11 Interessenten für Kohlenwasserstoffe in Griechenland

6. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.182

Das große Interesse an den griechischen Kohlenwasserstoffen bestätigte die Beteiligung 11 großer Gesellschaften an der offenen internationalen Ausschreibung bezüglich der Überlassung von Rechten zur Erforschung und Nutzung von Kohlenwasserstoffen in drei Regionen Westgriechenlands.

Insgesamt 11 Firmen mit internationaler Präsenz und Erfahrung, davon zwei einzeln und die übrigen neun in vier Konsortiums-Schemen, reichten acht Offerten ein, damit ihnen die Erforschungsrechte für die Seegebiete westlichen des Golfs von Patras und vor Katakolo sowie auch für die Festlandregion bei Ioannina überlassen werden.

Anträge auf Teilnahme reichten speziell ein:

Für die Region Ioannina:

  • Hellenic Petroleum S.A.
  • Edison International SPA
  • Melrose Resources Pic
  • Energean Oil and Gas, Petra Petroleum
  • Schlumberger (strategic technical partner)
  • Arctic Hunter Energy Inc.
  • K.O. Enterprises Inc.
  • Chariot Oil and Gas Limited

Für die Region des Golfs von Patras (westlich):

  • Energean Oil and Gas
  • Trajan Oil and Gas Limited
  • Schlumberger (strategic technical partner)
  • Hellenic Petroleum S.A.
  • Edison International SPA
  • Melrose Resources Pic

Für die Region Katakolo:

  • Energean Oil and Gas
  • Trajan Oil and Gas Limited
  • Schlumberger (strategic technical partner)
  • Grekoil Energy Ventures LTD

Von Seite des zuständigen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimawandel (YPEKA) wird angemerkt, dass für die selben Gebiete an der offiziellen Ausschreibungsrunde im Jahr 1966 gerade einmal zwei Gesellschaften für das Gebiet von Ioannina, zwei für den Golf von Patras und keine für das Gebiet bei Katakolo teilgenommen hatten.

Der Minister des YPEKA, Ev. Liveratos, führte in seiner Erklärung an, „die Abgabe der acht Offerten bezüglich der Überlassung der Rechte auf Erforschung und Verwertung der Kohlenwasserstoffe in drei Gebieten in Westgriechenland zeigt, dass das an unserem Land bestehende Interesse groß ist“ und fügte an: „Es ist signifikant, dass Griechenland in einer Periode, wo das Thema der Energie für die nationale Wirtschaft eine wichtige Hoffnung darstellt, wieder auf die Karte der Energielandschaft kommt. Zur selben Zeit zeigt das Interesse seitens des gesamten Planeten, dass Griechenlands Bemühung anerkannt und das Vertrauen schrittweise wieder hergestellt wird. Unser Land kann neue Investition anziehen, Beschäftigungsplätze schaffen und seine geostrategische Lage und Wettbewerbsfähigkeit verstärken, damit wir es schaffen, aus der Krise heraus zu gelangen.

(Quelle: Vradyni / S. 11)

  1. V99 %
    6. Juli 2012, 00:42 | #1

    Ist doch Klasse! Dann wird sich ja zeigen, was wirklich zu foerdern ist und endlich ein Ende der Mutmassungen sein. Nur bei den fuer Vradyni typischen Uebertreibungen (Zur selben Zeit zeigt das Interesse seitens des gesamten Planeten…) musste ich schmunzeln 😀 , das hat diesmal nicht der Hr. Kolokotronis, sondern der Hr. Giannis Maniatis von der PASOK gesagt.
    Im Sinn sollte man unbedingt behalten, dass zwischen Erschliessung und Foerdeung ungefaehr 10 – 15 Jahre vergehen koennen.

  2. γιαούρτι γιαουρτάκι
    6. Juli 2012, 03:26 | #2

    Hauptsache, man kann bei Wassertiefen von 30, 40 Meter im Golf bohren. Auf das auch noch der letzte Fisch kaputt geht. Arbeitsplätze gibt es doch eh nur für ausländische Spezialisten und Windrädern aus Fachwerk würden mehr bringen.

