Finanzbeamter in Griechenland wegen Erpressung angezeigt

25. November 2012 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 487

In Griechenland wurde ein Finanzbeamter angezeigt, der einen Rechtsanwalt mit der Veröffentlichung von Steuerdaten zu erpressen Versuchte.

Hinter der Erpressung eines 44-jährigen Rechtsanwalts in Griechenland per Internet steckte letztendlich ein 26-jähriger Finanzbeamter. Der junge Beamter hatte auf einem Blog Steuerdaten des 44-Jährigen eingestellt und forderte Geld … um die Enthüllungen nicht fortzusetzen. Das Dezernat für Cyber-Kriminalität leitete gegen den Beamten ein Strafverfahren wegen verleumderischer Diffamierung und Bedrohung sowie auch Verletzung des Datenschutzgesetzes ein.

Konkreter begab sich der 44-Jährige am vergangenen Dienstag (20 November 2012) in die Büros der Unterdirektion für Cyber-Kriminalität im Gebäude der Polizeidirektion Athens (GADA) und zeigte an, dass auf dem Forum eines Informations-Blogs ein Kommentar mit seinen Steuerdaten eingestellt worden war. Zusätzlich bedrohten ihn unbekannte Personen in einem Erpressungsbrief, ihnen den Geldbetrag von 150.000 Euro zu übergeben, damit sie nicht zu weiteren Veröffentlichungen persönlicher Daten von ihm zu schreiten.

Über die Anzeige wurde umgehend der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Athen informiert und eine einschlägige Verfügung zur Aufhebung des Internet-Kommunikationsgeheimnisses erlassen. Es folge eine umfangreiche polizeiliche Ermittlung und digitale Analyse, aus der sich ergab, dass der Inhaber des strittigen Telefonanschlusses der 26-jährige Finanzbeamte war.

Obwohl letzterer nicht verhaftet nicht auf frischer Tat ertappt und deswegen nicht verhaftet wurde, wurde eine „fette“ Klage zu seinen Lasten erhoben. Informationen zufolge verfügte er auch über weitere Steuerdaten, sogar von Abgeordneten …

(Quellen: Marketbeast.gr)

  1. GR-Block
    25. November 2012, 19:29 | #1

    Das sind schlimme Auflösungserscheinungen der Gesellschaft. Politiker beschuldigen sich gegenseitig und das Volk. Das Volk beschuldigt sich gegenseitig und die Politiker. Alle suchen nach den Schuldigen für den Bankrott. Jeder, der Konten hat, ist ein Steuerhinterzieher und korrupt. Offensichtlich wollen jetzt selbst Diletanten absahnen und meinen die „fette“ Mittelklasse ausnehmen zu können. Schließlich wurde sie ja als durch und durch korrupt ausgemacht. Jetzt fehlen nur noch Plünderungen in den Straßen. Dann empfiehlt die Troika, dass die deutsche Polizei helfen muss.

  2. manni
    28. November 2012, 23:16 | #2

    In GR sollte zuallererst die Strafprozessordnung geändert werden, damit Straftäter, die nicht innerhalb der sogenannten 48-Stundenfrist festgenommen werden,weiter ihr Unwesen in Freiheit fortüben können.
    Ein Amtsträger sollte sofort suspendiert und nicht in der gleichen Behörde an einem anderen Ort Verwendung finden.

  3. admin
    29. November 2012, 21:39 | #3

    @manni
    a) hat das nichts mit der Strafprozessordnung zu tun und b) sieht die neue Dienstordnung für den öffentlichen Sektor die umgehende Suspendierung (nicht Versetzung!) bis zur endgültigen Klärung erhobener Vorwürfe vor.

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