Griechenland hat niedrigste Löhne der Eurozone

7. Oktober 2012 / Aktualisiert: 26. September 2017 / Aufrufe: 938

Laut der Industrie- und Handelskammer Athen erhalten die Arbeitnehmer in Griechenland inzwischen die niedrigsten Löhne innerhalb der Eurozone.

Die griechischen Arbeitnehmer werden mit Löhnen auf dem Niveau von vor vier Jahren entlohnt und zählen inzwischen zu den schlechtbezahltesten Arbeitnehmern in der gesamten EU. Dies geht aus den Daten des Statistischen Amts der Europäischen Union (EuroStat / ESTAT) hervor, welche das Zentrum für Studien und Untersuchungen der Industrie- und Handelskammer Athen (EBEA) auswertete und der Präsident der Kammer, Konstantinos Michalos, bei einer Pressekonferenz am 02 Oktober 2012 präsentierte.

Es handelt sich um die durchschnittlichen jährlichen Bezüge während der Jahre 2008 – 2011 in Ländern der EU, in den USA und in Japan. Für das Jahr 2011 betrugen die durchschnittlichen Jahresbezüge der griechischen Arbeitnehmer 10.110,60 Euro, gegenüber 10.693, 01 Euro im Jahr 2008. Die Löhne der Griechen sind also einerseits sogar unter das Niveau der letzten vier Jahre gesunken und liegen andererseits zwischen 17 Ländern der Europäischen Union auf dem letzten Platz.

Direkt nach Griechenland folgt laut der Untersuchung die Türkei, wo die durchschnittlichen Jahresbezüge der Arbeitnehmer 5.640,12 Euro erreichen. Auf der Gegenseite stehen an der Spitze der Liste als „Champions“ die Norweger (35.360 Euro), gefolgt von den Löhnen in Luxemburg (28.016 Euro).

Das enorme Lohngefälle innerhalb der Europäischen Union

Wie niedrig im Europäischen Vergleich der durchschnittliche Jahresverdienst der Arbeitnehmer in Griechenland ausfällt, vermittelt folgende Auflistung:

  • Norwegen: 35.360 Euro
  • Luxemburg: 28.016 Euro
  • Belgien: 26.540,91 Euro
  • Österreich: 25.349,63 Euro
  • Deutschland: 25.252,91 Euro
  • Niederlande: 24.969,61 Euro
  • Frankreich: 21.926,16 Euro
  • Großbritannien: 21.354,13 Euro
  • Italien: 19.171,74 Euro
  • Island: 18.769,80 Euro
  • Spanien: 16.382,09 Euro
  • Portugal: 10.882,88 Euro
  • Griechenland: 10.110,60 Euro

Die durchschnittlichen Arbeitnehmer-Jahreseinkommen in den USA werden mit 18.724,73 Euro und in Japan mit 24.604,68 beziffert.

Der Präsident des Zentralverbands der griechischen Kammern und der EBEA , Konstantinos Michalos, erklärte anlässlich dieser Daten, aber auch des Drängens der Troika auf arbeitsrechtliche Änderungen, die weitere Lohnsenkungen zur Folge haben werden:

Jede neue Senkung der Löhne ist kriminell. In einem Land mit 28% seiner Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze sind nicht die Arbeitskosten das Problem.“

(Quelle: Imerisia)

Relevante Beiträge:

  1. V99 %
    9. Oktober 2012, 00:08 | #1

    Dies soll keinen „Angriff auf den Admin“ darstellen, sondern eine Kritik zu dem Artikel 😀
    „…Die griechischen Arbeitnehmer werden mit Löhnen auf dem Niveau von vor vier Jahren entlohnt…“ Wenn man alleine die „Relevanten Beiträge“ kennt, kann das nicht stimmen. Und wenn man die „durchschnittlichen jährlichen Bezüge während der Jahre 2008 – 2011 in Ländern der EU“ hier „vergleicht“, zeigt das nicht, wie stark die Loehne, waehrend dieses Zeitraumes, in GR gefallen sind. Interessanter waere es den Lohnverfall in den einzelnen Jahren ab 2008 aufzulisten. Was sicher stimmt ist: “Jede neue Senkung der Löhne ist kriminell.!“

  2. Ottfried Storz
    10. Oktober 2012, 21:54 | #2

    Es ist schade, das der admin zu diesen extrem fehlerhaften Artikel keinerlei Objektivierung zulässt …

  3. admin
    10. Oktober 2012, 22:24 | #3

    @Ottfried Storz
    Sogar intellektuelle Amöben werden auch ohne notorische Belehrungen seitens selbstherrlicher Alles- und Besserwisser den manipulativen Artikel der „Imerisia“ angemessen ein- bzw. zuzuordnen vermögen. Was soll also das tumbe Genöle?

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