Zahlung der IKA-Renten im Dezember 2012 in Griechenland gesichert

26. November 2012 / Aufrufe: 509

Der Minister für Arbeit in Griechenland versicherte erneut, dass die Renten des Versicherungsträgers IKA im Dezember 2012 regulär zur Auszahlung kommen werden.

Die Renten und Weihnachtsgelder des größten gesetzlichen Sozialversicherungsträgers IKA in Griechenland werden zu den vorgesehenen Terminen zur Auszahlung kommen, und für Dezember 2012 wird es auch keine Kürzungen geben, erklärte Arbeitsminister Giannis Vroutsis in einer Sendung des TV-Senders „Mega“ und merkte an, dass „jede wie auch immer geartete Angleichung ab Januar 2013 und nachfolgend beginnen wird„.

Laut dem griechischen Minister für Arbeit werden die Renten der IKA für Januar 2013 am 22 Dezember 2012 auf den Konten der Rentner eingehen, während bis Mitte Januar 2013 das neue elektronische System zur Berechnung und Auszahlung der Renten fertig sein wird, die sich nach den Kürzungen bei der Summe der Haupt- und Zusatzrenten ergeben werden.

Kürzung der Renten in Griechenland ab 2013 um 5% – 20%

Die neuen Kürzungen der Renten in Griechenland werden 5% für die Renten von 1.001 bis 1.500 Euro, 10% ab 1.501 bis 2.000 Euro, 15% ab 2.001 bis 3.000 Euro und 20% für die Summe der Renten von über 3.000 Euro betragen.

Weiter charakterisierte Arbeitsminister Giannis Vroutzis die jüngsten Kürzungen bei den Renten als „notwendig“ und vertrat, dies sei der einzige Weg gewesen, um das Versicherungssystem Griechenlands überlebensfähig zu machen, während er wiederholte, dass innerhalb des Jahres 2013 der Sozialetat des Landes zum ersten mal einen Überschuss von 2,9 Mrd. Euro aufweisen wird.

Hätten wir die Angleichungen nicht vorgenommen, würden wir ein Defizit von 1,9 Mrd. Euro haben, was bedeutet, dass wir zu ungeordneten Kürzungen schreiten müssten„, stellte der Minister für Arbeit klar. Sich auf die Abfindungen (des öffentlichen Sektors) beziehend ließ Herr Vroutsis die Möglichkeit neuer Kürzungen im Jahr 2014 offen und merkte an, dass es innerhalb des Jahres 2013 neue versicherungsmathematische Studien und neue Modi für die Berechnung der Abfindung geben wird.

Abfindungen des öffentlichen Sektors hängen von Krediten ab

Herr Vroutsis fügte ebenfalls an, dass die Auszahlung der ungefähr 60.000 Abfindungen des öffentlichen Sektors, die sich in den letzten Jahren auf der Warteliste befinden, in einem hohen Grad von der Auszahlung der anhängigen Tranche von 31,5 Mrd. Euro abhängen wird.

Abschließend betonte der Minister für Arbeit, dass die Regierung zur Beseitigung der Ungerechtigkeiten schreiten wird, „auch wenn wir“ – wie er charakteristisch äußerte – „in ein Thema der (Beitrags-) Erhöhungen geraten„, und fügte an, dass zur Behebung der Ungerechtigkeiten, die sich in der ersten Studie zur Überlebensfähigkeiten der Kassen darstellten, die Dienststellen des Ministeriums innerhalb des Jahres 2013 zu „einer substantiellen und realen allgemeinen versicherungsmathematischen Studie für alle Kassen schreiten werden, die mit großer Genauigkeit diese gesuchte Balance zwischen Beitrag und Leistung abbilden wird„.

(Quelle: in.gr)

  1. Kahlenberg
    30. November 2012, 11:04 | #1

    Zur Sinnhaftigkeit der Rentenkürzungen kann ich nichts sagen, wohl aber zur Methodik.
    Und da frage ich mich schon, wo bleibt die Gerechtigkeit:

    Angenommen derzeitige Rente 1499 €
    Kürzung um 5 %, neue Rente 1424,05

    Derzeitige Rente 1501 €
    Kürzung um 10%, neue Rente 1350, 90 €

    In Zeiten der Datenverarbeitung hätte man auch ein viel feiner abgestuftes Kürzungsmodell (1%-Schritte) errechnen können – wenn denn Kürzung sein muß.

  2. admin
    30. November 2012, 12:01 | #2

    @Kahlenberg
    Es ist ausdrücklich vorgesehen, dass die nach der Kürzung verbleibende Rente nicht niedriger sein kann als die höchstmögliche (gekürzte) Rente in der unmittelbar vorhergehenden Bemessungsstufe:
    – 5% / minimal 1.000,01 €
    – 10% / minimal 1.425,01 €
    – 15% / minimal 1.800,01 €
    – 20% / minimal 2.550,01 €

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