  3. Heinz
    6. Juli 2012, 13:33 | #3

    Zitat:
    „Zur selben Zeit zeigt das Interesse seitens des gesamten Planeten, dass Griechenlands Bemühung anerkannt und das Vertrauen schrittweise wieder hergestellt wird. Unser Land kann neue Investition anziehen, Beschäftigungsplätze schaffen und seine geostrategische Lage und Wettbewerbsfähigkeit verstärken, damit wir es schaffen, aus der Krise heraus zu gelangen.“

    Naja, ob der gesamte Planet ……? Der Rest gilt nur, wenn nicht gleich wieder gemauschelt, bestochen und kassiert, usw. wird. Das z.B. sollte eine gute Presse immer verfolgen, denn nur dann wird Korruption und Betrug eingedämmt werden können.

    Geschieht das nicht, kann Griechenland soviel Rohstoffe haben wie es will. Das Volk wird dann nichts davon haben, sondern nur ein paar Handaufhalter und andere Abzocker.

  4. Sundance
    6. Juli 2012, 13:35 | #4

    Griechenland ist von Goldman Sachs in die Krise gesteuert worden, NUR weil Griechenland soviel Gas+Öl hat. Damit die es jetzt, durch ein Ponzisystem hochgeschaukelte Schulden, quasi umsonst bekommen.
    Das Gesamtvorkommen wird auf 9 Billionen Euro geschätzt, beim heutigen Preis. Ist die Förderung auf hochtouren reichen sie etwa 20-25 Jahre.

  5. Jörg
    6. Juli 2012, 21:06 | #5

    Das nichtveroffentlichen macht die Sache leider auch nicht wahrer lieber admin !

  6. admin
    6. Juli 2012, 21:48 | #6

    @Jörg
    Wir wünschen hier keine Streitdiskussionen zwischen einzelnen Lesern, für solche Hahnenkämpfe existieren zahllose Foren.

  7. Griechenfan
    7. Juli 2012, 00:29 | #7

    He Leute, kapiert Ihr es nicht? Egal ob Goldman Sachs, die Banken, das Kapital, welcheLaender, die eben nicht „die“ Industrieländer“ sind, in den Ruin treiben. Es liegt doch an uns, das zu aendern. Ich lese hier Analysen und Jeder und Jede weiss Bescheid. Wisst Ihr es wirklich? Ich nicht!! Ich weiss nur, dass der Mensch nichts mehr zaehlt. Es geht nicht mehr nur allein um Griechenland (Sündenbock). Es zieht so weite Kreise und Viele wissen es. Wollen es aber nicht wahrhaben.
    Wollen wir, wer auch immer, etwas dagegen machen? Wollen wir die Welt veraendern, es versuchen, für unser Kinder und Enkel? Dann fangen wir ohne große Sprüche an. Fangen wir bei uns an und konsumieren nur noch Waren aus unserer Region. Unterstützen wir unsere Bauern. Kaufen wir kein Obst und Gemüse aus Fernost. Essen wir, wie früher unsere Eltern. Das was die Jahreszeit her gibt. Wir können einmachen, wenn möglich einfrieren und trocknen. Wir fangen wieder an zu tauschen. Wie eine schöne Initiative auf Kreta. Wir können überleben und auf Vieles verzichten, und ich denke, dass wird ein schöneres Leben. Werfen wir doch einfach alle unsere Handys weg. Ich bin dabei. Tauschen und leben wir. Weg mit dem Geld als Zahlungsmittel. Ich will so vieles von hier, den Kommentaren nicht mehr lesen. Manches kommt mir so grosskotzig rüber. Es ist eine Politik, die mir nicht liegt. Große Sprüche und nichts dahinter. Griechenland hat Probleme, es sind andere als in Deutschland. Nichts lässt sich verallgemeinern. Es geht einfach nicht. Aber es geht auch kein vereintes Europa, so nicht.
    Aha, werden nun viele wieder sagen. Keine Analysen, keine Tabellen, nichts? Es ist so einfach … wehrt Euch. In den kleinen Dingen des Lebens. Unterstützt Euere Bauern, denn die sind Euer Leben, kauft Sachen der Saison und lernt zu tauschen, einzumachen und verlasst Euch nicht auf Euere Regierung, egal, wo ihr lebt. Lernt zu Leben … das ist die einzige Chance. Lebt … ohne Nestle und den ganzen Shit. Früher haben wir auch unsere Kinder groß bekommen. Ohne Pampers. Ich lebe nun hier in Griechenland auf einem Hügel, unser Klo ist hinterm Haus, nachts pinkele ich auf den Eimer und denke dabei an die große Welt. Alles, was ich noch bereisen moechte. Liebe Menschen, seid menschlich.

