrupellosen Schlepper jedoch, ihre Opfer wieder auf den – weitaus gefährlicheren und nicht zuletzt „teureren“ – Seeweg von den Küsten der Türkei zu den gegenüberliegenden griechischen Inseln zu schicken und schrecken dabei nicht einmal davor zurück, die Boote mit den illegalen Immigranten gegebenenfalls sogar vorsätzlich zu versenken, um nicht erwischt zu werden.

Speziell Cecilia Malmström kann also ruhig schlafen: Einerseits braucht die EU nicht zu zahlen und andererseits hat es bisher noch niemand geschafft, in einem löchrigen Schlauchboot von der Türkei nach Schweden zu gelangen!

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