Botschaft an Parteifunktionäre in Griechenland: Verkauft Villen und Yachten!

14. Dezember 2012 / Aktualisiert: 05. Juli 2013 / Aufrufe: 744

Seit Monaten unbezahlte Arbeitnehmer der PA.SO.K.-Partei in Griechenland fordern die Parteifunktionäre auf, ihre Villen und Yachten zu verkaufen.

Die dubiose Finanzführung bzw. Finanzierung, ungeheure Verschuldung und nach wie vor unverschämte „Selbstbedienungspolitik“ der politischen Parteien in Griechenland treibt griechische Bürger nicht nur zu Weißglut, sondern gegebenenfalls auch in den wirtschaftlichen Ruin, wie beispielsweise im Fall der Inhaftierung des 79-jährigen Unternehmers Babis Vovos, der jüngst wegen fälliger Verbindlichkeiten in Höhe von 1 Mio. Euro an den Fiskus verhaftet wurde, während die Regierungspartei Nea Dimokratia (ND) ihm einen rund doppelt so hohen Betrag aus Mietzahlungen schulden soll.

In dem Reigen der Geschädigten des katastrophalen Finanzgebarens der Parteien „tanzen“ auch die Beschäftigten der PASOK-Partei mit, die vertreten, seit 10 Monaten unbezahlt zu sein und ihre Wut in einer Bekanntmachung zum Ausdruck bringen, in der sie unter anderem die Funktionäre der Partei auffordern, ihr mobiles und immobiles Vermögen zu verkaufen, um die anhängigen Lohnzahlungen zu begleichen.

Die Bekanntmachung der Arbeitnehmer der PASOK-Partei

Es sind wir, die Arbeitnehmer der PASOK-Partei, die 3 Monate lang das Blog betrieben und exakt und verantwortlich über die Lage der Beschäftigten informierten. Es sind wir, die in unseren Bekanntmachungen anführten, dass die politische Abstrafung unserer Arbeitgeber eine Sache des griechischen Volkes ist, von dem auch wir ein Teil sind.

Es sind wir, die das Blog umgehend schlossen, als die parteiinternen Verfahren zum Wechsel der Führung begannen und das Land in eine Wahlkampfperiode eintrat, damit uns nicht vorgeworfen wird, politische Spielchen zu treiben. Die politische Verurteilung unserer Arbeitgeber war mehr als sicher – obwohl wir glauben, dass das Volk ‚beunruhigend gnädig‘ mit ihnen war und ihnen 12% gab (wir gehören diesem Anteil jedoch nicht an).

Somit wenden wir uns als Arbeitnehmer und nur in dieser Eigenschaft an das griechische Volk und informieren es über die Lage, in der wir uns befinden.

  • Die Arbeitgeber schulden uns Löhne für 10 Monate. 2012 erhielten wir Beträge von 500 Euro, die ungefähr die Bezüge für Januar und Februar, die Osterzulage und das Urlaubsgeld decken, und nun lassen sie durchsickern, dass sie nur das Weihnachtsgeld zahlen werden, aus Angst vor dem Schnellgericht im Fall einer Beschwerde. (Sie brauchen nicht zu fürchten … sondern können sich sicher sein, dass wir bereits die Beschwerden fertig haben, welche die Behörden 5 Minuten nach Ablauf der Frist für die Zahlung der Zulage erreichen werden.)
  • Sie haben uns in einer irreversiblen Sackgasse eingeschlossen, da wir weder bezahlt werden, noch können wir Arbeitslosenhilfe beantragen. (Bekannte Praxis der großen Auftragnehmer und Unternehmer, die tausende Arbeitnehmer „eingekerkert“ haben.)
  • Die Verzweiflung, in die viele unserer Kollegen geraten sind, zwingt uns zu erklären, dass wir die Führung der Partei und den Vorsitzenden absolut für die ganze Psychologie verantwortlich machen, in die wir geraten sind, und rufen sie auf, für Klärung der Arbeitsverhältnisse zu sorgen, bevor wir – mit alleinig Verantwortlichen die vorstehende Angeführten – Dramen erleben, die niemand wünscht.
  • Umgehende Zahlung der fälligen Löhne und Klärung der Verhältnisse. Entweder Arbeitnehmer mit regelmäßigen Bezahlungen oder Arbeitsamt. Wir halten diese perfide Gefangenschaft nicht länger aus.

Wir erklären, regelmäßig über alle Entwicklungen zu informieren, die unsere Sache betreffen. Sollte irgend jemand Ungenauigkeiten in dem feststellen, was wir schreiben, sind wir bereit, unser polizeilichen Personalausweise und unsere Lohnabrechnungen vorzulegen, die beweisen, dass wir Arbeitnehmer der PASOK-Partei und UNBEZAHLT sind.

Wir erklären ebenfalls, dass der Terrorismus, den die ’neuen Retter‘ der Partei ausüben, unsere Klappe zu halten, da wir anderenfalls keinen einzigen Cent erhalten werden, diesen nicht zum Guten gereichen wird.

Wir erklären, dass wir bis zur ersten Woche des neuen Jahres warten werden, bevor wir abgesehen von den anderen erfolgenden Schritten wieder das Blog der unbezahlten der Arbeitnehmer der PASOK-Partei aktivieren.

Wir haben zu sagen, dass die Beschäftigten in der Provinz wegen der nach Städten mit den Präfektur-Organisationen unterzeichneten Verträgen ein ungeheures Problem der Anerkennung haben.

Schließlich möchten wir den neuen ‚alten‘ Großfunktionären ausrichten, dass sie – wenn sie zu uns von Verständnis sprechen – daran denken sollen, dass sie und ihre Familien ’satt‘ sind. Und noch etwas … weil sie uns fragen, wo sie das Geld finden sollen, um uns zu bezahlen, haben wir eine Antwort … VERKAUFT DIE VILLEN UND YACHTEN, DIE IHR EUCH ZUGELEGT HABT!

(Quelle: in.gr)

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