  8. 7. Juli 2012, 12:46 | #8

    Wenn es denn so einfach für ALLE ginge, das Rad der Zeit etwas zurück zu drehen. Ja, ich freue mich auch über das Gemüse aus meinem Garten, aber was macht mein Sohn, der in der Stadt wohnt und nur einen kleinen Balkon hat. Ja, ich tausche gerne meine Arbeitskraft als Klempner, Elektriker, Webmaster gegen Essen, Gemüse was ich nicht habe, und Eier. Doch was macht die Familie in Thessaloniki, die in der Stadt wohnt. Kann Sie von Tauschgeschäften existieren? In Deutschland musste ich zur Arbeit fast immer 50 km pendeln weil es für meinen Beruf an meinem Wohnort keine Arbeit gab. Ich möchte nicht mehr auf mein Wasserklosett verzichten und erst recht nicht auf Telefon und Internet. Sonst könnte ich nämlich diese Zeilen gar nicht schreiben. Ich bin abhängig von vielen Dingen, die sich andere ausgedacht haben. Mein chinesischer Panasonic Fernseher sorgt z.B. für ein bisschen Kultur für mich hier in Griechenland. Übrigens nahezu alternativlos, da ich auch auf dem Lande lebe und meine Nachbarn unter Kultur nicht das verstehen, was ich darunter verstehe.
    Die Griechen haben Recht wenn sie sagen: Ti na kanoume – tipota Was können wir machen – nichts.
    Ich bin auch nach Griechenland gegangen um einfacher zu leben, es klappt aber nicht. Alleine für den Besuch meiner Mutter in Deutschland benötige ich die Fähre, Bus, Auto oder Flugzeug. Was für eine gigantische Energieverschwendung nur weil ich meine Mutter besuchen will. Es ist wie mit den Energiesparlampen, die hier in Griechenland auch benutzt werden. Jede Klimaanlage verbraucht mindestens 100 mal mehr. Trotzdem empfinden es viele Touristen als unzumutbar, wenn die Raumtemperatur im Hotel im Sommer 30 Grad erreicht.

  9. Griechenfan
    7. Juli 2012, 14:17 | #9

    @Jermanos
    Sicher, wir sind an viele Dinge im Laufe der Jahre gewoehnt. Klar kann mensch das Rad zurueckdrehen und muss es vermutlich auch. Zumindest diejenigen, die nun ohne Arbeit und Absicherung dastehen. Es ist ja nicht „entweder“ – „oder“. Es heißt ja auch nicht, dass alles aufgegeben werden muss. Aber wir koennen uns ja mal etwas besinnen. Es muessen ja nicht alle ihre Arbeitskraft gegen Essen oder andere Leistungen tauschen. Klar wollen Touristen einen entspannten Urlaub und nicht in ihren Apartments schwitzen. Aber das ist doch nicht das Thema. Aber diejenigen, die das muessen und koennen, fuer die ist es eine sehr gute Alternative. Waer doch mal ne Sache. Wer z.B. keine Krankenkasse mehr hat, weil eben arbeitslos, koennte vielleicht die Arztpraxis reinigen oder mit Obst und Gemuese bezahlen. Und die Griechen, wie Sie so schoen schreiben, haben eben nicht Recht, wenn sie meinen, nichts machen zu koennen. Ganz davon abgesehen gibt es eben auch viele Griechen die eben der Meinung sind, etwas machen und aendern zu koennen. Siehe Projekt auf Kreta und anderswo. Es heißt ja auch nicht unbedingt, den heissgeliebten Computer oder Fernseher aufgeben zu muessen. Viele werden dies aus beruftlichen Gruenden auch nicht koennen. Aber Augen aufmachen, Solidaritaet zeigen und offen sein fuer neue Ideen und Alternativen und damit Menschen Hoffnung machen. So in der Art habe ich das gemeint. Wenn ich sage, dass ich nichts machen kann, stecke ich den Kopf in den Sand und wehre mich nicht. Eine ziemlich sinnlose Haltung. So veraendert sich die Welt nicht.

