10 Jahren Haft für Unternehmer wegen Steuerschulden in Griechenland

1. Oktober 2012 / Aktualisiert: 26. September 2017 / Aufrufe: 698

In Griechenland wurde der Vorstandsvorsitzende der Petzetakis SA wegen Steuerschulden in Höhe von 4 Millionen Euro zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Der Gründer und Vorstandsvorsitzende der A. G. Petzetakis SA, Giorgos Petzetakis, wurde wegen Schulden an den Fiskus in Höhe von 4 Millionen Euro von der 3-sitzigen Kammer des Strafgerichts Athen in Abwesenheit zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Nach dem in der Verhandlung von seinem Rechtsanwalt vertretenen Unternehmer wird derzeit gefahndet, da das Gericht die verhängte Haftstrafe als unmittelbar vollstreckbar erklärte. Sein Anwalt erklärte jedoch nach der Urteilsverkündung, am Montag (01 Oktober 2012) die Aussetzung der Haftstrafe beantragen und Berufung gegen das Urteil einlegen zu werden.

Bei der Verhandlung berief die Verteidigung sich auf die wirtschaftliche Krise und argumentierte, kurz vor einer Vereinbarung über die Unterstellung des Unternehmens unter Artikel 99 der griechischen Insolvenzordnung, aber auch dem Abschluss eines Kooperationsvertrags mit einem Investor zu stehen, damit die mehr als 300 Arbeitsplätze in der Gesellschaft gerettet werden.

Es sei in Erinnerung gerufen, dass Giorgos Petzetakis im November 2011 von Steuerfahndern vor einem Luxushotel in Athen, in dem er Kaffee getrunken hatte, vorläufig festgenommen worden war.

(Quelle: Imerisia)

  1. V99 %
    2. Oktober 2012, 08:53 | #1

    Haft ist gut, Sicherstellung des Geldes besser! Wenn die heutigen Pressemeldungen stimmen, wird wohl doch auf die Daten der Schweizer Steuer-CD zugegriffen werden, laut Schweizer Zeitungen. Dazu sind die Namen von 36 ehemaligen Politikern und Ministern veroeffentlicht worden, die im Verdacht stehen Steuern hinterzogen und damit ins Ausland gefuechtet zu sein.

  2. admin
    2. Oktober 2012, 12:55 | #2

    V99 % :

    … sind die Namen von 36 ehemaligen Politikern und Ministern veroeffentlicht worden, die im Verdacht stehen Steuern hinterzogen und damit ins Ausland gefuechtet zu sein.

    Hier handelt es sich wieder um eine jener Halbwahrheiten, die gezielt „durchsickern“ und dann bereitwillig tumb wiedergekäut werden.

    Tatsache ist, dass die Vermögensverhältnisse der – erstmalig auf Zougla.gr (!) namentlich benannten – Personen von der Steuerfahndung überprüft werden – wie im übrigen auch zigtausend anderer Bürger. Nachdem der Brand erfolgreich gelegt war, wurde dann auch „offiziell“ nachgeschoben, dass bisher keinerlei Rechtswidrigkeiten festgestellt wurden.

    Solange ein halbwegs begründeter Verdacht besteht, müssten die Steuerfahnder total durchgeknallt sein, dies publik zu machen und damit sogar dem letzten Deppen zu signalisieren, ggf. schleunigst seine Vorkehrungen zu treffen – es sei denn, sie (bzw. ihre Hintermänner) führen etwas ganz anderes im Schild.

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