70 Jahre Gefängnis für Finanzbeamten in Griechenland

12. Juli 2012 / Aufrufe: 542

In Griechenland wurden sieben Steuerbeamte wegen Veruntreuung zu insgesamt 70 Jahren Gefängnis verurteilt.

Zu Gefängnisstrafen von insgesamt 70 Jahren wurden von der 5. Dreirichter-Strafkammer des Oberlandgerichts sieben aktive und ehemalige Finanzbeamten – unter ihnen 4 Finanzamtsleiter – mit Villen und Offshore-Gesellschaften verurteilt. Die Beamten wurden von dem Gericht der verbrecherischen Veruntreuung für schuldig befunden wurden, da sie dem Fiskus einen Schaden zugefügt haben sollen, der 28 Millionen Euro tangiert.

Eine pensionierte Steuerbeamtin, die sich nicht nur weigerte, mit den korrupten Beamten zusammenzuarbeiten, sondern sie auch angezeigt hatte, erklärte sich „von dem Ergebnis des Prozesses gerechtfertigt„.

Nach Verkündigung der Verurteilung ließ das Gericht die Angeklagten vorerst frei, da es ihrer Berufung aufschiebenden Charakter zugestand, und verhängte gegen sie das Verbot, das Land zu verlassen, sowie die Auflage, sich innerhalb der ersten fünf Tage eines jeden Monats persönlich auf dem Polizeirevier ihres Aufenthaltsortes zu melden. Parallel urteilte das Gericht dem Fiskus eine Entschädigung von 1.000 Euro zu und öffnete damit den Weg für Schadenersatzforderungen gegen die verurteilten Beamten vor den Zivilgerichten.

(Quelle: Zougla.gr)

  1. Ottfried Storz
    12. Juli 2012, 13:16 | #1

    „Originelle“ Rechtspraxis: Verurteilte Kriminelle, die über kriminell erworbenes Millionenvermögen verfügen und zu im Schnitt 10 Jahren Gefängnis verurteilt wurden, kommen nicht mal in U-Haft. Und das in der grenzen- und kontroll-losen Schengen-Region, wo man ohne Pass in über 20 Länder reisen kann. Es ist für die Verurteilten also problemlos möglich, später unkontrolliert nach Zypern einzureisen und dort unter zu tauchen. Quasi auf Dauerbesuch zur eigenen Offshore-Gesellschaft.
    Wie viele Berufungsinstanzen gibt es denn – und wie lange dauert es, bis die letzte Berufungsinstanz entschieden hat ?

  2. Heinz
    12. Juli 2012, 15:34 | #2

    Die Verurteilten werden sich sicher auch daran halten, oder?

  3. V99 %
    12. Juli 2012, 18:21 | #3

    Wenn die „gerecht“ geteilt haben, hat jeder 4 Millionen abgezogen, dann kaemen die im Knast auf umgerechnet 3333 EURO, pro Monat. Es sollte schnellstmoeglich versucht werden das Geld sicherzustellen. Solche Behoerden muessten viel staerkere Kontrollmechanismen erhalten, damit das endlich aufhoert! Aber Samaras hat ja alle wichtigen Posten mit seiner Lobbyelite besetzt und es wird nichts passieren, wie immer. Bitte informiert uns ueber das Berufungsverfahren.

  4. nikos
    14. Juli 2012, 10:20 | #4

    70 jahre sind o.k! noch besser wäre aber das geld!!!

  5. Juls
    14. Juli 2012, 15:18 | #5

    nikos :70 jahre sind o.k! noch besser wäre aber das geld!!!

    ob die diese Jahre wirklich einsitzen?
    Warten wir mal ab … richtig waere es doch ,das dem griechischen Steuerzahler gestohlenem Geld, auf Heller und Pfenning wieder zurueck zu holen und gleich mit Zinsen!
    Aber auch daran glaube ich nicht … die sollten doch mal testen, was sich eine grosse Anzahl von Finanzbeamten in ihrer beruflichen „Laufbahn“ so alles angeschafft und gebaut haben und von welchem Geld? … mir wird echt schlecht, wenn ich solche Sachen lese … und wir muessen noch und noch zahlen … wir Bloeden!

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