  10. V99 %
    7. Juli 2012, 21:16 | #10

    Ich war gerade zum Haeufchen machen hinterm Haus, sehr zur Verwunderung der Nachbarn hier in Athina 😀 Wie gerne wuerde ich auch in meinem Eigenheim auf dem Berg wohnen und von einer besseren Welt beim …. trauemen 😀 Na ja, Spass beiseite, wie schon in anderen Kommentaren zu den Kohlenwasserstoffen erwaehnt, hat die Foerderung zwei Seiten. Stichwort „Fracking“ (Beim Fracking werden Millionen Liter Wasser mit teils hochgiftigen Chemikalien versetzt und unter großem Druck in die gasfuehrenden Schichten gepresst, bis diese aufbrechen). Bei der Gasfoerderung fallen grosse Mengen, mit radioaktiven Isotopen, Schwermetallen und Salzen belasteten Brauchwasser, Abwasser und Bohrschlaemme an, die verarbeitet und entsorgt werden müssen. Dies sollten alle (auch Sundance) im Sinn behalten.
    Ansonsten, im Falle der Erdoelfoerderung, sei als Stichwort BP und Golf von Mexiko gesetzt. Dort wurde in einer Meerestiefe von ca. 1200m gebohrt (!..30, 40 Meter..!..γιαούρτι γιαουρτάκι) und das eigentliche Feld war noch ca. weitere 8- 9 Kilometer (!) darunter. Den Rest der Geschichte kennt wohl jeder. Alles hat seine Vor- und Nachteile, auch im „reichsten Land Europas“ 😀

  11. Griechenfan
    7. Juli 2012, 22:18 | #11

    @γιαούρτι γιαουρτάκι
    Haste recht, aber Fische gibt es doch sowieso kaum noch. Schade. Frueher habe ich hier in der Gegend noch Delphine gesehen. Lange auch nicht mehr. Dazu kommen die Motorboote und Anderes, die den Tieren den Rest geben. Schlimm sind Plastiktueten und aehnliches. Schildkroeten und andere Tieren fressen die und verenden elendig. Ja, das ist die sogenannte Zivilisation die auf Dauer ganze Tierarten ausrottet. Im Uebrigen bin ich der gleichen Meinung. Arbeitsplaetze gaebe es dann fuer auslaendische Spezialisten.

  12. Griechenfan
    7. Juli 2012, 22:30 | #12

    @V99 %
    Ich traeume nicht in einem tollen Eigenheim und mache mir die Welt nicht traeumerisch schoen beim Kacken. Ich stehe mit meinen Beinen fest auf der Erde. lese und informiere mich, was moeglich und machbar waere. Ich bin offen fuer neue Ideen und selbst auch kreativ. Und…. kacken und pinkeln in der Landschaft ist doch so viel besser und hygienischer als auf einem Wasserklo. Also bitte!!!Duengen wir doch die Pflanzen damit. Spass beiseite, es muss wieder mehr Kreativitaet her. Packen wir es an. Gemeinsam.

  13. γιαούρτι γιαουρτάκι
    7. Juli 2012, 22:36 | #13

    @V99 %
    Sorry, wenn das mißverständlich war, aber dort der Golf von Patras ist wirklich so flach und eine der letzten küstennahen Regionen mit relativem Fischreichtum. Soweit ich mich entsinne ist dieses Vorhaben nicht unumstritten, insbesondere umweltgefährlich und weil es anderswo mehr Öl und Gas geben soll. Wenn man dann Glück hat und über die Brücke fährt, kann man dann die Türme sehen, auch eine Autofahrt Patra Athina macht dann wieder richtig Spass.

  14. γιαούρτι γιαουρτάκι
    8. Juli 2012, 12:44 | #14

    @Griechenfan
    Ti na kanoume – tipota, Was können wir machen – nichts.
    Das ist halt ein Spruch, fatalistisch ohne Ende und wenn ich an die Deprimucke im Radio in Lakonien denke, glaub ich ich bin in Portugal. Dieser Fatalismus schliesst allerdings nicht aus, daß man dann einen Kaffee später doch was auf die Reihe bekommt.
    Tauschbörsen und eigene Währungen gibt es mindestens in Patra und in Volos und das funktioniert wohl ganz gut, es gibt auch freie Sprachkurse und Gesundheitsversorgung in besetzten Häusern und kurzzeitig sogar in einer besetzten Klinik (in KILKIS?)
    Hier ist ein Artikel über u.a. Volos und dazu ist eigentlich nur zu sagen, daß das eigentliche Problem darin besteht, daß die meisten Medien sowas verschweigen, weil sie nämlich selbst zutiefst korrupt sind:
    http://www.athensnews.gr/issue/13500/56321

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